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Christian Vogel · SVP

de
Consiglio cantonale (SG)3 mar 2026Mitglied des Kantonsrates

Vogel-Bütschwil-Ganterschwil (im Namen von Vogel-Bütschwil-Ganterschwil / Louis Ivan-Nesslau / Gerig-Mosnang): Die Interpellanten sind mit der Antwort der Regierung zufrieden.

Die Gemeinde Lichtensteig will auf der einzigen Strasse, die durch das Toggenburg führt, wenn die Umfahrungen gesperrt sind, bauliche Anpassungen vornehmen: eine Strassenverschmälerung von heute 7,20 m auf 6,08 m und eine Aufhebung der funktionierenden Busbucht. Stattdessen sollen zwei neue Haltestellen mitten auf die Fahrbahn gesetzt werden. Weiter wird der gut funktionierende und einzige Radstreifen aufgehoben. Zuletzt gibt es eine neue, unnötige Mittelinsel. Zusammen kostet das die Steuerzahler der Gemeinden Lichtensteig und Bütschwil-Ganterschwil über 1,3 Mio. Franken. Diese unnötige Strassenverengung hat es nicht nur in den Kantonsrat, sondern auch in die Fasnachtszeitung im Toggenburg – in den «Bollespicker» – geschafft. Auch dort fragt man sich, was das soll.

Diese Strassenverengung und diese Schikanen sind katastrophal für unser Tal. Die Strasse durch Lichtensteig ist nämlich die einzige Strasse, wenn die Umfahrung geschlossen ist – und das ist sie regelmässig, sei es aufgrund von Unfällen oder wegen Sanierungsarbeiten. Auch die Landwirtschaft muss das ganze Jahr durch Lichtensteig fahren. Sie darf nicht auf die Umfahrungsstrasse. Mit dieser katastrophalen Strassenverengung können Lastwagen nicht mehr kreuzen. Sie unterläuft jede Norm. Die Lastwagen können nicht mehr mit Cars, Bussen und Siloballenpressen kreuzen.

Was der Gemeinderat Lichtensteig macht, ist ein Ausbremsen der Toggenburger Bevölkerung, der Toggenburger Landwirtschaft und des Toggenburger Gewerbes durch die Hintertür. Es unterläuft genau unseren heutigen Beschluss: Auf Gemeindestrassen erster Klasse gilt Tempo 50 – und eben keine Ausbremsung durch die Hintertür oder durch Strassenverengungen.

Wir haben grosse Freude an der Antwort der Regierung, denn sie zeigt, wie unnötig diese Strassenverengung ist. Lichtensteig hat schon einen Problempunkt, wenn die Umfahrungen geschlossen sind: das Obertor, wo der Verkehr von Hand geregelt werden muss. Nun will der Gemeinderat noch einen zweiten Schwachpunkt einbauen. Das akzeptieren wir nicht.

Wir sehen auch, dass die Regierung keine Vorteile, sondern nur Nachteile in dieser Strassenverengung erkennt. Dem Gemeinderat Lichtensteig geht es darüber hinaus um die Ausbremsung des Verkehrs. Doch das ist gar nicht nötig. 85 Prozent aller Verkehrsteilnehmer fahren 54 km/h oder langsamer – die Geschwindigkeit wird also mehr als eingehalten. Auch die Kantonspolizei rät in ihren internen Akten, die wir angefordert haben, von dieser Strassenverengung ab. Es gibt dafür mehrere Gründe, sie erwähnt gleich deren fünf, darunter die Schwerverkehrsroute, die auf dieser Strasse durch das Toggenburg führt.

Die SVP Toggenburg wird sich mit aller Kraft gegen diese unnötige Strassenverschmälerung und die Schikanen wehren.

Trascrizione
sg.recapp.ch

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0