UNESCO-Managementplan für die Stadt Bern
(2019.PRD.000042)- DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Ihr habt den Bericht des Gemeinderats zum UNESCO-Managementplan positiv zur Kenntnis genommen.
- DiscursDiscursStadtrat
2019.PRD.000042: Kenntnisnahme Bericht
Zustimmend
Ja 56
Nein 0
Enthalten 11 - DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank. Wir kommen nun zur Abstimmung. Den Bericht des Gemeinderats nehmen wir mit Wertung zur Kenntnis. Das heisst also, falls ihr den Bericht zustimmend zur Kenntnis nehmen wollt, drückt ihr Grün, ablehnend Rot und ohne Wertung Weiss.
- DiscursMarieke Kruit(Sozialdemokratische Partei)StadtpräsidentinStadtrat
Marieke Kruit, Stadtpräsidentin: Sehr geehrte Frau Stadtratspräsidentin, geschätzte Mitglieder des Stadtrats, ganz herzlichen Dank für die wohlwollende Aufnahme dieses Geschäfts. Es ist sicher auch Jean-Daniel Gross und seinem Team zu verdanken, die sehr gute Arbeit geleistet haben. Seit 1983 gehört die Altstadt von Bern zum UNESCO-Weltkulturerbe, als eine der ersten Städte der Schweiz. Die Referentin hat das schon hervorragend ausgeführt. Danke, Corina Liebi.
Dieser Titel ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern eben auch eine Verpflichtung. Die Anforderungen der UNESCO haben sich seither deutlich erhöht. Ein Managementplan ist heute zwingend notwendig, um den Schutz und die Entwicklung. einer Welterbestätte sicherzustellen.Entsprechend wurde die Stadt Bern im nationalen Aktionsplan aufgefordert, ein solches Instrument zu erarbeiten. Doch dieser Plan ist weit mehr als eine formale Pflicht. Er ist eine grosse Chance. Er schafft eine klare Grundlage, wie wir unsere Altstadt künftig planen, nutzen und weiterentwickeln wollen, abgestützt auf gemeinsame Werte und eine fundierte Analyse des Stadtraums. Damit wird er zum zentralen Koordinations- und Qualitätssicherungsinstrument für alle Bau- und Planungsprozesse. Und das ist enorm wichtig.
Der Managementplan ist als Gesamtwerk in drei Teile gegliedert, es wurde schon erwähnt. Erstens der eigentliche Managementplan mit Zielen, Massnahmen und strategischen Grundlagen. Zweitens ein Handbuch mit konkreten Leitlinien für Planung und Bau. Eben ein praktisches Werkzeug für Fachleute. Und drittens das sogenannte Bernbuch, das die historische und städtebauliche Entwicklung unserer Altstadt umfassend beleuchtet.
Die Bedeutung dieses Instruments zeigt sich besonders im Alltag. Die Berner Altstadt ist nicht nur ein Denkmal, sondern ein lebendiger Raum, politisches Zentrum, Wohnort, Wirtschaftsstandort und touristischer Anziehungspunkt zugleich. Genau diese Vielfalt gilt es zu bewahren. Und gleichzeitig eben weiterzuentwickeln.
Der Managementplan hilft dabei konkret. Er stärkt das Bewusstsein für die Qualitäten der Altstadt, verbessert die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Und schafft klare Zuständigkeiten und Abläufe. Dadurch können Projekte effizienter umgesetzt und langwierige Verfahren vermieden werden. Gleichzeitig zeigt er Wege auf, wie aktuelle Herausforderungen gemeistert werden können, etwa eben in den Bereichen Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität oder Energieeffizienz. Themen wie Hitzeminderung, Begrünung oder barrierefreie Gestaltung wurden bereits exemplarisch bearbeitet.
