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Intervento

de
Gran Consiglio (BE)9 set 2025
Andrea de Meuron, Thun (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Die grosse Betroffenheit und die vielen Unterschriften zeigen, wie wichtig das Spital Zweisimmen für die Region ist. Wir nehmen diese Sorgen ernst.

Jetzt kommt aber das grosse Aber: Diese Motion weckt Erwartungen. Diese sind nicht erfüllbar und vor allem sind sie nicht zielführend.

Zur Grundversorgung: In der Antwort des Regierungsrates ist klar festgehalten, dass die chirurgische Grundversorgung in Zweisimmen für einfache Eingriffe, Nachbehandlungen und konservative Behandlungen erhalten bleibt. Dafür stehen weiterhin Betten zur Verfügung. Und Verlegungstransporte werden von der STS AG übernommen, für die Patientinnen und Patienten entstehen keine Mehrkosten. Damit wird die Notfallversorgung nicht geschwächt, sondern in unseren Augen mit zusätzlichem Personal, einem stationierten Rettungswagen und einer optimierten Triage gestärkt. So bleibt Zweisimmen ein verlässlicher Grundversorger.

Zudem verlagert sich die Versorgung ohnehin: Viele Eingriffe werden heute ambulant durchgeführt, und dieser Trend wird mit der einheitlichen Finanzierung im Gesundheitswesen (EFAS) weiter zunehmen; in dieser Hinsicht muss man einfach auch etwas mit der Zeit gehen.

Zur Finanzierung lesen wir, dass Defizitgarantien seit der Revision des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) ausgeschlossen sind und dass ein solches Präjudiz Begehrlichkeiten in anderen Regionen wecken würde.

Zu der Forderung nach Genossenschaftslösungen: Sie wurden gesucht und sind gescheitert. Ein Pilotprojekt braucht es nicht. Es geht hier nicht um Innovation, sondern um den Status quo.

Kolleginnen und Kollegen, eine gute Gesundheitsversorgung bedeutet mehr als Spitalbetten und chirurgische Abteilungen. Telemedizin eröffnet gerade für chronisch Kranke neue Wege, der ländliche Raum braucht Unterstützung bei der Hausarzt- und Hausärztinnenmedizin, er braucht familienfreundliche Infrastrukturen und z. B. die Verfügungsstellung von Praxisräumen. Weiter müssen wir in die Ausbildung und Pflege investieren, weil der demografische und der gesellschaftliche Wandel mehr Personal fordern. (Die Präsidentin bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.) Und als Letztes müssen wir die Rettungsdienste stärken. Last but not least: KI und Digitalisierung werden unser Gesundheitssystem ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin erneut, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande encore une fois à l’oratrice de conclure.) ... massiv verändern. Deshalb lehnen wir diese Motion ab. Sie trägt den Entwicklungen nicht ... (Die Präsidentin schaltet das Mikrofon aus. / La présidente coupe le micro.)

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0