Sursiglir al cuntegn principal
AV

Anette Vogt

Activ
Sozialdemokratische ParteiSP-JUSO
Grosser RatEmmental

Mandat
Partida
Sozialdemokratische ParteiFuntauna: SP
Fracziun
SP-JUSO
Circul electoral
Emmental
Pagina dal parlament
Profil uffizial
Persunal
Schlattaina
Feminin
Naschì
1978
Professiun
Migrationsfachfrau, Lehrerin
Lingua
lang_d
Contact
Adressa
Burgdorf
Referenzas & funtauna
Gremi da funtauna
BE
Funtauna actualisada
17.09.2026
Registraziun actualisada
18.09.2026
Emprim importà
25.06.2026
Cumportament da votar(11870)
  1. Ja
    Votaziun senza titel
    Grosser Rat
  2. Ja
    Votaziun senza titel
    Grosser Rat
  3. Nein
    Votaziun senza titel
    Grosser Rat
  4. Nein
    Votaziun senza titel
    Grosser Rat
  5. Nein
    Votaziun senza titel
    Grosser Rat
Colliaziuns d'interess(6)
Cartas d'access

Naginas cartas d'access emessas.

Discurs(4)
  1. Discurs
  2. Discurs
    Grosser Rat
    Anette Vogt, Burgdorf (SP), Fraktionssprecherin. Leider können wir das Problem der hohen Ozonwerte nicht mit einem einzigen Knopfdruck lösen. So einfach ist es nicht. Ozon wird nicht direkt ausgestossen, es entsteht unter Sonneneinstrahlung aus Vorläuferschadstoffen wie Stickoxid und flüchtigen organischen Verbindungen. Es hängt vom Wetter ab, von lokalen Emissionen, von regionalen und internationalen Entwicklungen; Sie konnten das lesen.

    Genau deshalb dürfen wir nicht so tun, als sei Nichtstun eine gute Idee. Hohe Ozonwerte sind kein abstraktes Umweltproblem. Sie betreffen die Gesundheit von Menschen. Wer an einem heissen Sommertag schlecht Luft bekommt, braucht keine Grundsatzdebatte darüber, ob Ozon ein sekundärer Schadstoff ist. Diese Person braucht Schutz, Information und wirksame Massnahmen.

    Der Regierungsrat anerkennt die Gesundheitsrisiken. Er schreibt, dass es in sonnigen, windstillen Sommerperioden regelmässig zu Grenzüberschreitungen kommt. Leider haben wir dazu keine genauen Zahlen erhalten. Sind das ein paar Tage pro Saison oder ist das ein Dauerzustand im Sommer?

    Diese Motion erfindet nicht ein Problem; das Problem ist da. Der Regierungsrat lehnt die Motion vor allem mit dem Argument ab, kurzfristige Eingriffe hätten nur eine begrenzte Wirkung. Natürlich ersetzen kurzfristige Massnahmen keine langfristige Luftreinhaltepolitik; niemand behauptet das. Dauerhaft tiefere Ozonwerte erreichen wir nur, wenn die Vorläuferemissionen im Verkehr, in der Industrie und im Gewerbe, bei Lösungsmitteln, bei Energie und Mobilität dauerhaft sinken. Aber «begrenzte Wirkung» heisst nicht «keine Wirkung», und eine begrenzte Wirkung heisst auch nicht, dass der Kanton in akuten Belastungslagen keinen vorbereiteten Plan braucht. Gerade in Hitzesommern, die mit dem Klimawandel häufiger und intensiver werden, müssen wir wissen, wann informiert wird, wann gewarnt wird, welche Massnahmen rechtlich möglich sind, welche Ausnahmen es braucht, wie der öffentliche Verkehr gestärkt wird, wie Menschen erreicht werden, die besonders gefährdet sind.

    Die Motion verlangt genau das: Auslösekriterien, Sofortmassnahmen, Begleitmassnahmen, Information, Monitoring. Sie verlangt nicht Chaos, sie verlangt eine Regelung. Dabei ist uns wichtig, dass eine solche Regelung sozial ausgestaltet sein muss. Wer auf das Auto angewiesen ist, darf nicht einfach pauschal bestraft werden. Die Motion sieht Ausnahmen vor. Das ist richtig. Ebenso ist es richtig, dass der Umstieg auf ÖV, Fuss- und Veloverkehr nicht nur gefordert, sondern ermöglicht werden muss. Die SP sagt seit Langem, eine ökologische Verkehrspolitik funktioniere nur, wenn sie sozial ist. Menschen steigen nicht um, weil wir ihnen das in einer Medienmitteilung empfehlen; sie steigen um, wenn Alternativen zuverlässig, bezahlbar und praktisch sind. Deshalb passt diese Motion zu einer breiteren Politik: mehr ÖV, bessere Anschlüsse, sichere Velowege, gute Fusswege, Mobilitätsstrategie, Elektrifizierung, Verkehrsminderung dort, wo es möglich ist. Kurzfristige Massnahmen an Ozontagen sind kein Ersatz dafür. Sie sind ein zusätzlicher Baustein.

    Zum Einwand der Zuständigkeit: Ja, bei den Nationalstrassen liegt vieles beim Bund, aber auch das ist kein Grund, den kantonalen Handlungsspielraum nicht zu klären, im Gegenteil: Der Regierungsrat soll aufzeigen, was der Kanton selber regeln kann, wo er mit den Gemeinden handeln kann und wo er mit dem Bund koordinieren muss. Eine gute Vorlage wird genau diese Grenzen sauber ziehen.

    Wir wollen keine Symbolpolitik, aber wir wollen auch keine Verwaltungspolitik, die ein reales Gesundheitsproblem in bestehende Konzepte auslagert. Die Bevölkerung erwartet zu Recht, dass der Kanton bei akuten Belastungslagen vorbereitet ist, nicht erst dann, wenn die Werte hoch sind, nicht erst dann, wenn die nächste Hitzewelle da ist, sondern vorher.

    Die SP-JUSO-Fraktion stimmt dieser Motion deshalb zu. Saubere Luft ist keine Nebensache, sie ist Gesundheitspolitik, sie ist Umweltpolitik und sie ist soziale Politik. Ich bitte Sie, dieser Motion auch zuzustimmen. Merci.

  3. Discurs
  4. Discurs
Contribuziuns(1)
Commembranzas(3)

Maletgs(1)

  • Versiun 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0