Tabea Bossard-Jenni · EVP
In meiner Schulzeit wollte ich Konditorin werden, Modedesignerin, Schauspielerin oder Pharmaassistentin. Kurz gesagt, ich hatte keinen Plan, was ich eigentlich will, aber ich wusste sehr genau, was ich nicht will. Ich wollte nicht ein Bürogummi werden. Heute bin ich sehr froh, dass die Berufswahl nicht eine abschliessende Entscheidung ist, weil ich sehr häufig in einem Büro anzutreffen bin.
Ziemlich final ist aber die Entscheidung für einen irreversiblen Eingriff für eine Geschlechtsumwandlung. Die Motionäre möchten, dass irreversible Eingriffe erst nach Erreichung der Volljährigkeit durchgeführt werden können, und sie möchten zugleich das Beratungsangebot ausbauen, bei dem nicht-medizinische und reversible Ansätze bevorzugt werden. Heute fehlen Studien über den langfristigen Nutzen für die Lebensqualität nach irreversiblen Eingriffen. Aus diesem Grund will sich ja auch der Regierungsrat dafür einsetzen, dass solche Eingriffe erst nach Erreichen der Volljährigkeit durchgeführt werden können.
Der Regierungsrat empfiehlt Ihnen diese Richtlinienmotion zur Annahme. Er erklärt uns auch, was er zu unternehmen gedenkt. Er appelliert an die Spitäler des Kantons, dass Kinder und Jugendliche bei solchen Eingriffen zurückhaltend beraten werden. (Der Präsident bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / Le président demande à l’oratrice de conclure.) Bei der Umsetzung dieser Motion liegt der Schwerpunkt auch auf der Beratung.
Für die EVP-Fraktion ist der Schutz von Jugendlichen und Prävention von grosser Bedeutung. Wichtig ist für uns, dass die Beratung durch medizinisches und psychotherapeutisches Fachpersonal stattfindet, ... (Der Präsident bittet die Rednerin erneut, zum Schluss zu kommen. / Le président demande encore une fois à l’oratrice de conclure.) ... bspw. die Sprechstunde in der Kinderklinik. In diesem Sinn stimmen wir der Richtlinienmotion grossmehrheitlich zu.