Besonders hervorzuheben ist der breite Einbezug aller relevanten Akteure. Verwaltung, Fachstellen, Interessensvertretungen und Bevölkerung wurden in einen partizipativen Prozess eingebunden. Diese Zusammenarbeit soll auch künftig weitergeführt werden. Rechtlich relevant ist: Teile des Managementplans und des Handbuches wurden vom Gemeinderat als verwaltungsanweisend verabschiedet. Damit erhält das Instrument verbindlichen Charakter für die Verwaltung. Der nächste Schritt ist jetzt eben die Prüfung durch den Bund und anschliessend die Einreichung bei der UNESCO im Jahr 2026. Ja, geschätzte Stadträtinnen und Stadträte, die Altstadt von Bern ist ein identitätsstiftender Ort für unsere Bevölkerung und ein Aushängeschild mit internationaler Strahlkraft. Mit dem vorliegenden Managementplan stellen wir sicher, dass dieses Erbe nicht nur geschützt, sondern auch verantwortungsvoll weiterentwickelt wird. Denkmalpflege muss ermöglichen, aber sie muss gleichzeitig bewahren. Dieser notwendige Spagat ist kein Widerspruch, sondern ein fortlaufender Aushandlungsprozess zwischen Schutz und Entwicklung, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Nur wenn uns dieses Gleichgewicht gelingt, bleibt die Altstadt lebendig und authentisch zugleich.
- DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank. Es scheint keine Einzelvoten zu geben, dann übergebe ich es gerne Gemeinderätin Marieke Kruit das Wort.
- DiscursOliver Berger(FDP.Die Liberalen)MitgliedStadtrat
Oliver Berger (FDP) für die Fraktion: Das Gütesiegel UNESCO-Weltkulturerbe hat sich für die Stadt Bern bewährt. Wir sind seit dem Jahr 1983 eine der ersten Städte in der Schweiz, die dieses Prädikat erhalten haben. Die UNESCO-Anerkennung ist ein Gütesiegel für die Altstadt und eine Verpflichtung, das reichhaltige Kulturerbe zu bewahren und auch schonungsvoll weiterzuentwickeln. Wir wollen eine Altstadt und eine Innenstadt, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und auch geschätzt wird. Wir wollen ein Ortsbild, das erhaltenswert ist, aber wir wollen gleichzeitig auch einen lebendigen Lebensraum und nicht eine tote Innenstadt oder Altstadt.
Als Instrument für die nachhaltige Entwicklung dient der Managementplan. Das ist ein Werkzeug, das es auch in anderen Organisationen gibt, die ein Label haben, wie zum Beispiel auch Naturpärke. Hier in der Stadt Bern gibt es noch zwei weitere Teilbereiche, nämlich das Handbuch oder auch das Bernbuch, das haben wir vorher schon gehört, die die Leitlinien für Baupraktiker, Architekten, Planer und Archäologen bilden. Alles in allem ist es eine gute Sache – unter der Voraussetzung, dass nicht der Amtsschimmel wiehert, der Formalismus überhandnimmt und die Vorgaben mit Augenmass angewendet und umgesetzt werden.
Wir nehmen den Managementplan zum UNESCO-Welterbe positiv zur Kenntnis und werden das Geschäft annehmen. Besten Dank für die Aufmerksamkeit. - DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank. Als nächstes Oliver Berger für die FDP-Fraktion, und falls es noch weitere Einzelvoten gibt, gerne jetzt anmelden.
- DiscursDominik Fitze(Sozialdemokratische Partei)MitgliedStadtrat
Dominik Fitze (SP) für die Fraktion: Jetzt wurde vieles schon gesagt. Darum halte ich mich eher kurz. Prinzipiell haben fast alle, mit denen ich gesprochen habe, diesen Managementplan gut gefunden. Ich habe zum Beispiel von historisch interessierten Menschen gehört, dass es mega spannend sei, dass man das endlich mal alles zu Boden bringt, wie diese Gebäude entstanden sind. Ich habe auch von Leuten aus der Bauwirtschaft gehört, dass sie es durchaus schätzen, dass endlich Handlungsanleitungen kommen, die ein wenig klarer machen und standardisieren. wie man in der Altstadt auf dem UNESCO-Weltkulturerbe vorzugehen hat.
