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MA

Markus Aebi

Activ
Schweizerische VolksparteiSVP
Grosser RatEmmental

Mandat
Partida
Schweizerische VolksparteiFuntauna: SVP
Fracziun
SVP
Circul electoral
Emmental
Pagina dal parlament
Profil uffizial
Persunal
Schlattaina
Masculin
Naschì
1958
Professiun
eidg. dipl. Landwirt
Contact
Adressa
Hellsau
Referenzas & funtauna
Gremi da funtauna
BE
Funtauna actualisada
17.09.2026
Registraziun actualisada
18.09.2026
Emprim importà
14.08.2025
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Discurs(52)
  1. Discurs
    Grosser Rat
    Markus Aebi, Hellsau (SVP), Einzelsprecher. Ich glaube, Sie alle haben gut gegessen. Wenn ich in die Runde schaue, sind zufriedene Gesichter da. Wir wollen wieder einsteigen.

    Ich möchte zur Thematik digiFLUX Folgendes sagen: Heute Morgen hat sich gezeigt, dass die Debatte wieder darauf hinausläuft, dass man die Produktionsrichtungen gegeneinander ausspielt usw. Halten Sie den Ball doch flach. Es geht wirklich nur um die Aufzeichnung des Ganzen. Regina hatte recht, als sie gesagt hat, dass dies noch aus der Trinkwasserinitiative kommt. Das ist richtig, das hatte man damals so gesagt, aber man hatte damals auch gesagt, dass es eine einfache Variante sein muss. Es muss praktikabel sein und es muss sinnhaft sein. So, wie es jetzt dasteht, ist es das nicht.

    Deshalb macht die Standesinitiative von Ruedi Fischer absolut Sinn. Es ist ein Instrument, das wichtig ist, mit dem wir Botschaften abgeben können. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich war letzten Herbst in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates. Es ging um den Zuckerbeschluss. Dabei haben mich Ständeräte gefragt: «Ja, wie oft pro Jahr können Sie Zuckerrüben ernten?», usw. «Wann sät man diese?» Die Leute haben zum Teil keine Ahnung und sind dankbar, wenn wir vom grössten Agrarkanton mit gewissen Signalen ins Bundesparlament hineingehen. Das sind für sie wertvolle Hinweise, die für die Meinungsbildung manchmal eben auch wichtig sind.

    Deshalb bitte ich Sie, all die Auswüchse, die man einander mit Produktionsrichtungen hin und her vorwirft ... – Das bringt nichts. Wir haben in der Landwirtschaft digitale Aufzeichnungsmittel, die wir heute brauchen. Neben diesen sollte man jetzt mit digiFLUX noch ein zweites System haben. Deshalb macht das absolut Sinn, denke ich. Alle Produkte, die Sie heute an irgendeinem Ort holen, sind aufgezeichnet, bis auf die Parzelle genau.

    Deshalb: Gehen Sie dies doch entspannt an. Lassen Sie dies durch und dann, glaube ich, kommt es am Schluss gut – nicht, dass man die ganze Branche beübt mit Dingen, die nicht nötig sind. Merci.

  2. Discurs
    Grosser Rat
    Markus Aebi, Hellsau (SVP), Einzelsprecher. Es ist selten, dass man das Schlusswort hat. Ich vermute, ich habe es nun heute Abend.

    Wenn Sie die Artikel anschauen und an das Votum denken, das der Herr Regierungsrat gehalten hat, müssen Sie doch einfach feststellen ... Er hat immer betont: «Sie hier in diesem Saal haben das letzte Wort und Sie entscheiden.» Die Politik kann nicht wirtschaftlich entscheiden, nie. Das hat sie noch gar nie gemacht. Wenn wir hier im Rat über Innovation reden und hier im Rat über Innovation entscheiden, kann ich Ihnen sagen: Das kommt nicht gut.

