Muriel Graf · Alternative Linke Bern
Muriel Graf (AL) für die Einreichenden: Wir behandeln jetzt unser Postulat zum Thema: "Reduktion und Verzicht von tierischen Produkten an städtischen und parlamentarischen Anlässen." Die Punkte in diesem Postulat sind relativ einfach und lassen sich auf den folgenden Satz herunterbrechen, wonach das Angebot an tierischen Produkten weniger werden soll. Der Gemeinderat hat in seiner Antwort schon einige Massnahmen aufgezählt, die sinnvoll sind, um eine Reduktion der tierischen Produkte zu bewirken. Wir sind aber der Meinung, dass es schon noch etwas mehr braucht. Wir wollen eine grundsätzliche Veränderung. Wir wollen, dass es normal wird, dass es keine tierischen Produkte mehr gibt, die man nachher konsumiert. Das heisst, man kann als Einzelperson immer noch das Essen, was man will, aber die Veranstalter*innen von Anlässen haben die Weisung, dass sie auf tierische Produkte zu verzichten haben. Wir sind der Meinung, dass diese Massnahmen extrem viel bewirken können. Es ist so, dass das Ganze darum herum, was es braucht, für das nachher tierische Produkte konsumiert werden können, unserer Umwelt sehr schadet. Wir gehen davon aus, dass allen hier bewusst ist, dass das Herstellen und der Konsum von tierischen Produkten nicht hilfreich sind, wenn man sich die Welt anschaut und auch die Konsequenzen, die der Klimawandel mit sich bringt. Und wir wollen jetzt eben nicht die Einzelperson in den Fokus stellen, die nachher ihre Ernährung umstellen muss und auf ihr allein alles lastet, sondern wir wollen es umkehren und bewirken, dass der Default, also das normale an städtischen und parlamentarischen Anlässen halt ohne tierische Produkte ist. Das würde dann nämlich bedeuten, dass man eine Konfrontation mit dem Thema hätte. Man würde neue Ernährungssachen kennenlernen, man würde der Umwelt und dem Klima in dem Moment und mit dieser Massnahme einen Gefallen tun. Uns ist aber auch bewusst, dass solche Veränderungen Zeit brauchen. Uns ist auch bewusst, dass ein solches Thema alle Menschen bewegt, weil es um das Essen, die Nahrungsaufnahme, die Tradition, die Gewohnheit und die Veränderung geht. Deswegen wollen wir auch noch betonen, dass die Massnahmen, die es schon gibt, nicht schlecht sind. Wir wollen aber schlussendlich nicht nur "es nicht schlecht", wir wollen, dass es gut wird. Jetzt noch zur Abstimmung. Wir würden gerne verlangen, dass diese punktweise stattfindet, und wir fänden es natürlich grandios, wenn ihr alle Punkt 6 annehmt, aber wenn euch das wie nicht möglich ist, fände ich es auch cool, wenn ihr die anderen annehmen würdet. Merci.