Bei uns in der Fraktion wurde noch etwas kritisch diskutiert, dass man einerseits den Perimeter des UNESCO-Weltkulturerbes, aber auch die Pufferzone und dadurch quasi den Perimeter des Denkmalschutzes ein wenig erweitert. Das ist komplex. Es handelt sich um Brückenköpfe. Es handelt sich um das Aaretal. Die sind sowieso schon geschützt. Man könnte die Pufferzone kritisch hinterfragen. Aber wir werden es dennoch positiv zur Kenntnis nehmen.
- DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank. Als nächstes Dominik Fitze für die SP-JUSO-Fraktion.
- DiscursMichael Ruefer(Grüne Freie Liste)MitgliedStadtrat
Michael Ruefer (GFL) für die Fraktion: Die unter uns, die schon länger ihres Amtes hier im Stadtrat walten, wissen es: Die Denkmalpflege der Stadt Bern hat wahrlich nicht immer einen leichten Stand hier im Rat. Häufig wird auf sie eingedroschen, an ihr herumgestänkert. Heute aber haben wir eine andere Situation, einen ganz anderen Fall. Wir können nämlich der Denkmalpflege für dieses Opus, das jetzt hier vorgelegt wird, wahrlich ein Kränzchen winden. Ich bin wahrlich kein Experte. Ich bin auch nicht in der SBK wie Alexander Feuz und Konsorten auch nicht. Aber zum Glück hat mich die geschätzte Kollegin und langjährige Chefredaktorin Barbara Büttner von der Brunnezytig noch etwas unterstützt und ihre Einschätzung hierzu abgegeben. Sie hat sehr gute, top-recherchierte Artikel in der Altstadt-Zeitung, der Brunnezytig, zu diesem Managementplan publiziert. Die kann ich euch auch ans Herz legen. Auf jeden Fall: Wir erachten den ganzen Managementplan mit dem Handbuch, dem Bernbuch und auch dem eigentlichen Managementplan als sehr taugliches Planungsinstrument für die Zukunft der Stadt.
Ich möchte kurz auf das eingehen, was uns sehr wichtig erscheint für die Praxis. Das ist natürlich das Handbuch. Das ist sozusagen der wichtigste Teil des Managementplans; hier namentlich auch der Leitfaden "Freiraum" für die Planer. Im neuen topologischen Atlas wird der bau- und kulturgeschichtliche Stadtraum sehr gut und detailliert aufgeschlüsselt, weil dieser Kontext beim Bauen sehr relevant ist. Dort gibt es auch ganz konkrete Vorschläge für Dinge, die wir hier immer sehr angeregt diskutieren im Klimabereich, Stichworte Schwammstadt, Energieeffizienz und Inklusion zum Beispiel. Dazu gibt es spannende Praxisblätter. Die kann man auch bei Gelegenheit mal als interessierter Laie konsultieren. Daneben gibt es auch den Leitfaden "Architektur" in diesem Handbuch. Das ist als digitales Arbeitsinstrument für Planer und Architekten gedacht, aber auch als Nachschlagewerk für Hausbesitzende. Dort findet man gebündelt alle wichtigen Dinge, Vorschriften. Die mühsame Suche nach den einzelnen Vorschriften, die überall verteilt sind, entfällt so. So entfaltet dieses Handbuch eben auch seine praktische Wirkung.
Im eigentlichen Managementplan und dann auch in diesem Bernbuch von Christoph Schläppi wird das aktuelle Wissen über die Geschichte und Entwicklung der Stadt, der Altstadt namentlich, zusammengefasst. Das Bernbuch erscheint auch noch in gedruckter Version im Herbst 2026.
Auch noch wichtig zu betonen ist: Dieses wichtige Grundlagenwerk, das man bekanntlich mit einem reduzierten Kredit umgesetzt hat, also auch sehr kosteneffizient erarbeitet hat, ist in nur fünf Jahren entstanden. Und es ist wirklich sehr, sehr umfassend – es sind hunderte von Seiten insgesamt – und auch in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen betroffenen Ämtern und eben auch den übergeordneten Organisationen, Bundesamt für Kultur und dem Internationalen Rat für Denkmäler und historische Stätten entstanden.
