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SP

Seraina Patzen

Ativo
Die GrünenGRÜNE
Grosser RatBern

Mandato
Partido
Die GrünenFonte: GRÜNE
Grupo parlamentar
GRÜNE
Círculo eleitoral
Bern
Página do Parlamento
Perfil oficial
Dados pessoais
Sexo
Feminino
Nascido/a em
1992
Profissão
Geschäftsführerin
Idioma
lang_d
Contacto
Correio eletrónico
seraina.patzen@gr-gc.be.ch
Morada
Bern
Também ativo em
Stadtrat (BE)
Junge AlternativeEx
Referências e fonte
Órgão de origem
BE
Fonte atualizada
27.09.2026
Registo atualizado
27.09.2026
Primeira importação
14.08.2025
Comportamento de voto(396808)
  1. Ja
    Votação sem título
    Grosser Rat
  2. Nicht abgestimmt
    Votação sem título
    Grosser Rat
  3. Ja
    Votação sem título
    Grosser Rat
  4. Ja
    Votação sem título
    Grosser Rat
  5. Ja
    Votação sem título
    Grosser Rat
Interesses(5)
Credenciais de acesso

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Discursos(90)
  1. Discurso
    Grosser Rat
    Seraina Patzen, Bern (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Ich kann mich sehr vielem anschliessen, das hier schon gesagt worden ist, das auch mein Vorredner gerade gesagt hat. Aus unserer Sicht ist auch klar, dass es in diesem Bereich Planungssicherheit braucht. Es braucht eine Qualitätssicherung, es braucht Kontinuität. Mehr Fluktuation, mehr Ausschreibungen bringen dafür genau nichts. Es braucht eine langfristige Zusammenarbeit mit allen involvierten Partnern, und dafür ist diese Motion wichtig.

    Grundsätzlich sehen wir die Ausschreibungsverfahren in diesem Bereich – nicht nur im AMM-Bereich, aber auch im BIAS-Bereich, in dem sie jetzt gerade bevorstehen – extrem kritisch, weil es eben dazu führt, dass langfristige Zusammenarbeiten verunmöglicht werden, dass das Angebot unter Umständen komplett umgebaut wird und dass Bewährtes einfach aufgegeben wird, weil auf die Preise gedrückt wird.

    Wir haben auch gehört, dass z. B. der Kanton Zürich dies anders macht und in diesem Bereich nicht mehr auf Ausschreibungen setzt. Ich glaube, es ist klar, dass Ausschreibungen nicht einfach in jedem Bereich zum Ziel führen, wie Tobias Vögeli uns das erklären wollte. Ich glaube, es braucht hier eine sehr sorgfältige Analyse, welche Angebote es braucht, und Ausschreibungen sind dafür nicht zielführend. Es ist nicht so, dass der Kanton Bern die AMM-Angebote und die BIAS-Angebote ausschreiben müsste; er macht dies freiwillig. Daher ist es aus unserer Sicht das Mindeste, dass man die Laufdauern so weit als möglich verlängert, um die langfristige Perspektive eben einbringen zu können.

    Wir unterstützen deshalb diese Motion.

  2. Discurso
    Grosser Rat
    Seraina Patzen, Bern (GRÜNE), Antragstellerin. Die Frauenhäuser hatten eine gut funktionierende Hotline aufgebaut. Diese hiess AppElle!. Die GSI dachte, sie könne es günstiger machen und löste AppElle! durch ein System ab, das nicht funktioniert. Es ist genau so, wie die Frauenhäuser im Vorfeld warnten: Ausserhalb der Bürozeiten wird die Hotline von Freiwilligen betreut, die nicht in einem System arbeiten, das für diese hochsensible Aufgabe geschaffen ist. Die neue Hotline hat extrem viele Schnittstellen zwischen der Betreuung der Hotline am Tag und in der Nacht, wo es zwei unterschiedliche Stellen sind, die das machen, und zwischen der Hotline und den Frauenhäusern, wo die Platzierungen passieren müssen.

    Bei all diesen Schnittstellen droht die Gefahr, dass zentrale Informationen verlorengehen, dass Frauen in akuten Bedrohungslagen nicht mehr erreicht werden können und gezwungen sind, mehrmals ihre Geschichte zu erzählen, und dass sie zu spät das bekommen, was sie in dieser Notsituation brauchen.

