Kaufkraft zum Nachteil der Schweiz
(26.3789)- Tip
- Interpellation
- Status
- Eingereicht
- Parlament
- Schweiz
- Numer
- 26.3789
- Cumenzament
- 18-06-2026
- Funtauna uffiziala
- Profil uffizial
- ID externa
- 20263789
- Giorgio FonioDie Mitte
- Departement des Innern
- Nationalrat
- Eingereicht
- Titel des GeschäftesKaufkraft zum Nachteil der Schweiz
- Eingereichter Text
Während rund 15 Jahren hat der Pharmaverband Interpharma gemeinsam mit dem ehemaligen Krankenkassenverband Santésuisse einen Preisvergleich zwischen in- und ausländischen Medikamenten durchgeführt. Dabei wurden nie „kaufkraftbereinigte“ Preise miteinander verglichen. Im Rahmen der Diskussion über mögliche Anpassungen der Preisgestaltung für Arzneimittel in den Vereinigten Staaten taucht nun plötzlich die Forderung nach einer zusätzlichen Anpassung an die Kaufkraft auf.
Ist dem Bundesrat bekannt, ob Pharmaunternehmen ihre Arzneimittel auf den internationalen Märkten generell unter Berücksichtigung der Kaufkraft anbieten oder nicht?
Stimmt es etwa nicht, dass gemäss W.A.I.T.-Studie, einem Indikator der Pharmabranche, Länder mit geringerer Kaufkraft überhaupt nicht mit lebensrettenden Medikamenten versorgt werden?
Interpharma veröffentlicht mittlerweile kaufkraftbereinigte Preisvergleiche mit dem Ausland für das Jahr 2024, allerdings mit veralteten Fabrikabgabepreisen und überholten Wechselkursen (1.01 Fr./Euro und 0.963 Fr./Euro). Zahlt die Schweiz auf der Grundlage der aktuellen Wechselkurse – selbst unter Berücksichtigung der Kaufkraft – nicht bereits heute ausreichend hohe Preise für den Warenkorb international gehandelter Güter (Medikamente, Elektronik usw.)?
- Wie sieht die Situation bei anderen international gehandelten Gütern aus, die staatlich reguliert oder vom Staat erworben werden? Zahlt die Schweiz, unter Berücksichtigung der Kaufkraft, deutlich höhere Preise als andere Länder?
Datas: OpenParlData · CC BY 4.0