Tamara Jost-Morandi
- Partida
- Grünliberale Partei
- Fracziun
- GLP
- Parlament
- Grosser Rat (BE)
- Circul electoral
- Oberaargau
- Pagina dal parlament
- Profil uffizial
- Schlattaina
- Feminin
- Naschì
- 1984
- Professiun
- HR-Fachfrau, Geschäftsführerin
- Lingua
- lang_d
- tamara.jost@gr-gc.be.ch
- Adressa
- Herzogenbuchsee
- Gremi da funtauna
- BE
- Funtauna actualisada
- 27.09.2026
- Registraziun actualisada
- 27.09.2026
- Emprim importà
- 14.08.2025
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- Bezahlt
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- DiscursGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNr. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- DiscursGrosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Motionärin. Danke vielmals, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, für die interessanten Voten, die grossmehrheitlich Wohlwollen zu diesem Vorstoss bekundet haben.
Ich möchte aber noch einmal betonen – das steht auch in unserem Vorstoss –, dass wir nicht ausschliesslich einfach eine neue Kommission fordern. Vielmehr soll es auch die Möglichkeit geben, eine Kommission zu erweitern oder Anpassungen des Auftrags vorzunehmen. Genau das war unser Antrag. Wir haben es also grundsätzlich offengelassen und nicht einfach gesagt: Wir brauchen jetzt einfach zusätzlich eine neue Kommission.
Dann komme ich auch noch zum Thema Fachwissen und auch ein wenig zur Kritik: Ich glaube, niemand von uns hier in diesem Saal, die oder der auch in einer Sachbereichskommission ist, ist super im Thema Bau oder super im Thema Sicherheit. Aber das baut man sich auf, dafür sind wir Parlamentarier, die längerfristig planen.
Gut, aber da grossmehrheitlich das Postulat und auch die Stossrichtung unterstützt werden und die Zukunft der IT und Digitalisierung uns unglaublich wichtig ist, danke ich Ihnen, wenn Sie das Postulat unterstützen und dafür alle das grüne Knöpfchen drücken. Danke.
- DiscursGrosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Motionärin, Fraktionssprecherin. Informatikgeschäfte und Digitalisierung haben in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Die Investitionen im Kanton Bern in diesem Bereich erreichen heute Grössenordnungen, die mit grösseren Infrastrukturprojekten vergleichbar sind. Zudem haben verschiedene Projekte gezeigt, wie anspruchsvoll die Steuerung geworden ist und welche Folgen Verzögerungen, Mehrkosten und Fehlentwicklungen haben können. Wenn wir heute ein Bauprojekt beraten, dann passiert das in einer ständigen Kommission. Wenn wir über Sicherheitsfragen diskutieren, dann gibt es eine Kommission, die sich mit diesem Bereich auseinandersetzt, und wenn wir über Gesundheit reden, haben wir auch dafür eine Kommission.
Bei der Informatik und der Digitalisierung ist das heute noch anders, obwohl diese Themen immer wichtiger werden, obwohl wir immer noch mehr Geld ausgeben und investieren und obwohl praktisch jede Direktion und jede Verwaltungseinheit davon betroffen ist.
Wir Motionärinnen und Motionäre stellen uns deshalb folgende Fragen: Wo baut das Parlament eigentlich das nötige Fachwissen auf? Wo sammeln wir Erfahrungen aus grossen IT-Projekten? Wo führen wir Diskussionen rund um Cybersecurity, künstliche Intelligenz oder digitale Verwaltung?
Heute passiert das in verschiedenen Kommissionen. Das ist nachvollziehbar, weil Informatik und Digitalisierung fast alle Bereiche betreffen. Aber gerade deshalb stellt sich doch die Frage, ob wir nicht einen Ort brauchen, wo diese Themen zusammenkommen. Es geht nicht darum, dass das Parlament IT-Projekte führt, es geht auch nicht darum, operative Verantwortung zu übernehmen. Es geht darum, dass das Parlament über eine längere Zeit Kompetenzen aufbauen kann, so wie wir es heute in anderen Politikbereichen schon längstens machen.
Die Antwort des Büros zeigt auf, dass dieser Gedanke nachvollziehbar ist. Das Büro anerkennt auch, dass eine stärkere Bündelung Vorteile haben kann. Es anerkennt auch, dass sich Fachwissen so besser aufbauen lässt. Die Frage ist somit weniger, ob wir etwas machen, sondern vielmehr, ob wir heute bereits weitergehen.
Das Büro empfiehlt, diesen Vorstoss nur als Postulat zu überweisen. Begründet wird das damit, dass zuerst geprüft werden soll, welche Auswirkungen eine stärkere Bündelung auf das bestehende Kommissionssystem hätte. Aber diese Begründung überzeugt uns Motionärinnen und Motionäre nicht ganz. Die Motion schreibt ja nicht vor, wie diese Lösung aussehen muss, sie verlangt weder eine neue Kommission noch ein fertiges Modell. Sie verlangt einzig, dass eine konkrete Lösung erarbeitet wird.
Das Büro des Grossen Rates hat sich schon viel Mühe gemacht und verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Informatik- und Digitalisierungsgeschäfte künftig konzentrierter behandelt werden könnten. Es beschreibt schon die Vor- und Nachteile der heutigen Situation und hält fest, dass eine stärkere Bündelung grundsätzlich sinnvoll wäre. Wenn wir hier in diesem Saal doch überzeugt sind, dass die Bedeutung von Informatik und Digitalisierung weiter zunimmt, dann sollte sich das auch in unserer parlamentarischen Organisation widerspiegeln.
Deshalb bitte ich Sie, dieser Forderung bereits heute als Motion zuzustimmen. Seien wir als Kanton Bern im Bereich Informatik und Digitalisierung doch ein fortschrittlicher Kanton!
Die GLP-Fraktion unterstützt das übrigens einstimmig und stimmt dieser Motion zu. Merci für die Aufmerksamkeit.
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserEine sichere GPT-Lösung für die Kantonsverwaltung und den Grossen RatNr. 2026.GRPARL.142
- InterpellationMitvorstösserin/Mitvorstösser
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserZügige Einführung der Individualbesteuerung im Kanton BernNr. 2026.GRPARL.137
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserBaubewilligungen im Blindflug? – Transparenz und Effizienz endlich sicherstellenNr. 2025.GRPARL.1512
- InterpellationMitvorstösserin/MitvorstösserTransparenz bei KI-gestützten Entscheiden der KantonsverwaltungNr. 2025.GRPARL.1520
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Maletgs(1)
- Versiun 101.01.2025 – 31.12.2199
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