Fina Girard · jgb
Fina Girard (GAB): In meiner Interpellation habe ich den Regierungsrat gefragt, ob die Errichtung einer Kindertankstelle auf der Dreirosenmatte möglich wäre. Das nicht nur, weil ich Kindertankstellen eine gute und wichtige Sache finde, sondern auch weil in der Quartierbevölkerung ein grosses Bedürfnis besteht, die Dreirosenanlage nicht nur mit Videoüberwachung und Rangerdiensten zu sichern, sondern aktiv zu beleben und Orte der Begegnung zu schaffen, damit eben keine No-Go-Areas entstehen, sondern lebendige Treffpunkte für alle.
Der Regierungsrat hat die Idee der Kindertankstelle verworfen mit der Begründung, es bestünden bereits entsprechende ähnliche Angebote. Ja, bei der Dreirosenmatte gibt es die Freizeithalle, den Jugendtreff und das RiiBistro, alles erfolgreiche und tolle Angebote, die aber eher zu stark ausgelastet sind, als dass sie auf weitere Aufgaben warten würden. Denn eine Kindertankstelle wäre ein Angebot draussen auf der Matte, nicht nebendran und nicht innen drin. Es wäre ein Angebot mit der Zielgruppe Kinder im Vorschul- und Primarschulalter, denn die bestehenden Angebote verlangen entweder nach einer erwachsenen Begleitperson oder sind ganz auf Jugendliche ausgerichtet. Die Idee der Kindertankstelle kommt auch nicht von irgendwo her, sondern sie stammt von der Anwohnerschaft, von betroffenen Familien. Sie kennen die Angebote und Bedürfnisse rund um die Dreirosenmatte und hier liegt ganz klar das Bedürfnis vor, nicht nur auf repressive Sicherheitsmassnahmen zu setzen, sondern die Dreirosenmatte zurückzuholen für alle, damit sie wieder zu dem unbeschwerten Spiel- und Erholungsort werden kann, den sie eigentlich schon immer hätte sein sollen.
Der Regierungsrat schreibt nun, er wolle in Kürze auf Grundlage einer Auslegeordnung weitere Massnahmen beschliessen und ich erwarte, dass hier nicht nur weitere Sicherheitsmassnahmen getroffen werden, sondern in erster Linie die Bedürfnisse im Quartier abgeholt werden und Orte der Begegnung und der Belebung geschaffen werden. In diesem Sinne bin ich gespannt auf die Vorschläge der Regierung und hoffe sehr, dass die Bedürfnisse der Schulkinder rund um die Dreirosenanlage und ihrer Familien dabei mitgedacht und priorisiert werden. Ich bin daher mit der Beantwortung meiner Interpellation nicht zufrieden.