Und auch noch, als abschliessende Bemerkung, zu betonen ist, dass der Managementplan, die Erarbeitung des Managementplans, eine sehr breite Abstützung erfahren hat. Das ist auch der UNESCO sehr wichtig. Der Managementplan ist von Behörden auf politischer Ebene, aber auch von den Vereinigten Altstadtleisten, Bern City, Bern Welcome etc. sehr breit abgestützt. Es wurde in sehr guten Sounding-Runden Feedback eingeholt. Und so kann man auch der UNESCO dieses Signal senden, dass man 33 Jahre nach der Anerkennung der Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe diesen nächsten Schritt hin zur Dokumentation der Berner Altstadt geschafft hat.
Der Dank geht natürlich an die Denkmalpflege der Stadt Bern, Michael von Allmen, an Claudio Campanile als Generalplaner und eben auch an Christoph Schläppi, der dieses Buch, das auch sehr gut zur Konsultation über das ganze historische Erbe herangezogen werden kann, geschaffen hat. Sie haben hier alles gegeben. Herzlichen Dank. - DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank für das Lob. Als nächstes Michael Ruefer für die GFL.
- DiscursAlexander Feuz(Schweizerische Volkspartei)StimmenzählerStadtrat
Alexander Feuz (SVP) für die Fraktion: Ich möchte zuerst der Referentin danken. Ich möchte ihr auch danken, dass sie im Vorfeld mit der SVP-Fraktion Kontakt aufgenommen hat. Wir haben bekanntlich keinen Vertreter drin. Ich habe das sehr geschätzt, dass sie uns auf das Geschäft aufmerksam gemacht hat. Im Medienzentrum waren die Unterlagen. Sie hat uns angeboten, dass wir Fragen oder Anträge stellen könnten. Wir haben das in der Fraktion besprochen. Ich habe auch, ihr wisst es, den Präsidenten von "Heit Sorg zu Bärn", Alt-Grossrat, Alt-Stadtrat Hans-Ulrich Gränicher, kontaktiert. Wir haben das besprochen. Wir werden diesem Geschäft zustimmen. Die Kosten sind hoch, das ist mir auch klar. Aber es ist mir auch klar: Wir riskieren, das Unesco-Label zu verlieren, wenn wir das nicht machen.
Für mich ist das eben ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit. Ich möchte Corina danken. Ihr wisst: Vor vielen Jahren war ich in der PVS. Damals hatte Luzi Theiler auch keinen Sitz und so habe ich auch einmal für ihn Anträge und Fragen gestellt. Die Anträge habe ich abgelehnt. Aber es war wichtig, dass man das einbringen konnte. Und im Sinne einer guten Zusammenarbeit war es mir wirklich ein Anliegen, das zu sagen. Sonst wäre ich gar nicht als Redner aufgetreten. Aber das kann ich schon sagen. Herzlichen Dank, Corina. Merci.
- DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Vielen Dank. Ihr könnt euch jetzt anmelden für die Fraktionsvoten. Als erstes Alexander Feuz für die SVP.
- DiscursCorina Liebi(Junge Grünliberale)MitgliedStadtrat
Corina Liebi (JGLP) für die Fraktion: Ich kann es kurz machen. Die GLP-EVP-Fraktion wird den Managementplan positiv zur Kenntnis nehmen. Wir sind erfreut, dass das Projekt trotz der damals von uns geforderten Kürzung innerhalb des vorgesehenen Budgets abgewickelt werden konnte, und sind mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Gerne möchten wir dem Gemeinderat aber noch zwei Wünsche für die Auslegung in der Praxis und die künftige Überarbeitung des Plans mit auf den Weg geben.
