Dominique Bühler · GRÜNE
Die Gründe für die Verschlechterung der Spermienqualität sind komplex, der Motionär hat es bereits gesagt. Logisch ist: Alles, was in unsere Umwelt abgegeben wird, landet schliesslich direkt oder auf Umwegen auch in unserem Körper, und auch unser Lebensstil hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Damit wir die Ursache eruieren können und das Problem angehen können, müssen wir das Ausmass des Problems auch zuerst verstehen. Aber klar, wir sind mit dem Regierungsrat einig: Eine rein kantonale Datenerhebung hat ihre Grenzen. Das Problem ist national, ja sogar global. In der ganzen Welt sehen wir, dass sich die Spermienqualität verschlechtert.
Wir möchten auch würdigen, dass der Regierungsrat grundsätzlich aktiv werden will. Es zeigt, dass er das Problem im Kanton Bern erkennt. Aber ein Postulat, wie der Regierungsrat es möchte, reicht nicht. Denn was passiert im Moment auf Bundesebene? Leider viel zu wenig. Die Human-Biomonitoring-Studie wurde leider sistiert, die uns viele Grundlagen hätte liefern können. Wenn wir den Vorstoss jetzt also als Postulat überweisen, wie der Regierungsrat das möchte, dann wären wir trotz seiner Bemühungen weiterhin am Warten. Warten mit einem mulmigen Gefühl, das ist uns definitiv zu wenig. Die Fraktion GRÜNE/AL stimmt deshalb der Motion zu. Merci vielmals.