    Hier muss etwas geschehen, und es muss in Zukunft sichergestellt werden – oder wieder sichergestellt werden seit der Ablösung von AppElle! –, dass diese Schnittstellen zumindest reduziert werden. Es muss möglich sein, dass Frauen, die auf diese Hotline anrufen, sofort platziert werden können. Wir bitten Sie deshalb, mit dieser Planungserklärung ein Zeichen in diese Richtung zu senden. Es ist wirklich dringend nötig. Danke für Ihre Zustimmung.

  3. Discurso
    Grosser Rat
    Seraina Patzen, Bern (GRÜNE), Sprecherin GSoK-Minderheit. Ich werde für die Minderheit die Planungserklärungen 7, 8 und 9 begründen. Die Opferhilfe Bern, die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern und das Frauenhaus Biel führen Beratungsstellen im Bereich Opferhilfe, häusliche und sexualisierte Gewalt. Das sind verschiedene Beratungsstellen, die heute alle nicht ausreichend finanziert sind, denn es gilt ein Kostendeckel, der sehr viel zu tief angesetzt ist.

    Der Bedarf nach Beratungen ist seit Jahren steigend. Die Beratungsstellen sind komplett überlastet und versuchen sich irgendwie über Wasser zu halten. So soll es nicht sein. Die Finanzierung der Beratungsstellen muss endlich erhöht werden, damit sie den Bedarf auffangen können. Es ist richtig und wichtig, dass es Präventions- und Sensibilisierungskampagnen zu den Themen häusliche und sexualisierte Gewalt gibt. Sie funktionieren auch und führen dazu, dass sich mehr Leute trauen, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Und die Nachfrage steigt eben. Diese Nachfrage muss aber auch aufgefangen werden, und wir dürfen die Betroffenen und die Beratungsstellen mit dieser Aufgabe nicht allein lassen, und darum bitte ich Sie, dem Antrag 7 zuzustimmen.

    Zur Planungserklärung 8: Die Massnahmen, die in dieser Strategie vorgeschlagen sind, klingen gut: Ausbau der Schutzplätze, Anschlusslösungen und aufsuchende Beratung. Solange sie unter der Prämisse der Kostenneutralität stehen, sind sie aber doch eigentlich einfach ein Papiertiger und nicht ernst gemeint, denn dass der Regierungsrat in dieser Strategie so tut, als ob durch die Fusion der drei Institutionen Mittel frei würden, um alle diese Massnahmen zu finanzieren, ist doch einfach Augenwischerei. Wenn das wahr werden soll, dann ist diese Fusion ein Spar- und Abbaupaket, und es bestreiten ja wiederum alle Seiten – was auch gut und richtig ist –, dass sie das ist. Der Regierungsrat hat vorhin sogar selbst noch einmal gesagt, dass die Idee der Fusion kein Sparprogramm sei.

    Ja gut, aber dann stellt sich die Frage, wie genau man die Massnahmen, die hier vorgeschlagen werden, finanzieren soll, denn dass es mehr Ressourcen für Schutz und Beratung braucht, dass diese Massnahmen dringend nötig sind, ist unbestritten. Ich bitte Sie deshalb, diesem Antrag zuzustimmen, diesen Widerspruch aufzulösen und sicherzustellen, dass diese Massnahmen auch wirklich umgesetzt werden.

    Planungserklärung 9: Hier geht es um verschiedene Gruppen mit verschiedenem Bedarf an Schutzplätzen und Beratungsstellen, die zusätzliche finanzielle Mittel brauchen. In der Strategie ist bspw. immer wieder die Rede von behindertengerechten Schutzplätzen, die dringend nötig wären. Auch das scheint unbestritten. Nötig wären auch Ressourcen, um überlegen zu können, wie genderqueere Personen, also Menschen, die nicht den binären Geschlechtsnormen entsprechen und die auch stark von häuslicher Gewalt betroffen sind, Zugang zu Schutzplätzen bekommen könnten.

    So gibt es einen Bedarf von verschiedenen Personen, der heute schlicht nicht finanziert und nicht sichergestellt ist. Diese Planungserklärung verlangt, dass man diesen Bedarf ernst nimmt, genau hinschaut und die Mittel zur Verfügung stellt, um hier tatsächlich Massnahmen zu ergreifen. Auch hier danke ich Ihnen für die Zustimmung.

