Corina Liebi · Junge Grünliberale
Corina Liebi (JGLP) für die Kommission: Die Berner Altstadt gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit dieser Auszeichnung ist auch die Verpflichtung verbunden, aufzuzeigen, wie dieses Erbe geschützt, gepflegt und weiterentwickelt werden kann. Dafür braucht es einen Managementplan.
Der vorliegende Plan ist sorgfältig erarbeitet worden. Er besteht aus drei Teilen, dem Managementplan, dem Handbuch und dem Bernbuch. Der Managementplan legt die grundlegenden Ziele und Massnahmen fest. Das Handbuch übersetzt diese in die Praxis und dient vor allem für Planungs- und Baufragen, und das Bernbuch liefert die historische, archäologische und städtebauliche Grundlage.
Diese drei Teile greifen sinnvoll ineinander und bilden zusammen ein kohärentes Gesamtwerk. Wichtig ist, dass dieser Plan nicht in einer Schublade verschwindet. Er soll als Arbeitsinstrument dienen. Er schafft eine gemeinsame Basis für den Umgang mit der Altstadt, klärt Zuständigkeiten, zeigt Abläufe auf und soll dazu beitragen, Bauvorhaben besser zu koordinieren und fachlich fundiert umzusetzen. Gerade in der Altstadt ist das zentral. Auf engem Raum treffen hier viele Interessen aufeinander: Schutz, Nutzung, Städtebau, Wirtschaft und Weiterentwicklung. Zugleich ist die Altstadt nicht nur ein historisches Erbe, sondern auch ein lebendiger Stadtraum.
Der Managementplan soll deshalb Entwicklung nicht verhindern, sondern in geordneten und nachvollziehbaren Bahnen ermöglichen. Auch der breit abgestützte Erarbeitungsprozess ist hervorzuheben. Der Managementplan ist kein starres Dokument. Er soll periodisch überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden. Das ist sinnvoll, weil sich manche Aspekte erst in der praktischen Anwendung bewähren müssen.
Aus Sicht der Kommission liegt damit ein fundiertes, gut strukturiertes und praxisorientiertes Gesamtwerk vor. Es schafft eine wichtige Grundlage für den künftigen Umgang mit der Altstadt Bern als UNESCO-Weltkulturerbe. Die SBK hat das Geschäft ausführlich beraten. In der Kommission wurden keine Anträge gestellt. Die Mehrheit der Kommission empfiehlt deshalb, den UNESCO-Managementplan zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, eine Minderheit ohne Wertung. Und wenn ich darf, geschätzte Frau Stadtratspräsidentin, würde ich nun noch das Fraktionsvotum der GLP-EVP-Fraktion anhängen.