    Jetzt haben wir das Dogma der Grünen. Das wird wieder viel Innovation einschränken usw. Ich empfehle Ihnen einfach, alle diese Artikel abzulehnen, sodass wir möglichst schlank durch diese Gesetzgebung kommen, wenn wir sie so machen müssen. Merci und einen schönen Abend.

  3. Discurs
    Grosser Rat
    Markus Aebi, Hellsau (SVP), Einzelsprecher. Ich erlaube mir, als Bauer ein paar Dinge dazu zu sagen. Wenn ich Tanja Bauer zugehört habe, muss ich sagen: Sind Sie sicher, dass diese Dinge aufgrund des IFG passiert sind? Wären sie sonst nicht passiert? Daniel Arn möchte ich fragen: Wenn du hier im Rat solch innovative Projekte beurteilst – sind wir überhaupt in der Lage dazu? Du kannst im Rat Stellung nehmen, ja, aber die Beurteilung von komplexen Innovationsförderungen ist dir nicht möglich.

    Sehr verehrte Damen und Herren, wir haben von Start-ups gesprochen, wir haben von Entwicklungen gesprochen. Stellen Sie sich das einmal vor: Dann müssen Sie hier im Rat auch Geld verlieren können. Dazu müssen Sie dann bereit sein, denn nur ein kleiner Teil dieser Start-ups wird wirklich den Schritt in die Wirtschaftlichkeit schaffen. Ich habe gewisse Erfahrungen damit, ich habe ein solches Start-up gegründet. Wenn Sie Geld wollen, dann müssen Sie einen Juristen haben, der Ihnen die Formulare und all das Zeug ausfüllt, bis Sie nur zu einem Franken kommen. Dass man das staatlich verordnen kann ... Sie müssen eine gute Geschäftsidee haben, und diese entsteht nicht in einer staatlich verordneten Innovation.

    Deshalb möchte ich Sie bitten, nicht einzutreten. Es bringt überhaupt nichts, ausser Geld auszugeben.

    Jetzt komme ich noch zu einem anderen wichtigen Punkt – Sitem-Insel: Wir haben sehr, sehr viel Geld in diesen Betrieb investiert. Haben Sie sich einmal gefragt, was der wirtschaftliche Output von Sitem-Insel war und welches Start-up den Weg in einen wirtschaftlich florierenden Betrieb gefunden hat? Diese Fragen hat man hier im Saal noch nie beantwortet. Aber wir sind bereit, Geld auszugeben für Innovationen, weil es gut tönt.

    Ich bin mit Daniel Arn absolut nicht einverstanden, denn wir können das hier im Rat nicht beurteilen. Die Wirtschaft wird dies machen. Burgdorf, Simon Michel: Er wird sich nicht fragen, wie viele Fränkli man mit einem riesigen Aufwand beim Kanton abholen kann. Ihm sind die Standortvorteile wichtig. Er will einen Bauplatz, den er rasch bebauen und auf dem er seine Fabrik aufstellen kann. Deshalb hat er nämlich auch in den Kanton Solothurn gewechselt: weil es dort drüben einfach viel schneller ging und der bürokratische Aufwand kleiner war. Deshalb möchte ich Sie bitten, hier nicht einzutreten. Merci.

  4. Discurs
    Grosser Rat
    Markus Aebi, Hellsau (SVP), Motionär. Herzlichen Dank für die Diskussion. Es gibt in diesem Saal zum Teil unterschiedliche Meinungen. Den Bauern geht es darum, dass die Entwässerungen funktionieren. Es geht nicht darum, Geld beim Kanton abzuholen. Ich möchte das ganz klar betonen, bei allen Punkten.

    Zu Punkt 1: Ich werde nicht abschreiben, denn dieses Problem ist nicht gelöst. Bei jeder Renaturierung, die Sie bei öffentlichen Gewässern machen, kommt ganz genau das hervor, ganz genau diese Problematik zwischen Naturschutz und Renaturierung, aber auch den Interessen der Landwirtschaft. Ich möchte Ihnen einfach sagen: Die Interessen der Lebensmittelproduktion müssen doch denselben Stellenwert erhalten wie die Renaturierung. Wenn wir das nicht fertigbringen, haben wir nicht begriffen, worum es geht.

