Markus Wenger · EVP

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Gran Consiglio (BE)6 set 2023
Markus Wenger, Spiez (EVP), Fraktionssprecher. Ich bin ein alter Mann, und darum trifft es zu, dass ich damals, als man den Freibetrag von 800’000 Franken in das Gesetz hineingeschrieben hat, auch schon hier in diesem Saal sass. Fachleute – Notare, die als Vertreter des Volkes hier Platz genommen hatten – wiesen schon damals darauf hin, dass dies ein Murks ist. Es ist immer noch ein Murks.

Wenn wir jetzt die Konfliktzonen mit diesem Vorstoss verschieben, haben wir wohl genau in jenem Detail, von welchem wir reden, etwas erreicht, aber haben an einem anderen Ort wahrscheinlich eine neue Konfliktzone.

Darum muss das Ziel sein, nicht überall zu flicken. Wenn ich als Velofahrer einen Platten habe und den Schlauch auspacke, gibt es einen Moment, wo ich feststellen muss, dass es nicht mehr Sinn macht, diesen Schlauch zu flicken. Ich habe den Eindruck, dass wir bei der Regelung des Freibetrags in der Handänderungssteuer am Punkt angekommen sind, wo wir uns grundsätzlich überlegen müssen, was wir mit diesem Schlauch wollen.

Ich bin der Meinung, dass wir über die Bücher sollten und die Ziele, die richtigen Ziele, mit denen man mit den 800’000 Franken – heute dürften es wegen der Teuerung vielleicht auch ein bisschen mehr sein –, das Eigentum von Familien fördern will, nicht aus den Augen verlieren, aber dass wir dies auf eine andere Art und Weise probieren zu erreichen, dass die unzähligen Konfliktzonen nachher nicht mehr vorhanden sind.

Die EVP-Fraktion wird sicher beim Postulat dabei sein, bei der Motion – denke ich – wahrscheinlich auch, aber wir sind gespannt, was die Frau Regierungsrätin dazu sagt. Uns ist nicht so wichtig, was die Übertragung des Auftrags für ein Format hat, uns ist wichtig, dass man wirklich hinschaut und überlegt, ob wir diesen Schlauch weiter brauchen wollen oder eben nicht.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0