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Frage vom 02. September 2026

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Liechtenstein2 settembre 2026

In Liechtenstein fehlt bis heute eine aktuelle, repräsentative Untersuchung zur Lebenssituation von LGBTQIA+-Personen. Die letzte breiter angelegte Erhebung stammt aus dem Jahr 2007 und bezog sich nur auf die Situation homosexueller Menschen. Eine im Jahr2025 im Auftrag des Vereins Flay durchgeführte Pilotstudie basiert auf einer kleinen, nicht repräsentativen Stichprobe.

Bereits 2018 empfahl die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) eine solche Studie. 2024 erneuerte sie diese Empfehlung und hielt fest, dass weiterhin offizielle Daten fehlen. Die Regierung plante eine LGBTQIA+-Studie zuerst für 2024, später für 2025. Bis heute liegt diese nicht vor, obwohl der VMR bestätigt, dass die Vorarbeiten zur Studie geleistet wurden. Eine Umsetzung der Studie gebe es jedoch nach Auskunft der Regierung an den VMR vorerst nicht.

Gleichzeitig hat sich die rechtliche Situation stark verändert: mit der eingetragenen Partnerschaft 2011, der Gleichstellung im Adoptionsrecht 2023 und der Ehe für alle 2025. Im aktuellen Rainbow Map Ranking 2026 von ILGA-Europe geht es um Menschenrechte und vollständige Gleichbehandlung, wobei Liechtenstein auf Rang 31 von 49 europäischen Staaten liegt.

  1. Was sind die Gründe für die Nichtumsetzung der Studie trotz geleisteter Vorarbeiten der Abteilung Chancengleichheit?
  2. Wie plant die Regierung die Situation von LGBTQIA+-Personen in Liechtenstein zu verbessern?
  3. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind geplant, beispielsweise für Intersexpersonen bezüglich Anerkennung des dritten Geschlechts etc.?
  4. Basierend auf welcher Grundlage werden diese Massnahmen und Ziele getroffen?
  5. Wie werden die betroffenen LGBTQIA+-Personen miteinbezogen?

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0