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Beatrix Hurni · SP

de
Grosser Rat (BE)09/09/2025
Beatrix Hurni, Frutigen (SP), Mitmotionärin. Hebammen sind unverzichtbar. Von der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Wochenbett begleiten sie Familien mit Fachwissen, Herz und Geduld. Besonders im ambulanten Bereich leisten sie 24/7-Bereitschaftsdienste, oft nachts, an Wochenenden oder Feiertagen, ein Dienst, der für Eltern lebenswichtig sein kann. Doch die Arbeit, wir haben es gehört, wird nicht fair entlöhnt.

2024 haben Familien im Kanton Bern rund 1,3 Mio. Franken selber bezahlt oder die Hebammen haben auf ihr Einkommen verzichtet. Beides ist untragbar. Niemand sollte wegen seines Portemonnaies eine schlechtere Versorgung erhalten, und Hebammen müssen unter fairen Bedingungen arbeiten können.

Diese Situation verstärkt sich in den ländlichen Regionen, wo Geburtsabteilungen geschlossen wurden; wir haben soeben davon gesprochen. Die Hebammen tragen dort die Verantwortung, dass die Frauen sicher und gut betreut werden. Hinzu kommt, dass Frauen immer kürzer im Spital bleiben. Ab 2026 sollen es nur noch zwei Nächte sein. Die Betreuung daheim übernehmen nachher die Hebammen mit mehr Verantwortung und mehr Aufwand.

Andere Kantone wie Basel-Land und -Stadt oder Graubünden haben die Finanzierung des Bereitschaftsdiensts bereits geregelt. Der Kanton Bern hat hier Handlungsbedarf. Es geht hier nicht nur um Geld, es geht um Versorgungssicherheit, vor allem auch in den ländlichen Gebieten, um eine gute Betreuung von Frauen und Familien und um die Attraktivität eines essenziellen Berufs. Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte unterstützen Sie diesen Vorstoss für die Sicherheit von Frauen und Familien und für einen starken Hebammenberuf. Merci vielmals.

Transcrição
tagblatt.gr.be.ch
Instituição
Grosser Rat

Dados: OpenParlData · CC BY 4.0