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Michael Ruefer · Grüne Freie Liste

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Stadtrat (BE)26/03/2026Mitglied

Michael Ruefer (GFL) für die Fraktion: Die unter uns, die schon länger ihres Amtes hier im Stadtrat walten, wissen es: Die Denkmalpflege der Stadt Bern hat wahrlich nicht immer einen leichten Stand hier im Rat. Häufig wird auf sie eingedroschen, an ihr herumgestänkert. Heute aber haben wir eine andere Situation, einen ganz anderen Fall. Wir können nämlich der Denkmalpflege für dieses Opus, das jetzt hier vorgelegt wird, wahrlich ein Kränzchen winden. Ich bin wahrlich kein Experte. Ich bin auch nicht in der SBK wie Alexander Feuz und Konsorten auch nicht. Aber zum Glück hat mich die geschätzte Kollegin und langjährige Chefredaktorin Barbara Büttner von der Brunnezytig noch etwas unterstützt und ihre Einschätzung hierzu abgegeben. Sie hat sehr gute, top-recherchierte Artikel in der Altstadt-Zeitung, der Brunnezytig, zu diesem Managementplan publiziert. Die kann ich euch auch ans Herz legen. Auf jeden Fall: Wir erachten den ganzen Managementplan mit dem Handbuch, dem Bernbuch und auch dem eigentlichen Managementplan als sehr taugliches Planungsinstrument für die Zukunft der Stadt.

Ich möchte kurz auf das eingehen, was uns sehr wichtig erscheint für die Praxis. Das ist natürlich das Handbuch. Das ist sozusagen der wichtigste Teil des Managementplans; hier namentlich auch der Leitfaden "Freiraum" für die Planer. Im neuen topologischen Atlas wird der bau- und kulturgeschichtliche Stadtraum sehr gut und detailliert aufgeschlüsselt, weil dieser Kontext beim Bauen sehr relevant ist. Dort gibt es auch ganz konkrete Vorschläge für Dinge, die wir hier immer sehr angeregt diskutieren im Klimabereich, Stichworte Schwammstadt, Energieeffizienz und Inklusion zum Beispiel. Dazu gibt es spannende Praxisblätter. Die kann man auch bei Gelegenheit mal als interessierter Laie konsultieren. Daneben gibt es auch den Leitfaden "Architektur" in diesem Handbuch. Das ist als digitales Arbeitsinstrument für Planer und Architekten gedacht, aber auch als Nachschlagewerk für Hausbesitzende. Dort findet man gebündelt alle wichtigen Dinge, Vorschriften. Die mühsame Suche nach den einzelnen Vorschriften, die überall verteilt sind, entfällt so. So entfaltet dieses Handbuch eben auch seine praktische Wirkung.

Im eigentlichen Managementplan und dann auch in diesem Bernbuch von Christoph Schläppi wird das aktuelle Wissen über die Geschichte und Entwicklung der Stadt, der Altstadt namentlich, zusammengefasst. Das Bernbuch erscheint auch noch in gedruckter Version im Herbst 2026.

Auch noch wichtig zu betonen ist: Dieses wichtige Grundlagenwerk, das man bekanntlich mit einem reduzierten Kredit umgesetzt hat, also auch sehr kosteneffizient erarbeitet hat, ist in nur fünf Jahren entstanden. Und es ist wirklich sehr, sehr umfassend – es sind hunderte von Seiten insgesamt – und auch in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen betroffenen Ämtern und eben auch den übergeordneten Organisationen, Bundesamt für Kultur und dem Internationalen Rat für Denkmäler und historische Stätten entstanden.
Und auch noch, als abschliessende Bemerkung, zu betonen ist, dass der Managementplan, die Erarbeitung des Managementplans, eine sehr breite Abstützung erfahren hat. Das ist auch der UNESCO sehr wichtig. Der Managementplan ist von Behörden auf politischer Ebene, aber auch von den Vereinigten Altstadtleisten, Bern City, Bern Welcome etc. sehr breit abgestützt. Es wurde in sehr guten Sounding-Runden Feedback eingeholt. Und so kann man auch der UNESCO dieses Signal senden, dass man 33 Jahre nach der Anerkennung der Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe diesen nächsten Schritt hin zur Dokumentation der Berner Altstadt geschafft hat.
Der Dank geht natürlich an die Denkmalpflege der Stadt Bern, Michael von Allmen, an Claudio Campanile als Generalplaner und eben auch an Christoph Schläppi, der dieses Buch, das auch sehr gut zur Konsultation über das ganze historische Erbe herangezogen werden kann, geschaffen hat. Sie haben hier alles gegeben. Herzlichen Dank.

Transcrição
bern.recapp.ch
Instituição
Stadtrat

Dados: OpenParlData · CC BY 4.0