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Mirco Rossi · SVP

de
Consiglio cantonale (SG)11 mar 2025Mitglied des Kantonsrates

Rossi-Sevelen: Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Jagdpächter des Jagdreviers Sevelen-Wald und spreche insbesondere in dieser Funktion.

Der Wald erfüllt drei Funktionen: Schutz, Nutzen und Erholung. Insbesondere für Letzteres wird der Wald immer mehr genutzt. Daher ist es nicht erstaunlich, dass der Wald viele Nutzniesser und somit viele Interessengruppen befriedigen muss oder soll. Ich möchte auf die Funktion von Schutz und Nutzen nicht eingehen, denn die zu behandelnde Mountainbike-Strategie betrifft besonders die Funktion der Erholung. Hier gibt es aus meiner persönlichen Sicht und aus Sicht der Jagd ein paar Zielkonflikte.

Es ist zur Unsitte geworden, mit Bikes querfeldein bzw. querwaldein zu fahren. Hierzu werden Wanderwege, Trampelpfade, Rückegassen oder sogar Wildwechsel genutzt. Ob Tag oder Nacht, der heutige Mountainbiker macht hier keinen Unterschied mehr. Dass Waldeigentümer langsam die Geduld verlieren, liegt auf der Hand. Aber auch seitens der Jägerschaft wird der Unmut immer lauter. Mit der Pacht übernehmen die 144 Jagdgesellschaften im Kanton St.Gallen während acht Jahren die Verantwortung für ihr Jagdrevier. Legitimiert durch das eidgenössische und kantonale Jagdgesetz gehen sie damit u.a. die Verpflichtung ein, sich für den Schutz und die Qualität der Wild-Lebensräume zu engagieren. Da erstaunt es doch sehr, dass RevierJagd St.Gallen (RJSG) in der ersten Runde nicht zur Vernehmlassung dieser Mountainbike-Strategie eingeladen wurde.

Auch wenn es nicht opportun erscheint, ein generelles Nachtfahrverbot für Mountainbikes ins Gesetz oder die Strategie aufzunehmen, bin ich dennoch überzeugt, dass im Umfeld von aktuellen oder allenfalls geplanten Bike-Parks Fahrverbote, insbesondere durch den Wald, verordnet werden müssen. Dies zum Schutz der dort lebenden Wildtiere.

Trascrizione
sg.recapp.ch

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0