Christine Blum · SP
Diesen Trend kann man ablesen, wenn man schaut, wie viel Geld der Kanton in die sogenannte FHV-Kasse zahlt für diejenigen Bernerinnen und Berner, die ausserkantonal studieren, und wie viel Geld er einnimmt von den Studierenden aus anderen Kantonen. FHV – das ist die Abkürzung für die Interkantonale Fachhochschulvereinbarung. Diese FHV-Bilanz ist zwar weiterhin negativ – wir zahlen also mehr, als wir von den Ausserkantonalen einnehmen können –, sie hat sich aber erneut verbessert, und zwar immerhin um 3,2 Mio Franken.
Auch die BFH hat dieses Geschäftsjahr 2023 mit einem Verlust abgeschlossen, mit einem Minus von 3,1 Mio. Franken. Die Grundmittel haben bei Weitem nicht ausgereicht. Zum Glück war der Ertrag im Bereich der Drittmittel gut, und die BFH konnte einen Teil des Verlusts damit abfedern. Sie hören das jetzt schon zum zweiten Mal, nachdem eben Daniel Arn das Gleiche gesagt hat. Und den Grund für das Abschneiden haben Sie auch schon gehört: Das sind halt diese Lohnkosten, die viel höher gewesen sind als dieser Teuerungsausgleich, den der Kanton bis jetzt gewährt hat.
Vielleicht noch so ein wenig als Hintergrund oder als wichtige Fragen zur Struktur der BFH: Wir wollten z. B. wissen, wieso die BFH so viele Studiengänge führt. Sind es vielleicht zu viele? Der Antwort der BKD haben wir entnommen, dass die Anzahl der Studiengänge der BFH ungefähr dem entspricht, was die anderen grossen und breit aufgestellten Fachhochschulen auch anbieten. Und für die BFH ist massgebend dafür, ob ein Studienfach durchgeführt wird oder nicht, dass die Attraktivität für die Studierenden gegeben ist und dass auch erfolgreich Drittmittel in diesem Bereich gewonnen werden können.
Zur Frage der Standortstrategie und der möglichen Ausbaupläne der BFH: Diesbezüglich ist die Situation klarer als bei der Universität, denn diese Strategie ist seit 2010 vorhanden und durch verschiedene Grossratsbeschlüsse gestützt worden. Die BFH soll sich auf die Standorte Bern und Biel und auf den Campus der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen konzentrieren. Neben diesen grossen Komplexen führt die BFH noch ein paar kleinere Standorte weiter, wie z. B. das TecLab in Burgdorf und die Standorte an der Fellerstrasse Bern, an der Solothurnstrasse in Biel und in Vauffelin in der Nähe von Biel.
Die BiK stellt fest, dass die BFH gut unterwegs ist, und empfiehlt den Bericht zur Kenntnisnahme. Dem stimmt auch die Fraktion der SP-JUSO so zu. Zu den Planungserklärungen haben Sie ja die Haltung der SP und der BiK bereits gehört. Hierzu führe ich nicht mehr länger aus. Danke vielmals für die Aufmerksamkeit.