Kurt Wenger · SVP
Der Regierungsrat begrüsst den Vorschlag der Motionärinnen und Motionäre. Das macht auch die parlamentarische Gruppe «Wirtschaft». Sie sind beide für die Annahme mit gleichzeitiger Abschreibung. Die Ermüdung des Pflegepersonals ist schon länger in ganz vielen Gesundheitsinstitutionen feststellbar. Die überproportionale Abwanderung aus dem Pflegeberuf dreht die Spirale noch weiter nach unten. Gut ausgebildetes Fachpersonal soll aber unbedingt im Beruf bleiben.
Es muss rasch gelingen, die Arbeitsbedingungen für das Personal zu verbessern. Dazu gehören bessere Ruhezeitregelungen, abwechslungsreichere Dienstpläne und mehr Work-Life-Balance für das Personal. Die GSI hat aber bereits einen Runden Tisch mit den Teilnehmenden aller Versorgungsbereiche initiiert und zwei Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Lösung muss daher primär von der oberen Führungsebene der Arbeitgeber angegangen werden. Diese müssen sich mehr – ich brauche zwei Fremdwörter: Skill-Mix und Grade-Mix – einsetzen. Zu Berndeutsch: Fähigkeiten zur Bewältigung und für die Durchmischung der Fähigkeiten, plus für mehr interne Ausbildung.
Der Regierungsrat ist bereit, Massnahmen im Zusammenhang mit der Berufsverweildauer des Pflegepersonals zu prüfen und zu fördern. Er findet aber keine weitere Taskforce mehr notwendig und möchte deshalb die Motion annehmen und gleichzeitig abschreiben. Auch muss hier gesagt sein, dass die Lohnanpassung nicht zur Lösung des Problems führen würde und schlecht zum Spardruck des Kantons Bern passen würde.
Die SVP empfiehlt Ihnen wie die Regierung Annahme mit gleichzeitiger Abschreibung. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.