Sursiglir al cuntegn principal

Katharina Gallizzi · Grünes Bündnis

de
Stadtrat (BE)29-02-2024Katharina Gallizzi (GB) für die

Katharina Gallizzi (GB) für die Fraktion: Es geht uns ähnlich wie Timur. Wir haben den Begründungsbericht eigentlich grossmehrheitlich mit Freude gelesen. Man sieht, dass in der Stadt beim Thema Pestizide eine grosse Sensibilität vorhanden ist, und man sieht, dass die Stadt sehr bemüht ist, den Verzicht auf Pestizide weiter voranzutreiben.

Das grösste Defizit besteht aus unserer Sicht aber nach wie vor bei den landwirtschaftlichen Pachtbetrieben. Deshalb haben wir im November die Motion "Landwirtschaftsbetriebe und -flächen in Bern auf biologische Nutzung umstellen" überwiesen. Das heisst, wir müssen jetzt eigentlich auch nicht mehr weiter darauf eingehen. Neben dem Landwirtschaftsteil sind mir noch ein paar andere Sachen ins Auge gestochen. Zum Beispiel scheinen Rosenrabatten die einzigen Bepflanzungen zu sein, die nicht ohne Pflanzenschutzmassnahmen unterhalten werden können. Auch wenn Stadtgrün hier nur vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) zugelassene Substanzen verwendet, kann man sich schon irgendwie fragen, ob der Anbau von Rosen noch zeitgemäss ist. Natürlich sind Rosen schön, aber es gibt ja auch Hunderte andere schöne Blumen, die auch schön sind und ohne Pflanzenschutzmittel leben können. Daher wäre das mein Antrag. Vielleicht auch der Rosengarten: Ich weiss, ich mache mir jetzt nicht viele Freunde, aber man könnte ja auch einen Wildblumengarten oder irgendetwas daraus machen.

Es ist auch eine Freude für uns zu hören, dass bereits in einige Baurechtsverträge ein Verbot von Pestiziden aufgenommen wird. Das scheint uns ein guter Hebel zu sein und der sollte aus unserer Sicht konsequent ausgenutzt werden. Wir fordern den Gemeinderat auf, die Praxis auszuweiten und das Pestizidverbot in allen Baurechtsverträgen standardmässig festzuschreiben.

Im Bereich Beratung von Privaten und Unternehmen leistet die Fachstelle Natur und Ökologie wirklich fantastische Arbeit. Wie im Vortrag erwähnt, sollte das Handbuch "Biodiversität" eigentlich ein Standardwerk sein und in jedem Berner Haushalt vorhanden sein. Leider hat die Fachstelle ein riesiges Aufgabengebiet und nicht so wahnsinnig viele Ressourcen. Deshalb finden wir eine Stellenaufstockung nötig und sinnvoll, um die Biodiversität in der Stadt Bern weiter gezielt zu fördern. Wie gesagt, nehmen wir den Begründungsbericht positiv zur Kenntnis und wünschen uns, dass Bern den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt.

Protocol dal pled
bern.recapp.ch
Instituziun
Stadtrat

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0