Thomas Gerber · GRÜNE

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Gran Consiglio (BE)25 nov 2025
Thomas Gerber, Hinterkappelen (GRÜNE), Motionär. (Grossrat Gerber muss sein Votum aufgrund technischer Probleme ein zweites Mal beginnen. / Le député Gerber doit reprendre son intervention depuis le début en raison de problèmes techniques.) Ich versuche es noch einmal. Merci vielmals denjenigen, die technisch geholfen haben. Sehr geehrte Grossratsvizepräsidentin, sehr geehrter Herr Regierungsrat, liebe Ratskolleginnen und -kollegen, also, noch einmal: Stellen Sie sich vor, das Rednerpult hier, vor dem ich stehe, wäre zur Hälfte aus Kupfer. Um dieses Kupfer aus der Natur zu gewinnen, brauchen wir das Volumen dieses ganzen Saals. Und es braucht noch ein bisschen Wasser. Es würde etwa so hoch stehen, dass die Leute auf den äussersten und hintersten Podesten noch den Kopf aus dem Wasser hätten; 50’000 Liter Wasser würde es nämlich brauchen. Aber diejenigen, die jetzt noch den Kopf aus dem Wasser haben, sollten sich nicht zu früh freuen, denn es ist nämlich so, dass dieses Wasser mit Schwermetall verseucht ist, und dieses bleibt zurück – ungeniessbar.

Das ist so bei der Ressource Kupfer, die wir tagtäglich brauchen, auch im Bau, überall. Mit einer Tonne Kupfer können wir – ich sage jetzt mal – schätzungsweise fünf bis zehn Wohnungen bauen.

Was hat das mit dem Materialnachweis zu tun, den ich gerne hätte? Es zeigt auf, wie unwahrscheinlich wertvoll diese Ressource ist. Wir verbrauchen Wasser, wir schieben Erde herum, wir brauchen immens viel Energie. Irgendwann wird es wahrscheinlich wesentlich werden, wie viel Energie in etwas steckt. Wir sind schon ein bisschen daran, aber es wird wahrscheinlich in naher Zukunft ziemlich wesentlich werden.

Mit dieser Motion möchte ich gerne, dass man die Hauptressourcen, aus denen man Häuser baut, deklariert. 75 Prozent aller Ressourcen, die aus der Natur gewonnen werden, werden für den Hausbau verbraucht. Ich habe sie aufgelistet, ich werde sie nicht wiederholen. Der Grund könnte sein, dass man sich in Zukunft einmal überlegt, ob man das Haus abbrechen will oder nicht, weil man weiss, wie viele Ressourcen darin sind, wie viel Stahlbeton, Kupfer, und, und, und. Es kann sein, dass man sich z. B. bei der Umrüstung auf Glasfaserkabel überlegt: Wollen wir diese Kupferkabel herausnehmen oder wollen wir sie drinlassen? Das sind so zwei Nutzen.

Zu Punkt 2, wie man das aufbewahren könnte: Ich mache dazu gleich einen Vorschlag, denn das, was in der Antwort des Regierungsrates stand, schien mir ein bisschen kompliziert. Sobald ein Bauprojekt abgeschlossen wird, bekommt ein Bauherr einen Plansatz, heute meistens auf einer CD. Man kann es, wenn man will, auch noch auf Papier ausdrucken, aber in der Regel ist es eine CD, auf der alles drauf ist. Dort noch ein Blatt hinzuzufügen mit fünf, sechs Materialien sollte nicht so ein Aufwand sein. Wie kann man es zusammentragen? Der Architekt verlangt das von seinen Unternehmungen, und das kommt als Zahl daher. Der Architekt zählt es zusammen, schreibt es ein, eigentlich eine kurze Sache.

Merci vielmals, dass Sie mir hier zugehört haben, und jetzt bin ich gespannt auf die Diskussion.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0