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Simone Machado · Grün alternative Partei

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Stadtrat (BE)04-07-2024Simone Machado (GaP) für die

Simone Machado (GaP), Einzelvotum: Ich bin überrascht über die kritischen Voten, die nun doch kommen, und habe natürlich auch Freude daran. Ich spreche mich dagegen aus, dass der Anlass in Bern stattfindet, und zwar nicht aus ideologischen Gründen weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Ich habe andere Gründe, wie ihr nachher hören könnt. Einleitend möchte ich aber noch erwähnen, dass ich heute Nachmittag das Bewerbungsdossier von Bern und Biel für den ESC einsehen konnte. Besten Dank an dieser Stelle an Marc Heeb und an Reto Nause für die kurzfristige und kulante Gewährung der Einsicht. Das Bewerbungsdossier ist eindrücklich und macht, ich gebe es zu, sogar ein bisschen Lust auf den Anlass, wenn eben nicht diese Bedenken gegenüber der Durchführung des ESC in Bern wären. So ist zum Beispiel der Anlass in Bern ein klarer Widerspruch zum Klimareglement der Stadt Bern. Die Stromversorgung zum Beispiel muss nämlich unabhängig vom Stromnetz erfolgen. Man rechnet mit 6’000 Voltampere für so einen Grossanlass. Für 100 Kilovoltamper braucht man 20 Liter Diesel, das heisst, 1’200 Liter pro Stunde, das heisst, 10’000 Liter pro Tag oder 25’000 Kilo CO₂ oder 25 Tonnen, das heisst, 125 Tonnen pro Woche und 500 Tonnen für einen Monat. Das steht wahrlich im Widerspruch zu dem Klimareglement. Dazukommen noch die Emissionen der Gäste, die per Flugzeug anreisen, der Abfall etc. Der Vortrag erwähnt auch die Auswirkungen auf das Klima nicht, wie es eigentlich jetzt üblich und vorgeschrieben wäre gemäss Klimareglement. Das ist wohl dem Zeitdruck geschuldet. Diese Frage wäre aber sehr interessant gewesen, wenn man sie in die Debatte hätte einbeziehen können. Zudem sind die rigiden Sponsoring-Vorschriften zu beanstanden. Der EBU verlangt, dass alle Sponsoringeinnahmen zum EBU, also an die Organisation, die das durchführt, den Bund beziehungsweise die SRG fliessen. Einmal mehr: Der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten und die Einnahmen fliessen nicht zurück zu ihm oder ihr. Dass der Anlass wirtschaftsfördernd sei, bestreite ich. So ist zum Beispiel im Vorlauf zu der Tour de France 2014 genau dieses Argument bemüht worden. Es wurde aber nachher nie erhoben, ob sich das bewahrheitet hat, ausser in Skandinavien, wo Forscher herausgefunden haben, dass solche Anlässe genau nichts in die Staatskasse fliessen lassen oder die Wirtschaft fördern. Aus diesen Gründen würde ich dafür plädieren, Genf oder Zürich den Vorrang zu lassen und diese Bewerbung nicht einzureichen, zurückzuziehen oder dem Volk zur Abstimmung vorzulegen.

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