Lukas Gutzwiller · Grüne Freie Liste
Lukas Gutzwiller (GFL) für die Fraktion: Die GFL-Fraktion wird die BSS-Anträge alle ablehnen. Ich spreche kurz zur Lernbegleitung. Die individuelle Lernbegleitung für Kinder und Jugendliche ist eine sehr wirksame Massnahme, um die Chancengleichheit in den Schulen zu erhöhen. Für die Fraktion GFL ist es umso wichtiger, dieser Massnahme dem Fachkräftemangel mittelfristig entgegenzuwirken. Je früher Kinder und Jugendlichen bei Bedarf ausserhalb der Schule gefördert werden können, umso einfacher wird es für sie sein, den Berufseinstieg zu schaffen. Auf nationaler Ebene setzt sich beispielsweise der Verein Allianz Chance Plus dafür ein. Aus diesem Grund hat unsere Fraktion grosse Sympathien für den Antrag. Für uns ist aber auch wichtig, wie die Antragsstellenden es erwähnen, dass die Lernbegleitung vor allem auch in diesen Quartieren zugutekommt, wo der Bedarf am grössten ist und das ist tatsächlich nicht im Kirchenfeld. Es braucht also ganz klar eine Neuausrichtung des Leistungsvertrags Lernbegleitung, damit vor allem die Bedürftigen vom Angebot profitieren können und somit die Wirkung erhöht wird. Die Stadt soll sich dort engagieren, wo der Bedarf und das Potenzial am höchsten sind. Aus diesem Grund werden wir den Antrag ablehnen, verlangen aber vom Gemeinderat, dass er das Mandat möglichst bald neu ausrichtet und allenfalls auch Mitbewerber wie zum Beispiel der Verein "beraber Bern" oder andere zulässt. Das Angebot soll auf die Zielgruppen spezifischer ausgerichtet werden. Es kann nicht sein, dass die Akteure einfach dort aktiv sind, wo die Arbeit am einfachsten ist. Sie müssen dort aktiv werden, wo der Bedarf am grössten ist. Es braucht also nicht nur eine Aufstockung, sondern eine Neuausrichtung. Erst wenn die erfolgt ist, sind wir bereit, das Budget aufzustocken. Noch zum Antrag Streichung der Tagesbetreuung mit dem hohen Betreuungsschlüssel. Den finden wir weiterhin übertrieben, der hohe Betreuungsschlüssel, darum werden wir dem uns bei dem Antrag enthalten. Auch noch ein Wort zur Fachstelle Antirassismus. Es wurde argumentiert, diese Stelle müsse aufgestockt werden, um gegen Antisemitismus zu kämpfen. Für uns ist das die genau gleiche Sache. Die Fachstelle soll sich auch um Antisemitismus kümmern und deshalb braucht es keine zusätzliche Aufstockung.