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Wirkungsevaluation des Gleichstellungsgesetzes: Wie lassen sich Verzerrungen bei den Antworten minimieren?

(26.3954)InterpellationEingereicht
Schweiz19-06-2026
Profil
Tip
Interpellation
Status
Eingereicht
Parlament
Schweiz
Numer
26.3954
Cumenzament
19-06-2026
Referenzas & funtauna
Funtauna uffiziala
Profil uffizial
ID externa
20263954
Contribuziuns(3)
  • Léonore PorchetUrheber/inDie Grünen
  • Justiz- und PolizeidepartementFederführendes Departement
  • NationalratInitialer Rat
Cronologia(1)
  • Eingereicht
Texts(2)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Wirkungsevaluation des Gleichstellungsgesetzes: Wie lassen sich Verzerrungen bei den Antworten minimieren?
  • Eingereichter TextTEXT

    Im Februar 2025 veröffentlichte der Bundesrat die Zwischenbilanz über die Umsetzung der Artikel 13a bis 13i des Gleichstellungsgesetzes (GlG). Diese ergänzenden Artikel, die vor sechs Jahren in Kraft getreten sind, verpflichten bestimmte Unternehmen in der Schweiz zu einer Lohngleichheitsanalyse. Die Zwischenbilanz zeigt, dass sich die Mehrheit der Arbeitgebenden nicht an das Gesetz hält. Aufgrund des enttäuschenden Ergebnisses hat der Bundesrat die Wirkungsevaluation auf Ende 2027 vorverlegt. 

    Die Zwischenbilanz hebt die Rücklaufquote der Antworten von 39,9 Prozent hervor; die antwortenden Unternehmen beschäftigen rund 1 Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie weist jedoch auf mehrere Auswahlverzerrungen hin, darunter insbesondere die Verzerrung, wonach tendenziell vor allem Arbeitgebende geantwortet haben, die sich der Problematik der Lohngleichheit bewusst sind.  

    Der Bundesrat wird gebeten, folgende zwei Fragen zu beantworten: 

    1. Bestätigt der Bundesrat, dass die Zwischenbilanz die Anzahl der Arbeitgebenden, die sich an das Gesetz halten, aufgrund der erwähnten Verzerrungen möglicherweise überschätzt? 
    2. Wie gedenkt das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement diese Verzerrungen in der Wirkungsevaluation zu verringern oder zu umgehen? 
    3. Inwieweit erschweren die Auswahlverzerrungen eine fundierte Situationsanalyse?  
    4. Aus der Zwischenbilanz geht ausserdem hervor, dass bei 15 Arbeitgebenden, die nicht geantwortet hatten, eine telefonische Nachfrage durchgeführt wurde. Könnten solche Nachfragen wiederholt und vermehrt stattfinden? 

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0