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Wasserversorgung in Trockenperioden – Nutzung der Reserven von Bodensee und Genfersee

(26.4419)InterpellanzaDepositato
Svizzera1 ott 2026
Profilo
Tipo
Interpellanza
Stato
Depositato
Parlamento
Svizzera
Numero
26.4419
Inizio
1 ott 2026
Riferimenti e fonte
Fonte ufficiale
Profilo ufficiale
ID esterno
20264419
Contributi(2)
Cronologia(1)
  • Depositato
Testi(3)
  • Titolo dell'oggettoTEXT
    Titolo segue
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Sommer 2026 war in weiten Teilen der Schweiz von anhaltender Trockenheit und Hitze geprägt. Es gab immer wieder solche Perioden. In einigen Regionen der Schweiz kam es 2026 zu Einschränkungen bei der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern, zu Problemen in der Landwirtschaft und zu lokal angespannten Trinkwassersituationen. Gleichzeitig verfügt die Schweiz über grosse Anteile an zwei der bedeutendsten Süsswasserreservoire Europas – dem Bodensee und dem Genfersee.

    Deutschland kann dem Bodensee im Rahmen bestehender Rechte bis zu 670 Millionen Liter Wasser pro Tag entnehmen und leitet dieses unter anderem bis nach Stuttgart. Diese Rechte sind bis 2038 befristet. Die Schweiz nutzt diese Reserven bislang nur in begrenztem Umfang. Im September 2025 hat Bundesrat Albert Rösti mit Frankreich neue Abkommen zur gemeinsamen Bewirtschaftung von Rhone und Genfersee unterzeichnet.

  • BegründungTEXT

    Vor diesem Hintergrund stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:

    1. Wie beurteilt der Bundesrat die aktuelle und künftige Wasserversorgungssituation der Schweiz unter Berücksichtigung früherer Trockenperioden und der aktuellen Trockenheit?

    2. In welchem Umfang nutzt die Schweiz derzeit Wasser aus dem Bodensee und dem Genfersee für die Trinkwasserversorgung und für andere Zwecke (Landwirtschaft, Industrie)? Welche Kapazitäten bestehen noch?

    3. Welche rechtlichen, technischen und organisatorischen Möglichkeiten sieht der Bundesrat, um mit den Kantonen in Trockenperioden Wasser aus Bodensee und Genfersee gezielt in Regionen mit bekannten Versorgungsengpässen zu leiten?

    4. Plant der Bundesrat Massnahmen oder Prüfaufträge, um die bestehende Wasserinfrastruktur besser zu vernetzen und die grossen See-Reserven stärker für die nationale Versorgungssicherheit nutzbar zu machen?

    5. Wie bewertet der Bundesrat die bestehenden internationalen Abkommen (Bodensee und Genfersee) im Hinblick auf eine allfällige verstärkte Nutzung durch die Schweiz?

    6. Stimmt es, dass Bayern auf die Entnahme von Bodenseewasser mit Verteilung bis nach Franken verzichtet? Wie wird die Schweiz in das deutsche Projekt «Zukunftsquelle» einbezogen?

    7. Wie wird der Bundesrat bei der Neuverleihung die Schweizer Interessen einbringen, namentlich bei Entnahmen ausserhalb des hydrologischen Einzugsgebiets und in Trockenperioden?

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0