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Andreas Michel · SVP

de
Grosser Rat (BE)16/03/2026
Andreas Michel, Schattenhalb (SVP), Fraktionssprecher. Als ehemaliger Marketingleiter eines Automobilherstellers kann ich grundsätzlich der Idee einer Sensibilisierungskampagne auch für staatliche Dienstleistungen durchaus etwas abgewinnen. Der Vergleich eines Autokaufs mit dem Nichtbezug von Sozialleistungen ist natürlich unangebracht. Nehmen wir deshalb bspw. das Gesundheitswesen. Es gibt unzählige Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht medizinisch behandeln lassen, obwohl sich die Lebensqualität verbessern würde. Wie bei der Beanspruchung von Sozialleistungen können Stigmatisierung, Angst vor anderen Nachteilen usw. die Gründe dafür sein.

Ist darum eine entsprechende Sensibilisierungskampagne im Gesundheitswesen nötig? Wir sind der Meinung: Nein, und das auch nicht, wenn es um Sozialleistungen geht. Dies vor allem auch, weil die Begründungen, die die Vorstösserinnen geltend machen, zu wenig stichhaltig für ein solches Fazit sind.

Zum einen werden Zahlen von vor über zehn Jahren herangezogen, zum anderen Beispiele aus anderen Kantonen, die sich kaum mit dem Kanton Bern vergleichen lassen. Dagegen zeigt die Regierung detailliert auf, was sie in diesem Bereich macht und weiterhin machen will. Die SVP folgt deshalb der Regierung und lehnt den Vorstoss ab.

Damit man mich nicht dereinst sensibilisieren muss, aus Altersgründen aufzuhören, ist das jetzt mein letztes Votum gewesen. Ich danke Ihnen allen ganz herzlich für die gemeinsame Zeit und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und beste Gesundheit. Merci.

Transcrição
tagblatt.gr.be.ch
Instituição
Grosser Rat

Dados: OpenParlData · CC BY 4.0