Sursiglir al cuntegn principal

Schwere Nutzfahrzeuge. Partikelfilter

(99.3166)PostulatErledigt
Schweiz21-04-1999
Profil
Tip
Postulat
Status
Erledigt
Parlament
Schweiz
Numer
99.3166
Cumenzament
21-04-1999
Referenzas & funtauna
Funtauna uffiziala
Profil uffizial
ID externa
19993166
Contribuziuns(35)
Cronologia(5)
  • Erledigt
  • Überwiesen an den Bundesrat
  • Annahme
    Nationalrat
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    Bundesrat
  • Im Rat noch nicht behandelt
Texts(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Schwere Nutzfahrzeuge. Partikelfilter
  • Antwort BR / BüroTEXT
    Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, mit entsprechenden Vorschriften und Anreizen dafür zu sorgen, dass möglichst schnell alle schweren Nutzfahrzeuge mit Partikelfiltern aus- bzw. nachgerüstet werden, damit der Ausstoss von sogenannten PM 10 stark verringert wird.

  • BegründungTEXT

    Neuere epidemiologische Studien zeigen, dass Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (sogenannte PM 10) stärkere Beeinträchtigungen der menschlichen Gesundheit bewirken als das bisher im Zentrum der Untersuchungen stehende NO2. PM 10 sind diejenigen Partikel, welche über den Kehlkopf hinaus in die Lunge gelangen können und zu entzündlichen Reaktionen führen. Bei hohen PM-10-Immissionen treten vermehrt Anfälle von Atemnot, Husten und Auswurf, Atemweginfektionen sowie Beschwerden und Erkrankungen der Atemwege auf. Im weiteren verschlechtern sich bestehende Krankheiten, und es kommt zu Lungenfunktionseinbussen sowie zu vermehrten Notfallkonsultationen und Spitaleintritten wegen Atemwegsproblemen. Ebenfalls nehmen die Todesfälle und die Langzeitsterblichkeit zu (vgl. Bericht des Buwal aus dem Jahr 1996 zum Schwebestaub).

    25 Prozent der verkehrsbedingten und besonders schädlichen Partikelemissionen (PM 10) werden durch die schweren Nutzfahrzeuge verursacht. Würden alle rund 55 000 schweren Nutzfahrzeuge in der Schweiz mit Partikelfiltern ausgerüstet, liessen sich pro Jahr etwa 1200 Tonnen Partikelemissionen vermeiden. Die Aus- und Nachrüstung von schweren Nutzfahrzeugen mit Partikelfiltern sollte bis im Jahre 2005 obligatorisch sein. Damit ein Interesse an einer schnelleren Nachrüstung entsteht, könnten z. B. Subventionen für die Nachrüstung, eine differenzierte LSVA oder eine höhere Rückerstattung aus der Mineralölsteuer vorgesehen werden. Zudem sollten auch die Kantone zu solchen Fördermassnahmen, z. B. einer reduzierten Motorfahrzeugsteuer für Fahrzeuge mit Partikelfiltern, angehalten werden.

    Längerfristig ist die Vermeidung von Emissionen immer sinnvoller und schliesslich auch kostengünstiger, als es medizinische Behandlungen und Ausfälle am Arbeitsplatz sind. Deshalb solle alles unternommen werden, um diese erwiesenermassen schädlichen Emissionen zu vermeiden.

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0