Vai al contenuto principale

Christine Blum · SP

de
Gran Consiglio (BE)4 dic 2024
Christine Blum, Melchnau (SP), Fraktionssprecherin. Ich muss ganz vieles nicht mehr sagen, weil Tobias Vögeli fast alles gesagt hat, was ich auch hätte sagen wollen.

Ich gehe noch auf die Gebührenerhöhung ein, die man bei den ausländischen Studierenden machen will. Die Uni Bern gehört weltweit zu den besten 200 Universitäten; das zeigt sich in diversen Rankings. Dieser grosse Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass die Universität von den besten Talenten aus dem Ausland profitieren kann. Der Austausch mit Studenten und Studentinnen aus dem Ausland befruchtet den Wissensplatz Schweiz. Das ist mehr wert als die höhere Studiengebühr. Das ist das Gold, das wir hier in der Schweiz graben können: Das ist die Bildung.

Ausserdem scheint es zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll, die Gebühren für ausländische Studierende erhöhen zu wollen. Es wurde bekannt, dass im Zuge der Verhandlungen mit der EU die Forderung aufkam, dass Studierende aus dem EU-Raum die gleichen Gebühren bezahlen sollen wie Studierende aus der Schweiz. Das wäre die Bedingung, damit man bei der Personenfreizügigkeit Zugeständnisse machen kann. Das ist alles noch offen und sollte bis Ende Jahr klar werden. Dasselbe gilt auch für die ETH-Gebühren, die um das Dreifache erhöht werden sollen. Sie wurden noch nicht erhöht, das wird erst Ende Jahr in der Bundesversammlung beschlossen. Es macht absolut keinen Sinn, dass der Kanton Bern hier vorprescht und notabene mit einer dreifachen Erhöhung noch weiter geht als die ETH.

Tobias Vögeli hat es gesagt: Die Universität Bern wird im schweizweiten Vergleich unattraktiv. Der Kanton Bern und seine Hochschulen werden unattraktiv. Der Kanton Bern zahlt plötzlich für andere Kantone mehr Geld und gewinnt eigentlich gar nicht das, was er wollte.

Bei den inländischen Studierenden gibt es einen weiteren Punkt, den ich gerne noch erwähnen möchte. Wir haben die geforderten Ausgleiche bei der Teuerung nicht gemacht und haben ein bisschen gejammert; das ist wahr, Samuel. Ich finde, dass ein Arbeitgeber, der die Teuerung nicht voll ausgleicht, auch kein Recht hat, bei seinem Angebot die Teuerung draufzuschlagen. Es ist von mir aus gesehen nichts als logisch, wenn man das ablehnt, sowohl für die inländischen Studierenden als auch für die ausländischen Studierenden. Es ist zu früh, wir sind noch nicht so weit. Es gibt gesetzliche Abläufe. Der Regierungsrat ist sehr wohl in der Lage, die Gebühren zu erhöhen – das ist im Gesetz so verankert –, und zwar im Einklang mit den anderen Universitäten.

Bezüglich der Semestergebühren – das muss ich noch einmal sagen – liegen wir im oberen Durchschnitt. Es ist sehr ausgeglichen innerhalb der Hochschulen. Die Gebühren, die es sonst noch gibt, werden nicht gesetzlich festgelegt. Diese stehen an einem ganz anderen Ort, diesbezüglich müssten Sie an einem anderen Ort ansetzen.

Die SP-JUSO lehnt diese zwei Planungserklärungen selbstverständlich ab.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0