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MD

Madeleine Deckert

Activ
FDP.Die LiberalenFDP
Grosser RatBiel-Seeland

Mandat
Partida
FDP.Die LiberalenFuntauna: FDP
Fracziun
FDP
Circul electoral
Biel-Seeland
Pagina dal parlament
Profil uffizial
Persunal
Schlattaina
Feminin
Naschì
1967
Professiun
Gemeindepräsidentin
Contact
Adressa
Evilard
Referenzas & funtauna
Gremi da funtauna
BE
Funtauna actualisada
05.09.2026
Registraziun actualisada
06.09.2026
Emprim importà
18.11.2025
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    Grosser Rat
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Discurs(7)
  1. Discurs
    Grosser Rat
    Madeleine Deckert, Evilard (FDP), Fraktionssprecherin. Die amtliche Vermessung ist eine Aufgabe, die zum täglichen Geschäft in den Gemeinden gehört. Das ist ein Fachbereich, der viel Expertise verlangt, und eine gute Zusammenarbeit mit dem Geometerbüro ist das A und O und hat natürlich auch sehr viel mit Vertrauen zu tun. Sich zu kennen, hilft. Und das kommt ja nicht von einem Tag auf den anderen. (Die Präsidentin bittet um Ruhe im Saal. / La présidente réclame le silence dans l’assemblée.) Merci. Eine gute Zusammenarbeit schafft nämlich Möglichkeiten, die weiter gehen, als wenn nur das gemacht wird, was man gemäss dem Vertrag machen muss. Sie schafft Mitdenker, und das ist auch nötig, denn das Geometerbüro spielt eine ganz wichtige Rolle bei der raumplanerischen Entwicklung der Gemeinden. C’est vraiment important de pouvoir faire confiance à son bureau de géomètres parce qu’il joue un rôle important dans le développement des communes.

    Die Gemeinden müssen sich also auf ihr Büro verlassen können, und sie sind sich sehr wohl der Qualität bewusst und dessen, ob sie von diesem Büro oder mit diesem Büro zusammen profitieren. Notabene kostet das Ganze ja auch Geld, und das nicht zu wenig. Keine Gemeinde wird bei einem Büro bleiben, das das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht erfüllt, und es kann nicht sein, dass hier die Gemeinden im Gegensatz z. B. zu den Städten Biel oder Bern verpflichtet sind, alle acht Jahre zwingend wieder auszuschreiben, ohne die Möglichkeit auf Verlängerung zu haben. Die Gemeinden, die mit dem Büro zufrieden sind, sollen den Vertrag ohne Ausschreibung und ohne grossen bürokratischen Aufwand und Kosten – es kostet ja auch immer etwas – für jeweils weitere vier Jahre verlängern können.

    Die Motion verlangt dazu ja auch noch, dass ein transparentes Leistungsbewertungssystem eingeführt wird. Also, es ist ja nicht ohne Kontrolle. Zusätzlich, und das scheint mir eben auch noch wichtig, soll es mit dieser Motion möglich werden, dass die Gemeinden den Vertrag auch auflösen können, wenn sie mit der Leistung nicht zufrieden sind. Si les communes ne sont pas d’accord avec ce qu’elles reçoivent du bureau, elles pourront annuler le contrat. Et ça, c’est aujourd’hui très difficile à faire. Das ist heute wirklich nur mit grossen Hürden und Beweisen möglich.

    Mit dieser Motion wird nicht nur eine Ungleichbehandlung zwischen den Städten und den Gemeinden aufgehoben und der administrative Aufwand verringert, sondern auch dafür gesorgt, dass insbesondere bei länger dauernden Projekten – es ist oft der Fall, dass Projekte über Jahre dauern – eine gute Qualität und Kontinuität sichergestellt sind. C’est vraiment important aussi pour des projets à plus long terme qu’on puisse continuer avec une qualité dont on peut se fier. Die FDP-Fraktion wird diese Motion unterstützen. Danke vielmals.

