Christoph Grupp · GRÜNE

de
Gran Consiglio (BE)25 nov 2025
Christoph Grupp, Biel/Bienne (GRÜNE), Mitmotionär, Fraktionssprecher. Ich glaube, wir haben sehr oft gehört, dass das Anliegen von den meisten grundsätzlich unterstützt wird, dass man sich im Sinn äussert von: Materialien, die in Gebäuden sind, sind auch Ressourcen, wichtige Ressourcen, aufwendig hergestellt, hintransportiert und in diesen Häusern vorliegend. Und wenn dann einmal das Haus oder auch nur ein Teil davon abgebaut wird, wäre es eben sinnvoll zu wissen, was alles drinsteckt.

Ich weiss nicht, ob es Ihnen bewusst ist: Bei uns allen liegt jetzt auch ein Handy auf dem Tisch. Es gibt so einen Vergleich. Was haben Sie das Gefühl: Was enthält mehr Gold, eine Tonne Golderz oder eine Tonne Handys? Ich weiss nicht, ob Sie sich das schon einmal überlegt haben. Es ist etwa gleich viel. Und deshalb hat man schon lange das Potenzial erkannt, dass man eben auch elektronische Geräte recycelt und z. B. das Gold wieder daraus herausholt.

Genau das wäre auch die Idee für den Gebäudepark: dass man mindestens die Ressourcen wieder brauchen kann, wenn man dort einmal devestiert. Genau das will die Motion unseres Kollegen Thomas Gerber. Er ist auch nicht irgendwie wirklichkeitsfremd. Ich glaube, er ist einer von wenigen hier im Saal, der regelmässig auf Baustellen ist. Als Schreiner geht er dort ein und aus und kennt die Materialflüsse, nicht nur, was das Holz angeht, sondern auch diejenigen seiner Handwerkskolleginnen und -kollegen links und rechts. Darum ist er sicher nicht so weltfremd, wie das jetzt dargestellt worden ist.

Es ist sicher möglich, dass man diese Daten und Ressourcen erfasst, dass Architektinnen und Architekten dies z. B. aufgrund der Offerten, die von den verschiedenen Unternehmern eingereicht wurden, erfassen könnten. Vielleicht ist tatsächlich etwas ungeschickt formuliert, dass das der Kanton machen müsste. Wenn man dies allenfalls in ein Postulat wandeln würde, könnte man das korrigieren und sagen, man könne kantonsseitig schauen, wie das erfassbar wäre, damit eben diese Ressourcen künftig genutzt werden.

Ich habe zugehört. Dominik Blatti hat z. B. gesagt, das müsse man ja ohnehin machen: Wenn ein Haus abgerissen werde – ich glaube, du bist es gewesen –, werde nachher erfasst, was dort anfällt. Wenn man aber schon eine Grundlage hätte und wüsste, dass man diese und diese und diese Materialien bereits verbaut hat in diesem Haus, würde wahrscheinlich die Erfassung dafür erleichtert. Von daher ist die Bürokratie relativ. Vielleicht wäre es dann vorgelagert ein bisschen mehr, aber hinterher würde es einfacher.

In diesem Sinn bitte ich Sie, dies zu unterstützen, insbesondere, wenn es in ein Postulat gewandelt sein sollte, sodass Sie sagen können: «Okay, wir machen einen Schritt und versuchen, dass wir die Ressourcen künftig wieder mobilisierbar machen und das Bewusstsein schärfen.» Danke, wenn Sie dem so zustimmen können.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0