Hohe Raumtemperaturen in Klassenzimmern
(KA 30447)- Tip
- Kleine Anfragen
- Parlament
- Liechtenstein
- Numer
- KA 30447
- Cumenzament
- 02-09-2026
- Funtauna uffiziala
- Profil uffizial
- ID externa
- 30447
- Beantwortet
- Eingereicht
- Antwort vom 04. September 20264 da settember 2026
zu Frage 1:
Eine systematische Erfassung der Raumtemperaturen an den verschiedenen Schulstandorten erfolgt derzeit nicht. Die Stabsstelle für staatliche Liegenschaften baut jedoch aktuell ein Energiemonitoring auf, mit welchem künftig verschiedene gebäuderelevante Messwerte erfasst und ausgewertet werden können. Dadurch wird es künftig möglich sein, auch fundiertere Aussagen zur thermischen Situation in den einzelnen Gebäuden zu treffen.
zu Frage 2:
Für Raumtemperaturen bestehen allgemeine Vorgaben und Normen, jedoch keine spezifischen gesetzlichen Höchstwerte für Schulzimmer. Massgeblich sind insbesondere die Anforderungen der Norm SIA 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden». Schulgebäude sind nach den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Normen zu planen und zu erstellen.
zu Frage 3:
Das Thema des Hitzeschutzes ist in diesem “Rekordsommer” besonders aufgekommen. Der Regierung ist es wichtig, für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer optimale Lern- bzw. Arbeitsbedingungen zu schaffen. Aus diesem Grund wurde die Stabsstelle für staatliche Liegenschaften beauftragt, die Bestandsbauten zu überprüfen und den entsprechenden Handlungsbedarf zu eruieren. Konkrete Aussagen zu einzelnen Standorten können erst nach Abschluss dieser Analyse getroffen werden.
zu Frage 4:
Bei Neubauten werden bereits heute standort- und objektspezifische bauliche sowie technische Massnahmen zur Begrenzung der sommerlichen Wärmebelastung umgesetzt. Für die bestehenden Schulgebäude wird derzeit ein Konzept erarbeitet, das den erforderlichen baulichen, technischen und organisatorischen Handlungsbedarf aufzeigt. Ziel ist es, auch bei hohen Aussentemperaturen ein möglichst gutes Lern- und Arbeitsklima sicherzustellen.
zu Frage 5:
Bei künftigen Neubauten wird dem sommerlichen Wärmeschutz bereits in den Planungs- und Projektierungsphasen Rechnung getragen. Für bestehende Schulgebäude wird, das in der Antwort zu Frage 4 erwähnte Konzept aufzeigen, welche Massnahmen im Rahmen künftiger Sanierungen erforderlich und zweckmässig sind. Neben baulichen und technischen Massnahmen kommt auch der betrieblichen Nutzung der Gebäude eine wesentliche Bedeutung zu.
- Frage vom 02. September 20262 da settember 2026
Längere Hitzeperioden stellen auch unsere Schulen zunehmend vor Herausforderungen. Hohe Temperaturen in Klassenzimmern können das Wohlbefinden sowie die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen beeinträchtigen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Situation an den Liechtensteiner Schulen insgesamt beurteilt wird und ob die bestehenden Schulgebäude ausreichend auf längere Hitzeperioden vorbereitet sind. Dabei geht es nicht zwingend um Klimaanlagen. Auch Beschattung, Lüftung, Nachtauskühlung sowie bauliche oder andere technische Lösungen können zu angenehmeren Raumtemperaturen beitragen.
Dazu meine Fragen:
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Hat die Regierung einen Überblick über die Raumtemperaturen an den verschiedenen Schulstandorten während längerer Hitzeperioden und werden diese systematisch erfasst?
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Gibt es Vorgaben oder Empfehlungen, welche Raumtemperaturen in Schulzimmern als angemessen gelten und ab welchen Temperaturen Massnahmen zu treffen sind?
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Wie beurteilt die Regierung den sommerlichen Hitzeschutz an den Liechtensteiner Schulgebäuden insgesamt und bei welchen Standorten sieht sie Handlungsbedarf?
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Welche kurz- und mittelfristigen Massnahmen sind vorgesehen, um bei hohen Aussentemperaturen ein möglichst gutes Lern- und Arbeitsklima in den Schulen beziehungsweise Klassenzimmern sicherzustellen?
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Wie wird bei künftigen Sanierungen und Neubauten von Schulgebäuden sichergestellt, dass dem sommerlichen Hitzeschutz ausreichend Rechnung getragen wird?
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Datas: OpenParlData · CC BY 4.0