André Roggli · Die Mitte

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Gran Consiglio (BE)30 nov 2023
André Roggli, Rüschegg Heubach (Die Mitte), Fraktionssprecher. Es ist ein wichtiges Anliegen, dass unsere Jägerinnen und Jäger seriös jagen und dass sie vor allem auch für die entsprechende Sicherheit besorgt sind, wenn sie am Jagen und Schiessen sind. Unfälle unter Alkoholeinfluss, das verspreche ich Ihnen, werden geahndet und es wird sofort hingeschaut. Ich verspreche Ihnen auch, dass man es sofort in allen Zeitungen lesen würde, wenn ein solcher Unfall passieren würde. Wenn ich zurückschaue, habe ich im Kanton Bern noch nicht viel zu diesem Thema gelesen. Wenn ein Bündner Jäger auf einen Einachser schiesst, kommt dies in allen Zeitungen. Also, da würde ganz sicher ganz genau hingeschaut.

Der namhafte Verband, den Herr von Arx erwähnt hat ... Ich verspreche Ihnen auch, dass die meisten regionalen Jagdvereine grösser sind als der namhafte Jagdverband, den er erwähnt hat. Das Anliegen der Motionärinnen und Motionäre für Sicherheit ist durchaus berechtigt. Ich bin völlig der Meinung, dass dies gut ist. Ich weiss nicht, wer von Ihnen je auf der Jagd war oder wer einmal bei einem Jagdtag dabei war und hineinschauen konnte, wie das läuft, oder wer vielleicht mit Jägerinnen und Jägern geredet hat.

Hanspeter hat vorhin gesagt, dass er so einen Jäger angetroffen habe. Als Hundebesitzer bin ich regelmässig im Wald. Ich bin mit meinen Hunden auch im Wald, wenn Jagd ist. Ich könnte auch dort sagen, dass ich mich gar nicht sicher fühle, aber ich fühle mich durchaus sicher, wenn ich im Wald bin. Ich gehe zu den Jägern hin, rede mit ihnen und sage: «Du, wo seid ihr unterwegs? Wo ist die ideale Hunderunde?» Wir kommen gut zurecht und nebeneinander durch. Ich hätte noch nie gerochen, dass einer Alkohol getrunken hat. Ich hätte noch nie gesehen, dass einer torkelt.

Unsere Jäger sind durchaus seriös. Ich weiss, es gibt uralte Geschichten, die man sich erzählt, wie diese getrunken haben und wie sie besoffen durch den Wald stürmen. Das ist nicht mehr die heutige Realität. Das steht auch in der Antwort der Regierung. 99 von 100 Jägern sind mit dem Auto unterwegs und sind dem KSVG unterstellt, und diese haben ihre 0,5 Promille – genau, was gefordert wird. Da müssen wir nicht noch extra etwas schaffen, das dies kontrolliert. Wenn wir dies schaffen wollen, wenn Sie dies einführen wollen, dann sagen Sie gleichzeitig Ja zu einer Erhöhung der Anzahl Wildhüterinnen und Wildhüter, damit sie ihrem Job gerecht werden können. Sie müssen dann entsprechende Kurse machen.

Sie sagen gleichzeitig Ja dazu, dass die Polizeikorps aufgestockt werden, damit sie in der Lage sind, Kontrollen zu machen. Vorhin wurde gesagt: «Wir wollen nicht, dass Kontrollen gemacht werden.» Wenn wir ein Gesetz einführen, wollen wir, dass Kontrollen gemacht werden, sonst brauchen wir gar nicht darüber zu sprechen. Worüber diskutieren wir überhaupt hier in diesem Saal? Also, in diesem Sinn verstehe ich nicht genau, was Sie mit dieser Motion wollen, aber ich bin vielleicht auch ein bisschen neben aussen, spielt keine Rolle. Die Mitte steht dem Anliegen schräg entgegen und lehnt dieses ab. Ich hoffe, dass Sie dies auch tun können. Merci.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0