Intervento

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Gran Consiglio (BE)10 set 2024
Christine Häsler, BKD-Direktorin. Es ist schon ganz vieles gesagt worden von der Kommissionssprecherin, von den Fraktionssprechenden. Und dennoch probiere ich noch einmal, es kurz zusammenzufassen, denn ich finde es ganz wichtig – man hat das auch dem Antrag angesehen, der zuerst bestanden hat: Es gibt doch die eine oder andere Frage, die aufgetaucht ist und die wir auch verstehen und ernst nehmen.

Ja, die Swiss Jazz School bekommt seit vielen Jahren Beiträge. Zum letzten Mal hat der Grosse Rat in der Märzsession 2020 diesen Beitrag genehmigt. Sie ist der Zubringer zur HKB und auch für vergleichbare Studiengänge an anderen Musikhochschulen. Begabte Jugendliche und junge Erwachsene werden von der Swiss Jazz School so gefördert, dass sie Chancen haben, das sehr selektive, sehr strenge Aufnahmeverfahren an der Hochschule zu bestehen und sich in diesem qualitativ hochstehenden Wettbewerb behaupten zu können.

Die Anforderungen der schweizerischen Musikhochschulen sind heute sehr hoch. Es ist fast nicht mehr möglich, ohne Pre-College eine solche Bachelor-Aufnahmeprüfung zu bestehen. Das Angebot ist deshalb auch eine Verbindung, ein Bindeglied zwischen den Musikschulen und den Hochschulen. Oder anders gesagt: Die Swiss Jazz School bereitet auf die Hochschule vor, nicht nur auf eine Hochschule in Bern. Die HKB ist eine solche Hochschule, es gibt aber auch weitere. Und damit füllt sie auch eine Lücke zwischen der allgemeinen Schulbildung und der Hochschule.

Die Qualität ist sehr gut an der Swiss Jazz School. Die abgehenden Studierenden erzielen sehr gute Resultate, wir haben es vorhin gerade gehört. Die Aufnahmebedingungen sind hoch, die Konkurrenz ist gross. Und trotzdem haben unsere Studierenden sehr gut abgeschlossen. Im Jahr 2023 haben z. B. 81 Prozent der Absolventinnen und Absolventen die Aufnahmeprüfung an einer Schweizer Musikhochschule bestanden, und im Jahr 2024 waren es 80 Prozent. Das sind sehr hohe Werte, und daran sehen wir auch die Qualität, die an der Swiss Jazz School geboten wird.

Sie engagiert sich auch im Talentförderbereich. Das ist für uns im Kanton Bern ebenfalls wichtig. Wir wollen die begabten Kinder, Jugendlichen und jungen Menschen finden und fördern und ihnen die Chance ermöglichen, eben eine solche Karriere einzuschlagen und dann auch erfolgreich zu sein.

Aus Sicht des Regierungsrates ist die Swiss Jazz School eine wichtige Institution für den Kanton Bern und für unseren musikalischen Nachwuchs, und wir beantragen Ihnen darum als Regierung, diesem Beitrag zuzustimmen.

Aber ich möchte noch einmal sagen, dass wir Ihre Hinweise und die Fragen, die jetzt vor der Beratung des Geschäfts hier aufgetaucht sind, sehr gerne mitnehmen. Für uns ist das auch wichtig. Für uns ist es auch selbstverständlich, dass wir das auch in die Zukunft führen wollen und dass wir diese Diskussionen mit der Swiss Jazz School und dem Umfeld führen wollen, z. B.: Wo ist sie in Zukunft beheimatet? Wie können wir die Studierendenzahlen stabilisieren oder sogar wieder stärken? Ist sie gut aufgestellt, auch für die weitere Zukunft?

Wir wissen, dass sie im Moment sehr erfolgreich ist und dass es sehr gut läuft, aber Sie haben Recht, man muss wirklich in die Zukunft schauen, und so nehmen wir gerne auch die Hinweise mit, die jetzt noch genannt wurden.

Ich beantrage Ihnen, diesen Beitrag zu unterstützen und zu genehmigen und danke Ihnen vielmals für die Aufmerksamkeit.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0