Lukas Koch-Fässler
Grossrat Lukas Koch, Appenzell,
Grossrat Lukas Koch, hat noch einige Verständnisfragen. Letzte Woche hat er die private Steuererklärung erhalten - mit der Aufforderung die Belege künftig elektronisch einzureichen. Im zweiten Satz wurde darauf hingewiesen, dass bei einer Zusendung von Belegen der Post Gebühren behoben werden, gleichzeitig wir das Schreiben per Post verschickt - deshalb stellt sich ihm die Frage, ob die Gebühren für das nicht einreichen der Belege bereits jetzt erhoben werden müssen. Wäre es nicht sinnvoll, zwei bis drei Jahre abzuwarten, um zu sehen, wie sich das Ganze bewährt - dies vor allem älteren Steuerzahler gegenüber? In diesem Zusammenhang möchte er auch auf den Satz «mit dem Papierverbrauch und schonen die Umwelt» hinweisen, wie er in der Aufforderung steht. Grossrat Lukas Koch macht darauf aufmerksam, dass er nach jeder Session ein Lohnblatt erhält - wäre es künftig nicht möglich, nur einmal jährlich ein Lohnblatt-Auszug zu erhalten oder diesen zumindest per E-Mail zuzustellen? Seitens der Bevölkerung hört man immer wieder vom Projekt Verwaltungsgebäude, welches auch an der Landsgemeinde vor Jahren angenommen wurde. An der letzten Session informierte der Bauherr über die ersten Ausgaben. Besteht bei einem laufenden Projekt noch die Möglichkeit, den Standort grundsätzlich zu hinterfragen? Könnte etwa ein neuer Standort - zum Beispiel die ehemalige Migros - in Betracht gezogen werden? In den letzten Wochen war in den Medien zu lesen, dass bereits zwei Unternehmen aus Appenzell ihren Standort definitiv nach Herisau verlegt haben. Bei mindestens einem Unternehmen war der Grund offenbar eine nicht zielführende Zusammenarbeit mit den Behörden. Die konkreten Umstände interessieren ihn weniger - jedoch gehen dadurch Arbeits- und Ausbildungsplätze, Steuereinnahmen sowie die Attraktivität von Appenzell I.Rh. als Unternehmensstandort gegen aussen verloren. Gibt es Pläne für beschleunigte Genehmigungsverfahren oder den Ausbau für Infrastruktur um Unternehmen attraktivere Rahmenbedingungen zu bieten? Und welche Lehren zieht die Regierung aus diesen Abwanderungen, welche negativ gegenüber der Standeskommission in den Medien berichtet wurden?