Ursula Marti · SP
Gerne führe ich das noch kurz aus. Das BHM wurde 1894 gebaut und ist seither immer nur behelfsmässig saniert worden. Die Gebäudetechnik ist stark überaltert, was zu einem hohen Energieverbrauch führt. Mit der Sanierung könnte der Verbrauch der fossilen Energien um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden, und auch kostspielige Einzelreparaturen könnten vermieden werden. Auch könnten die personellen Kosten für den Unterhalt mit einer modernen, zentralen Heizung und technischen Anlagen auf dem heutigen Stand gesenkt werden.
Im Verlauf der Zeit entstanden auch bauliche Schäden, undichte Stellen im Dach, bei den Fenstern und Leitungen, mit entsprechenden Risiken für Wasserschäden. Wir waren mit der Kommission im Museum und konnten das mit eigenen Augen anschauen. Es besteht wirklich ein grosser Handlungsbedarf.
Zudem braucht es auch bauliche Verbesserungen. Die Barrierefreiheit in diesem verschachtelten Haus mit den vielen Treppen ist heute eingeschränkt und muss gewährleistet werden. Auch müssen die Fluchtwege verbessert werden. Mit der vorgeschlagenen Variante 2 wird eine Öffnung zum Museumsgarten, diesem Gemeinschaftsprojekt verschiedener Museen, geschaffen. Damit verbunden ist auch ein neuer öffentlicher Durchgang durch das Gebäude. Beides ist ein grosser Mehrwert.
Mit der Sanierung sollen auch die alten, veralteten Dauerausstellungen erneuert und moderne Ausstellungskonzepte und eine bessere Besucherorientierung umgesetzt werden. Das heisst z. B., dass neu eben Rundgänge möglich sind statt der heutigen Sackgassen in den Ausstellungen.
Ebenfalls wird es möglich sein, einen grosszügigeren, übersichtlicheren Eingangsbereich zu machen. Die Attraktivität für Besuchende und auch die didaktische Vermittlung für Schulklassen – nicht zu vergessen: dieses Haus, dieses Museum ist auch wichtig für die Schulen – werden verbessert. Auch die Aufbewahrung der wichtigen bernischen Kulturgüter wird besser gesichert. Es sollen nicht nur mehr Objekte ausgestellt werden, es soll eben mehr Platz für Menschen geben in diesem Museum. Entsprechend rechnet die Museumsleitung nach der Sanierung mit 40 Prozent mehr Besuchenden und auch mit einem verbesserten Eigenfinanzierungsgrad.
Das alles überzeugt uns. Das Geschäft wurde seriös vorbereitet; diesen Eindruck haben wir. Die Kosten wurden sorgfältig abgewogen. Wir sind überzeugt, dass man mit dieser Sanierung nicht länger zuwarten sollte. Der Kanton ist Träger dieses wichtigen Museums, das eben die Berner Geschichte dokumentiert und die bernischen Kulturgüter konserviert und der Bevölkerung zugänglich macht. Damit haben wir eine grosse Verantwortung für dieses Haus. Deshalb unterstützen wir von unserer Fraktion her diesen Projektierungskredit mit voller Überzeugung.
Die Vizepräsidentin übernimmt den Vorsitz. / La vice-présidente prend la direction des délibérations.