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Museum der Hilti Art Foundation

(KA 12011)Kleine Anfragen
Liechtenstein15-12-2010
Profil
Tip
Kleine Anfragen
Parlament
Liechtenstein
Numer
KA 12011
Cumenzament
15-12-2010
Referenzas & funtauna
Funtauna uffiziala
Profil uffizial
ID externa
12011
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  • Antwort vom 16. Dezember 2010HTML
    16 da december 2010

    Die Hilti Art Foundation arbeitet bereits seit einigen Jahren eng mit dem Kunstmuseum Liechtenstein zusammen. So ergänzt die Hilti Art Foundation die Ausstellungen des Kunstmuseums bereits seit dessen Eröffnung im Jahre 2000 fallweise mit bedeutenden Leihgaben und hat sich auf Einladung des Museums 2005 erstmals im Rahmen einer umfangreichen Sonderausstellung präsentiert.

    Die Hilti Art Foundation beabsichtigt nun, ihre Sammlungsbestände vermehrt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Illustre Künstlernamen wie z.B. Paul Gauguin, Paul Klee, Max Beckmann, Pablo Picasso, Alberto Giacometti oder Gerhard Richter deuten die grosse Spannweite der Sammlung an und zeigen, welche Bereicherung die öffentliche Präsentation der Kunstwerke in Liechtenstein für Vaduz und das Fürstentum bedeuten. Die Standortgemeinde Vaduz und ganz Liechtenstein können von diesem neuen kulturellen Angebot profitieren.

    Das Projekt der Hilti Art Foundation wird in einem eigenen Ausstellungsgebäude auf der Parzelle Huber in Vaduz realisiert, also in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kunstmuseum Liechtenstein. Mit der Errichtung des Neubaus sollen sowohl die Hilti Art Foundation wie auch Huber Uhren Schmuck ein neues Domizil erhalten. Um dies zu realisieren, sieht das geplante Projekt im selben Gebäude zwei separate Kreisläufe vor.

    Mit dieser Ausgangslage ist es möglich, den Teil der Hilti Art Foundation an das Kunstmuseum anzuschliessen, z.B. mit einer unterirdischen Verbindung. Durch die Verbindung der Hilti Art Foundation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein könnten Synergien auf verschiedenen Ebenen genutzt werden, z.B. bei der Ausstellungsplanung oder bei der Haus- und Sicherheitstechnik.

    Es hat diesbezüglich Kontakte der Hilti Art Foundation mit der Regierung gegeben. Das Kunstmuseum wurde daraufhin im Sommer 2010 aufgefordert, die zu erwartenden Kosten für den inhaltlichen Betrieb der Ausstellungsräume der Hilti Art Foundation zu ermitteln. Um diese mögliche Schnittstelle zwischen der Hilti Art Foundation und dem Kunstmuseum Liechtenstein umfassend zu prüfen, wurde eine Arbeitsgruppe initiiert, in der das Kunstmuseum Liechtenstein, das Hochbauamt und die Hilti Art Foundation vertreten sind. Die Arbeitsgruppe hat in der Zwischenzeit unter der Leitung von Herrn Arthur Willi als Bauherrenvertreter die Arbeit aufgenommen. Neben technischen und organisatorischen Fragen werden die finanziellen Aspekte geprüft, insbesondere natürlich auch die Frage, wie sich der Zusatzaufwand für das Kunstmuseum Liechtenstein und für das Hochbauamt bzw. die Liegenschaftsverwaltung gestalten wird. Konkret wird geprüft:

    1. Zusatzaufwand für Reinigung, Sicherheit, Hauswart;
    2. Zusatzaufwand für Instandhaltung und Instandsetzung;
    3. Zusatzaufwand für Energie, Wasser etc. für den Fall, dass die neuen Ausstellungsräume vom bestehenden Kunstmuseum versorgt werden;
    4. Zusatzaufwand für den Ausstellungsbetrieb für Ausstellungsaufbau, Aufsicht, Museumspädagogik, Kunstvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung etc. unter der Annahme, dass die neuen Ausstellungsräume - analog der Bestehenden - vom Kunst-museum betreut werden;
    5. Aufwand für bauliche Anpassungsarbeiten im Kunstmuseum um die neuen Räume via Kunstmuseum zu erschliessen;
    6. Allgemeiner Sanierungsbedarf, welcher allenfalls zusammen mit den Anpassungsarbeiten erledigt werden soll;
    7. Verbesserung der Platzverhältnisse im Kunstmuseum. Dies sind eventuell: Vergrösserung der bestehenden Bibliothek, Vergrösserung Maleratelier, zusätzlicher Platz für Schul-klassen etc.

    Bei der Anschliessung der Ausstellungsräume der Hilti Art Foundation an das Kunstmuseum ist mit budgetrelevanten Auswirkungen zu rechnen. Es ist ein Mehraufwand für das Hochbauamt (Liegenschaftsverwaltung) und auch für das Kunstmuseum zu erwarten. Zudem ist von Investitionskosten für die bauliche Anpassung und die Erschliessung auf der Landesparzelle auszugehen. Konkrete Ergebnisse liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht vor, daher können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verbindlichen Zahlen genannt werden. Auch gibt es in dieser Phase der Prüfung noch keine Vereinbarung, wie letztendlich die Kosten zwischen den beteiligten Parteien aufzuteilen sind.

    Die Schnittstelle zwischen den beiden Häusern ist eine grosse Chance und daher prüfenswert, da mit dem Zusammenschluss der Ausstellungen im Kunstmuseum und in der Hilti Art Foundation  ein bedeutender Mehrwert für das Kulturangebot in Liechtenstein entstehen kann.

  • Frage vom 15. Dezember 2010HTML
    15 da december 2010

    Am 26. Oktober 2010 war in den Landeszeitungen zu lesen, dass die Hilti Art Foundation beabsichtige, ihre Sammlungsbestände vermehrt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und zwar in einem eigenen Ausstellungsgebäude, das infrastruktureII unmittelbar an das Kunstmuseum Liechtenstein angegliedert sei. Das neue Gebäude soll eigenständig sein, aber dennoch eine direkte Anbindung ans Kunstmuseum erhalten. Der Zugang zu den neuen Kunsträumen der Hilti Art Foundation werde vom Foyer des Kunstmuseums mit einer Wendeltreppe und einem unterirdischen Gang hergestellt.

    1. Entstehen durch diesen Neubau der Hilti Art Foundation auch Baukosten für das Kunstmuseum?
    2. Von wem werden die Betriebs- und Unterhaltskosten des Museums der Hilti Art Foundation getragen?
    3. Entstehen für das Kunstmuseum durch diese Angliederung zusätzliche Kosten? Wenn ja, für was und in welcher Grössen Ordnung?
    4. Muss der Unterstützungsbeitrag des Landes an das Kunstmuseum durch diese Angliederung des Museum der Hilti Art Foundation erhöht werden? Wenn ja, in welcher Grössenordnung?

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0