  2. Discurs
    Grosser Rat
    Madeleine Deckert, Evilard (FDP), Fraktionssprecherin. Die FDP-Fraktion anerkennt, wie auch der Regierungsrat, dass trotz des Verzichts auf die Revision des NSchG Handlungsbedarf besteht. Der Verzicht ändert schliesslich nichts daran, dass der Kanton Bern zur Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben verpflichtet ist. Allerdings ist der Kanton Bern bereits heute daran, gezielte Massnahmen zu ergreifen und die zuständige Fachstelle evaluiert auch bereits weitere Möglichkeiten im Rahmen der heutigen Gesetzgebung.

    Der Kanton Bern hat als Eigentümer und Bauherr eine Vorbildfunktion. Das beinhaltet nebst der Biodiversität viele andere Themen wie die Anpassung an den Klimawandel oder die Energieeffizienz bis hin zu architektonischen Themen oder die Barrierefreiheit. All diese Themen, aber auch der bewilligte finanzielle Rahmen, müssen berücksichtigt werden. Schon heute leisten Bund und Kanton einen wirkungsvollen Beitrag zur Sensibilisierung von Gemeinden, Grundbesitzern und der Bevölkerung.

    Man darf sagen, dass daneben auch die Gemeinden einen wichtigen und direkten Beitrag zur Sensibilisierung ihrer Einwohnerinnen und Einwohner leisten. Bei uns läuft das z. B. über das Infoblatt. Es sind eben ganz viele verschiedene Themen. Wir bekamen sogar schon die Bemerkung, wo es hiess: «Jetzt müssen Sie wieder einmal etwas anderes als die Biodiversität hineinnehmen.» Die Informationsübersicht auf kantonaler Ebene noch weiter auszudehnen, übersteigt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen.

    Aus all diesen Gründen lehnt die Mehrheit der FDP-Fraktion die Motion ab. Dem Punkt 1 ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.) ..., sollte er in ein Postulat gewandelt werden, werden sich einige anschliessen.

  3. Discurs
    Grosser Rat
    Madeleine Deckert, Evilard (FDP), Fraktionssprecherin. Die Meinung der FDP-Fraktion deckt sich mit jener des Regierungsrates: Weiterbildung, ganz besonders für bildungsbenachteiligte Personen oder Wiedereinsteigerinnen, Wiedereinsteiger oder Umsteiger, ist extrem wichtig. Allerdings steht ja mit der Angebotsförderung im Kanton Bern schon ein wirksames Instrument für die Weiterbildung zur Verfügung, das bereits gesetzlich verankert ist. Das bestehende System richtet sich an die gleiche Zielgruppe, welche die Motionäre ansprechen. Die gleiche Zielgruppe ist ja auch jene Gruppe, die in die Kategorie mit den höchsten Beiträgen fällt, die bis zu maximal 80 Prozent der Kurskurskosten decken.

    Es ist begrüssenswert, dass im Kanton Luzern die Nachfrage seit der Einführung des Gutscheinsystems im Jahr 2020 stetig zugenommen hat. Allerdings können hier maximal zwei Gutscheine à 500 Franken pro Jahr bezogen werden. Das bestehende Angebot im Kanton Bern geht weiter, ist zeitlich nicht beschränkt, und die Teilnehmer können dadurch deutlich mehr profitieren. Das geförderte Programm umfasst eine breite Palette von Angeboten: von Lesen und Schreiben bis zu Informations- und Kommunikationstechnologien, Alltagsmathematik oder dem nachholen von Berufsabschlüssen. Die Kosten sind durch die Angebotsförderung planbar, was beim Gutscheinsystem nicht verlässlich der Fall ist.

    Die FDP-Fraktion ist der Meinung, dass die Vorteile des gültigen Systems – von dem, was im Moment der Fall ist, – klar überwiegen, dass es zielführender ist, und wird die Motion auch als Postulat ablehnen.

  4. Discurs
    Grosser Rat
    Madeleine Deckert, Evilard (FDP), Einzelsprecherin. Ich habe mich vorhin halt auch ein bisschen angesprochen gefühlt. Ich weiss, es ist einfach für mich, zu sagen, die Zweisprachigkeit sei top, denn wir leben sie ja jeden Tag bei uns. C’est comme ça et c’est une normalité. Aber ich habe auch ein grosses Verständnis dafür, dass es Angst machen kann oder dass man vielleicht auch Befürchtungen hat, wenn man weiter weg von diesem Sprachbad ist, um es so zu sagen.

