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BS

Barbara Stotzer-Wyss

Activ
Evangelische VolksparteiEVP
Grosser RatBiel-Seeland

Mandat
Partida
Evangelische VolksparteiFuntauna: EVP
Fracziun
EVP
Circul electoral
Biel-Seeland
Pagina dal parlament
Profil uffizial
Persunal
Schlattaina
Feminin
Naschì
1975
Professiun
Schulleiterin
Lingua
lang_d
Contact
Adressa
Büren an der Aare
Referenzas & funtauna
Gremi da funtauna
BE
Funtauna actualisada
29.08.2026
Registraziun actualisada
30.08.2026
Emprim importà
14.08.2025
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    Grosser Rat
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Discurs(129)
  1. Discurs
    Grosser Rat
    Barbara Stotzer-Wyss, Büren an der Aare (EVP), Fraktionssprecherin. Die EVP-Fraktion wird diese Motion ablehnen, nicht weil wir etwas gegen Tourismus hätten, ganz im Gegenteil. Viele Regionen im Kanton Bern leben vom Tourismus und sollen sich weiterentwickeln können, falls dies nicht gerade im Overtourismus endet. Aber dafür, dass sich die Tourismusorte im Kanton Bern weiterentwickeln können, braucht es diese Motion nicht. Schon heute können jene Gemeinden, die das Bedürfnis haben, als Tourismusgemeinde anerkannt zu werden, ein Gesuch stellen und diesen Weg beschreiten – dieses Instrument gibt es ja schon. Es braucht also jetzt keine Überprüfung von Hunderten von Gemeinden, die noch nicht als Tourismusorte deklariert sind. Erst wenn das Bedürfnis dazu besteht, sollen sich die Gemeinden melden.

    Ein Punkt ist der EVP-Fraktion aufgefallen: Es geht bei den Tourismusorten vor allem auch darum, dass man längere Öffnungszeiten, Ladenöffnungszeiten, einführen kann. Da sind wir natürlich eher zurückhaltend; der Sonntag wie auch die Randzeiten am Abend sollen etwas Besonderes bleiben und die Ladenöffnungszeiten nicht einfach grundsätzlich verlängert werden, damit Mitarbeitende im Detailhandel auch ein Recht auf Freizeit haben und mit Familie und Freunden Zeit am Sonntag oder am Abend verbringen können. Das soll nur dort umgesetzt werden, wo Tourismusorte wirklich frequentiert sind und es angebracht ist, dass die Restaurants länger offen haben oder man länger einkaufen kann, aber an diesem Punkt sind wir sonst grundsätzlich zurückhaltend.

    Aus diesem Grund sehen wir keinen Nutzen in diesem Vorstoss und werden diese Motion ablehnen.

  2. Discurs
    Grosser Rat
    Barbara Stotzer-Wyss, Büren an der Aare (EVP), Fraktionssprecherin. Bezahlbarer Wohnraum sollte kein Luxus sein, er gehört zu einer funktionierenden Gemeinde. Wenn junge Familien, Pflegefachpersonal, Lehrpersonen oder Mitarbeitende im Gastgewerbe keine Wohnung mehr finden, dann wird aus einem Wohnungsproblem irgendwann ein Problem für eine ganze Region. Die diesbezügliche Situation ist aber im Kanton Bern sehr unterschiedlich, es braucht deshalb keine Lösung nach dem Giesskannenprinzip, aber dort, wo der Schuh drückt, soll der Kanton die Gemeinden unterstützen.

    Gerade in den Tourismusregionen – wir haben es von meinem Vorredner gehört – sehen wir, dass es immer schwieriger wird, Wohnungen für Einheimische, für Angestellte zu finden, und es nützt dem schönsten Hotel wenig, wenn das Personal eine Stunde anreisen muss, um dort zu arbeiten, weil es vor Ort keine Wohnung mehr findet, die man zahlen kann. Es nützt einer Gemeinde auch wenig, wenn zwar neue Wohnungen gebaut werden, aber diese nachher als Ferienwohnungen oder für Kurzzeitvermietungen gebraucht werden und die Fenster den grössten Teil des Jahres geschlossen sind.

