Sursiglir al cuntegn principal

Alain Pichard · GLP

de
Grosser Rat (BE)14-06-2023
Alain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Mitmotionär, Fraktionssprecher. Ich möchte zuerst, wie sagt man dem, meine Interessenbindung bekanntgegeben: Ich bin Mitglied des Basler Rheinschwimmbads St. Johann und ein geübter Rheinschwimmer, und ich bin Sohn – und dies ist mehr anekdotisch – eines Hochseekapitäns, der in relativ ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und – Sie werden es nicht glauben – nie schwimmen gelernt hat. Er hat dann, wenn wir uns über ihn lustig gemacht haben, immer wieder gesagt: «Ja, Piloten müssen ja auch nicht fliegen können.»

Ich habe diese Motion ... – wie soll ich dies sagen? Ich habe diese Motion für die Schwimmgutscheine mit absoluter Überzeugung unterstützt, weil wir dies ja bereits in Orpund ein bisschen ausprobiert haben. Und die Motion hat tatsächlich ein paar Missverständnisse ausgelöst. Meine Vorsprecherin, Frau Andrea Zryd, hat Ihnen dies erklärt. Es geht wirklich nicht darum, hier massenweise Kinder in den Schwimmunterricht zu schicken, sondern es geht um eine ganz einfache Situation. Wir haben hier einen Schwimmunterricht: Dies ist im Lehrplan 21 festgelegt, sogar mit einem Test, und dies wird auch gemacht, nicht immer gut, aber es wird gemacht.

Und dann bekommen wir immer wieder neue Schülerinnen – und, liebe Frauen und Männer von der SVP, das sind vor allem viele Migrantenkinder, also die Kinder unserer Migrationsleute. Sie kommen hierher. Die anderen können alle schwimmen und sie nicht, und das gibt Probleme. Und dann gibt es noch jene, die koordinative Schwierigkeiten haben, und da ist es einfach wichtig, dass Profis dies machen, denn diese Schwimmleute können das wirklich gut, und dass man diese Kinder schicken könnte. Und meistens – das kann ich Ihnen sagen, weil wir Elterngespräche haben – machen dies die Eltern. Sie schicken sie oder lehren es ihnen selber oder schicken sie selber, auf eigene Kosten, in Schwimmkurse. Aber das ist nicht überall so.

Da macht es sich der Regierungsrat einfach zu einfach, und deshalb ist es für mich eine absolut einfache, unbürokratische, unkomplizierte Möglichkeit, dort einzugreifen, wo Bedarf vorhanden ist. Übrigens machen wir das ja auch sonst: Wenn die Schule sich Ziele setzt, die sie im normalen Unterricht nicht lösen kann, dann macht sie Kooperationen mit schulfremden Institutionen: mit der Jugendarbeit, Interessenverbänden der Naturschutzorganisationen, ICT-Spezialisten, Ernährungsspezialisten. Diese holen wir herein, zahlen sie auch, und genau so etwas wäre jetzt hier auch möglich. Echt, es ist eine Möglichkeit, eine kleine Möglichkeit, ... (Die Vizepräsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La vice-présidente demande à l’orateur de conclure.) ... dies in einem kleinen Markt zu unterstützen.

Verwehren Sie sich nicht dagegen, verwehren Sie sich nicht dagegen, sondern lassen Sie es prüfen. Dies wurde übrigens auch von Bildung Bern angedacht. Aber punkto Schwimmen müssen wir wirklich etwas machen.

Protocol dal pled
tagblatt.gr.be.ch
Instituziun
Grosser Rat

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0