    Aber es ist doch so: Sprachen sind das Tor zur Welt. Wir öffnen unseren Kindern wirklich ein Tor, das man nachher ein Leben lang hat. Und es ist auch bewiesen, dass man, wenn man mit dieser Sprache früh konfrontiert wird, einfach lernt, anders damit umzugehen. Es fördert auch die Toleranz, und man hat ein offenes Ohr. Es geht weit über die Sprache hinaus.

    Ce sujet comporte aussi une dimension culturelle et notre canton, en tant que canton pont, a un rôle au niveau national. On peut donner des signes, en tant que canton de Berne, qui vont beaucoup plus loin – et ça concerne justement beaucoup d’autres choses qui se passent ein bisschen mehr im Osten des Landes, wo man sogar das Frühfranzösisch – hier soll das ja anscheinend auch der Fall werden – abschaffen möchte.

    Also, es ist wirklich etwas, das wir den jungen Leuten mitgeben können, etwas, das sie das Leben lang haben. Und es wird auch einfacher, weitere Sprachen zu lernen. Chez nous haben wir beide Sprachen unter einem Dach. Wir machen Austausch unter den Schülern. Wir hatten einen bilingualen Kindergarten, den wir nicht mehr weiterführen konnten, weil die Lehrpläne bis in den Kindergarten hinunterreichten. Wir mussten ihn schliessen – ein Pilotprojekt. Wenn das verankert wird, dann ist das einfach auch eine grössere Normalität, und man traut sich als Gemeinde auch mehr und kann Hilfe holen und schauen, dass wir diesbezüglich auch ein bisschen vorwärtsmachen können.

    Es ist wirklich eine tolle Sache. Wir leben es jeden Tag, und ich wünsche es allen Kindern, dass sie das ein bisschen mehr leben können. Merci vielmals, merci beaucoup.

  5. Discurs
    Grosser Rat
    Madeleine Deckert, Evilard (FDP), Einzelsprecherin. Ich weiss, die Meinungen gehen auseinander. Wir sind der Meinung, es sei der falsche Ansatz, der Bildung eine Sonderstellung zu geben. Das gehört nicht in die Verfassung.

    Aber warum ich eigentlich nach vorne gekommen bin, was mir eigentlich am Herzen liegt: Man könnte wirklich meinen, wir machten einen schlechten Job. On pourrait vraiment croire qu’on travaille mal. On a l’un des meilleurs systèmes du monde en formation. Wir haben eines der besten Bildungssysteme der Welt, und man hat jetzt fast ein bisschen das Gefühl, die Gemeinden und der Kanton würden eigentlich nichts dafür machen.

    Also, als Gemeindepräsidentin, die schon seit ziemlich lange dabei ist – ich habe 2007 mit Bildung und Kultur angefangen –, kann ich Ihnen sagen: Es ist noch niemals etwas abgelehnt worden, was die Bildung betrifft. Il n’y avait jamais un refus en ce qui concerne la formation. Elle est vraiment importante pour les communes et pour le canton. Und wenn ich höre, dass man nach den Wahlen bei der Bildung als Erstes sparen würde: je trouve que c’est un peu ridicule – parce que normalement les économies concernent la culture. Da können wir wirklich ehrlich sein: Normalerweise spart man bei der Kultur und nicht bei der Bildung – alle Gemeinden, die schon Sparübungen gemacht haben –, und bei den Strassen kann man jeweils auch noch ein bisschen etwas verschieben.

    Ich glaube, hier gehört eigentlich denjenigen ein Kränzchen gewunden, die wirklich heute schon einen super Job machen. Wir können hinter unseren Lehrerinnen und Lehrern stehen, hinter dem System auch in den Gemeinden, hinter den Gemeinderäten, die sich für die Bildung einsetzen. Ich glaube nicht, dass dies in der Verfassung verankert werden muss. Bildung ist ein sehr hohes Gut. C’est vraiment important pour nous et je pense qu’on en a tous conscience. Merci.

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