    Deshalb werde ich auch nicht wandeln, denn eine Wandlung bringt nichts. Geschätzte Anwesende, zur Problematik dieser Ausläufe: Es geht nur darum, dass das Wasser aus den Drainagen, aus diesen Vorflutern in den Bach hinauslaufen kann. Was wollen Sie da prüfen? Was wollen Sie prüfen? Da müssen Sie doch einfach sagen: Jawohl, das machen wir, das ist ein Problem, wir handeln. In diesem Sinn werde ich an der Motion festhalten. Merci, dass Sie mithelfen, hier etwas für die Landwirtschaft, die Fruchtfolge und die Lebensmittelproduktion zu tun. Merci.

  5. Discurs
    Grosser Rat
    Markus Aebi, Hellsau (SVP), Motionär. Ich muss vielleicht etwas ausholen, weil viele Leute nicht genau wissen, was ein Vorfluter ist und wie das ganz genau funktioniert. Das meiste Fruchtfolgeland im Kanton Bern ist entwässert, mit Drainagen durchzogen, damit es fruchtbar wird und nicht durchnässt ist. Diese Drainagen laufen in sogenannte Vorfluter, und die Vorfluter wiederum laufen in öffentliche Gewässer.

    Mit der Wasserbaurevision, die vor zwei, drei Jahren stattgefunden hat, hat man die ganze Vorfluter-Geschichte und diese Verantwortlichkeiten aus dem Wasserbaugesetz (WBG) herausgenommen. Wir wollen sie eigentlich wieder drin haben. Denn mit der Renaturierung und Revitalisierung der Gewässer und Gewässerräume ist es so, dass Gewässer Geschiebe mitbringen, Sand mitbringen und so weiter und die Einläufe verstopfen. Auch die Stauden und alles, was in den Gewässerräumen wächst, führen dazu, dass die Entwässerungen nicht mehr stattfinden. Das wiederum gibt Rückstauungen in den ganzen Drainage-Systemen und führt zu einer Vernässung einzelner Parzellen.

    Das hat ein Ausmass angenommen, das aus meiner Optik problematisch wird. Ich kann Ihnen ein Beispiel nennen. Gerade im Raum Seeland hat es viele solche Flächen, von wo das Wasser nicht mehr abläuft. Dann sieht man einen See. Das hat nichts mit Verdichtungen zu tun, sondern das geschieht, weil die Drainage nicht mehr läuft, und wenn die Drainage nicht mehr läuft, können Sie auf diesen Parzellen nichts mehr anbauen. Dann hat der Bauer auch einen Verlust an Wertschöpfung, weil er die Kulturen nicht verkaufen kann. Aber gleichzeitig kommt hinzu, dass der Bund sagt, eine Fläche, die nicht bebaut wird, ist auch nicht direktzahlungsrelevant. Das heisst also, der Bauer ist mit dieser Geschichte eigentlich doppelt gestraft.

    Was wir wollen, ist, dass die Verantwortlichkeiten wieder klar geregelt werden, dass der Bau dieser Gewässerräume so gestaltet wird, dass die Einläufe sichergestellt sind, dass auch der Unterhalt gemäss Ziff. 3 sichergestellt ist und dass jemand zu diesem Zeug schaut. Das sind eigentlich die wesentlichen Punkte dieser Motion.

    Dem haben wir in der parlamentarischen Gruppe Landwirtschaft einstimmig zugestimmt. Ich bitte Sie, dieser Motion zuzustimmen. Ich höre nun der Diskussion zu. Aber im Moment sehe ich keinen Grund, zu wandeln. Denn das Problem ist wirklich aktuell und nimmt in der Dramatik eigentlich zu. Merci für die Aufmerksamkeit.

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