Kerstin Wenk · SP
Ich bin von der Antwort nicht befriedigt. Das Parlament verlangt zusammen mit den Lehrpersonen seit Jahren eine Verbesserung der Situation. Das Gegenteil ist der Fall, es wird immer schlimmer. Bei jeder fünften Klasse wurde die gesetzliche Grösse überschritten. Da kann man nicht mehr von Ausnahmen reden. So ist die Formulierung in der Regel auch nicht gemeint. In der Zeitung konnte man lesen, dass in Riehen zwei Schülerinnen oder Schüler mehr pro Klasse ja nicht so schlimm seien. Ich finde solche Aussagen gehen gar nicht, und der Kanton hat hier eine ganz klare Aufsichtspflicht. Ich hoffe, dass wir bei erneutem Nachfragen im nächsten Jahr diese Probleme der Klassengrössenüberschreitungen nicht mehr haben werden, denn das durchlässige Schulsystem ist sonst gefährdet. Bereits jetzt können Schülerinnen und Schüler die Klasse nicht wechseln, obwohl sie in ein anderes Niveau kommen würden. Es ist auch wichtig, dass genügend Luft eingeplant ist, damit das System gut funktioniert. Gerade in den A-Zügen ist laufend mit neuen Schülerinnen und Schülern zu rechnen. Neben den steigenden Schülerinnen- und Schülerzahlen muss dem knappen Schulraum ebenfalls Rechnung getragen werden. Es braucht Zeit, wenn Schulhäuser erst gebaut werden müssen. Und auch wenn wir nun mit Provisorien planen, muss man beachten, dass diese auch nicht einfach von heute auf morgen stehen.