Hans Schori · SVP

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Gran Consiglio (BE)1 dic 2022
Hans Schori, Wiler bei Seedorf (SVP), Einzelsprecher. Jetzt haben wir alles über die Zuckerrüben gehört. Ich oute mich noch nicht als produzierender Bauer, sondern als sogenannter Freizeit-Drögeler. Ich brauche nämlich meine 100 Gramm Marzipan-Schoggi zur ersten Tasse Kaffee am Morgen, damit ich richtig auf Touren komme. Spass beiseite.

Es geht hier vor allem auch noch um einen Aspekt, den ich nennen möchte und der etwas anders ist als bei allem anderen. Wir haben die Abhängigkeiten und die Gefahren davon in der jetzigen Zeit gesehen. Bei der Zuckerrübe ist es so, dass wir sie, wenn wir plötzlich Not haben, nicht einfach wieder für Zucker anbauen und zu Zucker machen können. Dies im Gegensatz zur Kartoffel. Die kann ich im Frühling vergraben, im Sommer herausnehmen und sofort beginnen zu essen.

Die Zuckerrübe braucht eine Verarbeitung. Wir haben zwei Werke in der Schweiz, zwei Werke. Wenn die weg sind, weil wir jetzt die Voraussetzungen nicht schaffen, dass die nötige Menge Zuckerrüben produziert wird, sind diese Werke gestorben. Dementsprechend ist ein späteres Rückkommen, um wieder Eigenversorgung mit Zucker zu haben, gar nicht mehr möglich. Ich denke, das ist ein wichtiger Aspekt, den wir in die ganzen Überlegungen einbeziehen müssen. Nicht zuletzt hat der Kanton Thurgau es vorgemacht. Wir halten als Partner des grössten Agrarkantons und Besitzer oder Standortgeber eines der beiden Werke. Deshalb bedanke ich mich auch bei der Regierung, dass sie das genau gleich sieht. Einfach etwas mehr Mut, das ist klar. Wer antritt, kann verlieren, wer nicht antritt, hat schon verloren. In diesem Sinn bitte ich Sie alle, das vollumfänglich zu unterstützen. Wir wollen gewinnen. Merci.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0