    Die Motion verlangt aus Sicht der EVP keine grossen Förderprogramme, es geht vielmehr darum, dass der Kanton dort unterstützt, wo die Gemeinden vielleicht an ihre Grenzen kommen. So könnte der Kanton die Gemeinden bei der Erarbeitung von Wohnraumstrategien unterstützen; nicht jede Gemeinde hat das Wissen und die Ressourcen dafür. Er könnte gute Beispiele sammeln und den Erfahrungsaustausch fördern.

    Ein weiterer Hebel sind die Planungs- und Bewilligungsverfahren. Hier ist jede Beschleunigung, wenn sie im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen liegt, willkommen. Der Kanton könnte auch prüfen, ob vielleicht leerstehende Gebäude, die im kantonalen Eigentum sind, für Wohnraum umgenutzt werden könnten, und er könnte die Gemeinden unterstützen, wenn sie Land im Baurecht abgeben oder mit Wohnbaugenossenschaften zusammenarbeiten wollen.

    Natürlich gibt es bei der Ortsplanungsrevision sicher auch Möglichkeiten, dass man noch genauer unter die Lupe nimmt, ob in einer Gemeinde, die eine Ortsplanungsrevision abgibt, wirklich auch genügend bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist. Uns ist aber wichtig, dass die Entscheide möglichst nahe bei den Gemeinden bleiben. Was in Grindelwald oder Gstaad sinnvoll ist, muss im Seeland nicht auch richtig sein; die Gemeinden kennen ihre Situation am besten. Aber in Anbetracht der aktuellen Wohnungssituation ist es wichtig, dass der Kanton hier seine Verantwortung wahrnimmt.

    Die EVP-Fraktion wird deshalb beide Ziffern unterstützen.

  3. Discurs
    Grosser Rat
    Barbara Stotzer-Wyss, Büren an der Aare (EVP), Mitmotionärin, Fraktionssprecherin. Die EVP-Fraktion unterstützt diesen Vorstoss. Verschiedene Arten von Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft des Kantons Bern. Sie engagieren sich in Bereichen wie Bildung, Kultur, Soziales, Gesundheit, Umwelt und stossen auch Innovationen an. Damit ergänzen sie wichtige staatliche und private Angebote mit wertvollen Impulsen. Die EVP-Fraktion begrüsst es deshalb, wenn der Kanton Bern seine Position als Stiftungsstandort, insbesondere für Förderstiftungen, analysiert und, wenn das nachher möglich ist, auch weiterentwickelt.

    Für die EVP-Fraktion ist es wichtig, dass wir eine bessere Übersicht haben, in welchen Bereichen die Stiftungen im Kanton Bern tätig sind und wo der Kanton vielleicht besonders von diesem Engagement profitieren kann. Der Benchmark mit anderen Kantonen ist deshalb wichtig. Ob dieser Benchmark jetzt durch die Verwaltung selbst gemacht wird oder ob dies extern gemacht wird, ist für uns zweitrangig. Entscheidend für uns ist, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind und auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, die nachher dem Kanton in Bezug auf die Förderstiftungen etwas nützen.

    Der Kanton Bern soll ein attraktiver Standort für Stiftungen sein. Dazu gehören gute Rahmenbedingungen, Rechtssicherheit und effiziente Prozesse. In diesem Zusammenhang sehen wir auch noch ein bisschen Potenzial bei der Stiftungsaufsicht. Dort wären kürzere Wartezeiten und schlankere Verfahren sicher hilfreich, damit sich die Stiftungen im Kanton Bern wohlfühlen und ihre Projekte auch rasch umsetzen können.

    Gleichzeitig ist der EVP-Fraktion bei diesem ganzen Thema noch ein anderer Punkt wichtig: Stiftungen sollen staatliche Aufgaben ergänzen, bereichern und vielleicht eben neue Lösungen anstossen; das darf aber nicht dazu führen, dass der Staat sich aus seiner Verantwortung zurückzieht. Dort, wo der Kanton einen gesetzlichen Auftrag hat, muss er diesen weiterhin wahrnehmen. Stiftungen sollen einfach eine wertvolle Ergänzung sein und kein Ersatz für staatliches Handeln.

    Gerade deshalb lohnt es sich aber, das Potenzial des Stiftungsstandorts Bern genauer anzuschauen und gezielt weiterzuentwickeln. Wir werden diesen Vorstoss unterstützen.

  4. Discurs
  5. Discurs
Contribuziuns(46)
Commembranzas(4)

Maletgs(1)

  • Versiun 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

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