Frage vom 04. September 2013

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Liechtenstein3 settembre 2013

Zur Zeit beschäftigen sich in Österreich und Deutschland Berufsvereinigungen, Politik und Staatsanwaltschaft mit dem IMS-Datenskandal. In Deutschland werden demnach vom in München ansässigen süddeutschen Apothekenrechenzentrum VSA Daten von Ärzten und Patienten ausgespäht und in unzureichend verschlüsselter Form ans kommerzielle Marktforschungsinstitut IMS
Health (USA) verkauft. Grundsätzlich ist in Deutschland der Handel mit Rezeptdaten legal, solange die Daten nur verschlüsselt weitergegeben und verwendet werden. In Österreich sollen bis zu 850 Mediziner, 150 Spitäler und 280 Apotheken gegen Entgelt sensible Daten an das IMS Health weiterverkauft haben. Offensichtlich wurden dabei auch Daten zu Rezept, Alter, Geschlecht, Diagnosen, Therapien und Laborwerten der Patienten geliefert.

  1. Wie ist die Situation in Liechtenstein? Verkaufen auch liechtensteinische Leistungserbringer wie Ärzte, Apotheker, Spital Gesundheitsdaten an IMS Health oder an andere Unternehmen?
  2. Wenn ja, wie ist die rechtliche Situation? Dürfen liechtensteinische Leistungserbringer Patientendaten weitergeben bzw. verkaufen?
  3. Wenn nein, wie werden in Liechtenstein sensible Daten geschützt, damit es nicht zu einem Missbrauch kommen kann?

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0