Begründung
Bitcoins liegt eine sehr umweltschädliche Technologie zu Grunde (Proof-of-Work-Blockchains), da sie eine enorm hohe Rechenleistung erfordert. Gemäss des "Center for Alternative Finance" der Universität Cambridge werden dafür mittlerweile 124 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr gebraucht. In anderen Worten verbraucht der Bitcoin jährlich gleich viel Strom wie Norwegen oder Argentinien - oder mehr als die Schweiz (56 TWh) und Österreich (67 TWh) zusammen. Der Bundesrat anerkennt in der Interpellation Molina 19.4137 die schwache Ökobilanz der Bitcoins. In der Schweiz liegen allerdings bislang keine exakten Zahlen zum Energieverbrauch von Bitcoins vor. Auch wird im Rahmen der "Strategie Digitale Schweiz" nicht dargelegt, wie der Bundesrat gedenkt, den Energieverbrauch der Bitcoins und anderer Kryptowährungen zu senken. Nichtsdestotrotz plant der Bundesrat, die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) als Ganzes, zu welcher Blockchains und deren Anwendung, die Bitcoins, zählen, langfristig zu fördern. Angesichts der Tatsache, dass die Schweiz das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und die Energiestrategie 2050 verabschiedet hat, wäre es fatal, die Schweiz zum Standort für klimaschädliche Blockchain-Technologie machen zu wollen, ohne dabei Rücksicht auf Klima-Folgen zu nehmen.