  4. Discurso
    Grosser Rat
    Seraina Patzen, Bern (GRÜNE), Antragstellerin. Wir sind auch extrem froh, dass es möglich wird, dass ein Mädchenhaus im Kanton Bern eröffnet wird. Hinter dieser Eröffnung steht ein langjähriges Engagement von vielen Leuten, von Frauen, die sich über 15 Jahre dafür eingesetzt haben, und ihnen wollen wir danken, dass sie so lange drangeblieben sind, damit das heute möglich ist.

    Zum Antrag: Der Regierungsrat hat im Leistungsvertrag mit dem Mädchenhaus – wir haben es schon gehört – festgelegt, dass die Aufenthaltsdauer für Minderjährige nur 21 Nächte betragen soll. Eine längere Aufenthaltsdauer soll nur möglich sein, wenn keine Anschlusslösung gefunden wird. Ein Mädchenhaus ist aber keine Notschlafstelle. Es ist fachlich unbestritten, dass für die Stabilisierung der Situation, für die nötigen Abklärungen für eine Anschlusslösung und einfach für einen ersten Moment der Ruhe im Normalfall mehr Zeit benötigt wird. Die Verantwortlichen des neuen Mädchenhauses betonen dies ganz stark. Man konnte das auch in den Medien lesen.

    Ja, es wird gesagt, dass nach diesen 21 Tagen niemand auf die Strasse gestellt wird. Ja hoffentlich wird niemand einfach so nachher auf die Strasse gestellt! Trotzdem ist es halt so, dass, wenn diese 21 Tage auf dem Papier dastehen, alle Ressourcen darauf verwendet werden, die Anschlusslösung nach den 21 Tagen zu finden, und das wird in vielen Fällen mit erhöhtem Schutzbedarf schwierig werden. Die Ressourcen sollen aber nicht einfach dafür gebraucht werden, sondern sie sollen eben dazu da sein, ein Vertrauensverhältnis mit den Bewohnerinnen des Mädchenhauses aufbauen zu können. Sie sollen darauf verwendet werden, Orte zu schaffen, wo die Bewohnerinnen zur Ruhe kommen können und sich neu orientieren können, und dafür braucht es einfach mehr Zeit.

    Es wird gesagt, Zürich sei halt nicht Bern. Es tut mir leid, aber dieses Argument leuchtet mir überhaupt nicht ein. Was soll denn genau in Zürich so anders sein beim Funktionieren des Mädchenhauses? Für die Betroffenen macht es auf jeden Fall keinen Unterschied, ob sie in Zürich in diese schwierige Situation kommen oder in Bern und ob sie in Zürich ins Mädchenhaus kommen oder in Bern. Es ist die genau gleiche Ausgangslage. Man hat dort ein Modell, das gut funktioniert. Warum man sich nicht daran orientieren soll, leuchtet mir nicht ein.

    Darum fordert der Antrag, dass man den Aufenthalt auf drei Monate erhöht. Das entspricht dem, wie es in Zürich funktioniert. Ich glaube, mit diesen klaren Aussagen, die wir von den Verantwortlichen des Mädchenhauses haben, die wir von der fachlichen Seite haben, ist es einfach unnötig, zuerst diese 21 Tage auszuprobieren, um nachher festzustellen, dass es nicht funktioniert. Diese Schlaufe können wir uns sparen zugunsten der Betroffenen und der Mitarbeitenden des Mädchenhauses. Ich danke Ihnen für die Zustimmung zu diesem Antrag.

  5. Discurso
    Grosser Rat
    Seraina Patzen, Bern (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Ich kann mich sehr kurz halten. In der 1. Lesung haben wir den Selbstbehalt als schädlich, aufwendig und willkürlich bezeichnet. Wir wollen kein System, das einen blinden Anreiz setzt, die Kosten zu senken, denn das wird zu Abbau führen und den Druck auf die Sozialarbeitenden erhöhen. Bei den Betroffenen wird sich die Situation zuspitzen und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe verstärken.

    Wir sind sehr froh, dass die Kommission jetzt ein neues Modell ohne Kostenfolgen vorschlägt. Grundsätzlich stellt sich für uns natürlich immer noch die Frage der Aussagekraft einer solchen Liste, wie sie mit dem Modell jährlich erstellt und veröffentlicht werden würde. Hauptsache ist für uns aber, dass der Selbstbehalt in der alten Form gestrichen wird und dass ein Kompromiss gefunden wurde. Damit können wir leben.

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  • Versão 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

Dados: OpenParlData · CC BY 4.0