Claudine Esseiva · FDP
Aber es gibt auch Frauen, die ohne Probleme bis zum letzten Tag arbeiten können und das auch so wollen. Dass wir nun alle schwangeren Frauen, die im Kanton angestellt sind, per se 3 Wochen vorher aus ihrer Erwerbstätigkeit rausnehmen wollen, ist nicht logisch, und das widerspricht der vielgepriesenen Flexibilität in der Arbeitswelt, die wir ja eigentlich wollen.
Die Motion hilft auch nicht wirklich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So hat man nämlich im Bericht des Bundesrates, in dem es um die Einführung der Mutterschaftsversicherung ging, eine Umfrage gemacht. Die Frauen haben gesagt: lieber die Zeit nachher, lieber Zeit als Familie, als vorher. Dazu kommt auch noch – so, wie es meine Vorrednerin von der GLP schon ausgeführt hat: Es ist nicht sinnvoll, dass dieses Thema jetzt einfach die Kantonsangestellten angeht. Das sind gesellschaftspolitische Themen, die wir als Gesamtgesellschaft diskutieren müssen. Wir müssen Lösungen finden, damit alle Arbeitnehmenden davon profitieren können.
Aus diesen Gründen lehnt die Fraktion FDP diese Motion einstimmig ab.