Martin Lerch · SVP
Gran Consiglio (BE)27 nov 2023
Martin Lerch, Langenthal (SVP), Einzelsprecher. Sie werden sich vielleicht fragen, was ich als Oldie zu diesem Thema sagen will. Ich bin überzeugt, dass wir den Vorstoss überweisen müssen, und zwar mit folgender Begründung: Ich half schon vor 30 Jahren mit und war Mitbegründer des Jugendparlaments Oberaargau; dies zusammen mit anderen Leuten aus verschiedenen Parteien, und dies aus der Überzeugung heraus, dass wir die Jugend so rasch wie möglich und so früh wie möglich integrieren und motivieren müssen. Wir hatten im Oberaargau sogar ein Unikum: Wir haben für das Jugendparlament ein Gemeindefinanzierung gemacht: pro Kopf 20 Rappen. Die allermeisten Gemeinden haben mitgemacht und das Jugendparlament besteht noch heute. Es hat sicher eine wechselvolle Geschichte gehabt, das ist klar, aber es hat immerhin zwei nationale Politiker hervorgebracht, ohne dass ich Namen nenne, und es hat mehrere Grossrätinnen und Grossräte hervorgebracht.
Das Jugendparlament ist ein Instrument, mit dem sie sich ausdrücken können, aber dass sie nachher auch etwas Konkretes bewirken können, dass sie sich artikulieren können, ist für mich etwas anderes. Jungpartei und Jugendparlament sind kein Widerspruch. Das kann sogar Synergien bieten. Staatspolitisch kann man Bedenken haben, aber man kann es auch als Motivationsschub anschauen. Darum: Geben wir der Jugend nicht nur ein Forum, damit sie sich artikulieren können, sondern geben wir ihnen doch auch ein konkretes Tool, mit dem sie etwas bewirken können. Das wird in diesem Rat keine Revolution auslösen, sondern es wird ein erwünschter Impuls sein. In diesem Sinn empfehle ich Ihnen die Zustimmung.