Erstens sehen wir beim Zielbild "Grauräume" vor allem in den Vorzonen grossen Handlungsbedarf. Problematisch ist, dass dort nicht nur unter den Lauben, sondern unnötigerweise auch in den Vorzonen der Altstadtgebäude bituminöser Asphalt vorgesehen ist. Diese Flächen sind für die hindernisfreie Erschliessung nicht entscheidend und können ohne weiteres begrünt werden. Wir würden euch bitten, hier nochmals über die Bücher zu gehen. Zweitens fehlt uns im Managementplan eine überzeugende Vision für eine grüne Altstadt. Es kann nicht das Ziel sein, den visuellen Zustand von vor 100 Jahren zu zementieren. Die Altstadt muss sich wie der Managementplan selbst auch weiterentwickeln können. Und auch bei der Begrünung und der Klimaanpassung sollte das der Fall sein. In diesem Sinne möchten wir dem Gemeinderat ans Herz legen, ein bisschen mehr Mut zu haben.
- Discurs
- DiscursCorina Liebi(Junge Grünliberale)MitgliedStadtrat
Corina Liebi (JGLP) für die Kommission: Die Berner Altstadt gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit dieser Auszeichnung ist auch die Verpflichtung verbunden, aufzuzeigen, wie dieses Erbe geschützt, gepflegt und weiterentwickelt werden kann. Dafür braucht es einen Managementplan.
Der vorliegende Plan ist sorgfältig erarbeitet worden. Er besteht aus drei Teilen, dem Managementplan, dem Handbuch und dem Bernbuch. Der Managementplan legt die grundlegenden Ziele und Massnahmen fest. Das Handbuch übersetzt diese in die Praxis und dient vor allem für Planungs- und Baufragen, und das Bernbuch liefert die historische, archäologische und städtebauliche Grundlage.
Diese drei Teile greifen sinnvoll ineinander und bilden zusammen ein kohärentes Gesamtwerk. Wichtig ist, dass dieser Plan nicht in einer Schublade verschwindet. Er soll als Arbeitsinstrument dienen. Er schafft eine gemeinsame Basis für den Umgang mit der Altstadt, klärt Zuständigkeiten, zeigt Abläufe auf und soll dazu beitragen, Bauvorhaben besser zu koordinieren und fachlich fundiert umzusetzen. Gerade in der Altstadt ist das zentral. Auf engem Raum treffen hier viele Interessen aufeinander: Schutz, Nutzung, Städtebau, Wirtschaft und Weiterentwicklung. Zugleich ist die Altstadt nicht nur ein historisches Erbe, sondern auch ein lebendiger Stadtraum.
Der Managementplan soll deshalb Entwicklung nicht verhindern, sondern in geordneten und nachvollziehbaren Bahnen ermöglichen. Auch der breit abgestützte Erarbeitungsprozess ist hervorzuheben. Der Managementplan ist kein starres Dokument. Er soll periodisch überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden. Das ist sinnvoll, weil sich manche Aspekte erst in der praktischen Anwendung bewähren müssen.
Aus Sicht der Kommission liegt damit ein fundiertes, gut strukturiertes und praxisorientiertes Gesamtwerk vor. Es schafft eine wichtige Grundlage für den künftigen Umgang mit der Altstadt Bern als UNESCO-Weltkulturerbe. Die SBK hat das Geschäft ausführlich beraten. In der Kommission wurden keine Anträge gestellt. Die Mehrheit der Kommission empfiehlt deshalb, den UNESCO-Managementplan zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, eine Minderheit ohne Wertung. Und wenn ich darf, geschätzte Frau Stadtratspräsidentin, würde ich nun noch das Fraktionsvotum der GLP-EVP-Fraktion anhängen.
- DiscursJelena Filipovic(Grünes Bündnis)StadtratspräsidiumStadtrat
Präsidentin: Wir kommen jetzt zum Traktandum 9, UNESCO-Managementplan Altstadt Bern. Ich erteile der Kommission das Wort. Für die SBK, Corina Liebi. Könntest du dich noch anmelden lassen? Oder anmelden?
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