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Umsetzung des angekündigten Ausbaus der Bildungsverlaufsdaten und des Bildungsmonitorings 2.0

(KA 30501)Kleine Anfragen
Liechtenstein30 set 2026
Profilo
Tipo
Kleine Anfragen
Parlamento
Liechtenstein
Numero
KA 30501
Inizio
30 set 2026
Riferimenti e fonte
Fonte ufficiale
Profilo ufficiale
ID esterno
30501
Cronologia(2)
  • BeantwortetRisposto
  • EingereichtPresentato
Testi(2)
  • Antwort vom 02. Oktober 2026HTML
    2 ottobre 2026

    zu Frage 1:

    Die Massnahmen zur Weiterentwicklung der Bildungsverlaufsdaten werden vom Amt für Statistik erarbeitet. Nach einer längeren Vakanz konnte die zuständige Stelle beim Amt für Statistik im Februar 2026 neu besetzt werden. Seither werden prioritär die statistischen Grundlagen aufgearbeitet, die für die Berechnung von Bildungsindikatoren und für weiterführende Analysen erforderlich sind. Parallel dazu bereitet das Amt für Statistik die vertraglich vorgeschriebenen internationalen Datenlieferungen vor. Diese gewährleisten die internationale Vergleichbarkeit der liechtensteinischen Bildungsdaten.

    Für den zweiten Bildungsbericht arbeitet das Amt für Statistik eng mit dem Liechtenstein-Institut zusammen. Ziel ist es, konsistente Datenreihen für mindestens zehn aufeinanderfolgende Berichtsjahre bereitzustellen. Die Aufbereitung ist aufwendig, weil zahlreiche Datenquellen mit unterschiedlichen Definitionen, Zeitständen und Qualitätsniveaus zusammengeführt werden müssen.

    Im Bereich der Tertiärbildung wurden mit dem schweizerischen Bundesamt für Statistik sowie dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Abklärungen zur Verbesserung der Datengrundlage durchgeführt. Zudem wird aktuell mit dem Bundesamt für Statistik erneut geprüft, unter welchen Voraussetzungen vertrauliche Einzeldaten zu liechtensteinischen Studierenden grenzüberschreitend übermittelt und mit vorhandenen Daten verknüpft werden können.

    zu Frage 2:

    Derzeit wird die Kodierung der Ausbildungs- und Berufsfelder revidiert und an die international verwendete Klassifikation ISCED-F 2013 angepasst. Darüber hinaus sind weitere Revisionen der Bildungsstatistik geplant. Diese sollen insbesondere die Datengrundlage und die statistischen Auswertungsmöglichkeiten im Bereich der höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe verbessern, wobei neue Kennzahlen aus diesen Arbeiten bislang noch nicht veröffentlicht werden konnten.

    zu Frage 3:

    Belastbare Auswertungen und somit auch Aussagen sind derzeit nur eingeschränkt möglich. Für liechtensteinische Studierende an Hochschulen in der Schweiz und in Liechtenstein können gewisse Angaben zu Studienabbrüchen, Studienunterbrechungen, Studienwechseln und Studienerfolgsquoten innerhalb der Tertiärstufe ausgewertet werden, soweit die vorhandenen Daten dies zulassen. Für Studierende in anderen Ländern besteht derzeit keine entsprechende Datengrundlage.

    zu Frage 4:

    Für liechtensteinische Studierende ausserhalb Liechtensteins liegen keine Einzeldaten vor, die eine Analyse zu Studienverläufen und Abschlüssen über Bildungsstufen hinweg ermöglichen. Eine Verknüpfung mit Angaben zur vorausgehenden Bildungslaufbahn oder zum soziokulturellen Hintergrund ist daher derzeit nicht möglich. Zudem sind bei einzelnen Personengruppen und Fachbereichen die Fallzahlen zu klein, um statistisch belastbare Aussagen zu ermöglichen.

    Gründe hierfür sind insbesondere die rechtlichen und institutionellen Voraussetzungen des grenzüberschreitenden Datenaustauschs, die Heterogenität der Datenquellen, der erforderliche Aufbereitungsaufwand sowie die geringe Grösse einzelner untersuchter Gruppen.

    Deshalb kann derzeit kein verbindlicher Zeitpunkt für die Schliessung der Datenlücken genannt werden.

    zu Frage 5:

    Der zweite Bildungsbericht soll im Frühjahr 2028 veröffentlicht werden. Er wird Analysen zu Bildungsverläufen auf Grundlage der vom Amt für Statistik aufbereiteten Daten enthalten.

    Ob und in welcher Form das dauerhafte Bildungsmonitoring mit regelmässiger kohortenbasierter Analysen zu Bildungsverläufen zur Verfügung stehen wird, ist derzeit noch nicht abschliessend bekannt.

     

  • Frage vom 30. September 2026HTML
    30 settembre 2026

    In der Beantwortung der Kleinen Anfrage «Fehlende öffentliche Kennzahlen im Bildungsbereich» vom 5. Dezember 2025 führte die Regierung aus, dass für Studierende im Ausland keine kohortenverfolgbaren Daten zu Studienabbrüchen, Unterbrechungen und Bildungsverläufen vorlägen. Gleichzeitig wurde ausgeführt, dass ein Ausbau des Themenbereichs «Bildungsverläufe» geplant sei und in das statistische Programm des Amts für Statistik aufgenommen werden solle. Zudem erklärte die Regierung, den Input für ein erweitertes Bildungsmonitoring aufzunehmen.

    Seit dieser Beantwortung sind mehrere Monate vergangen. Für die politische Steuerung der Bildungs-, Fachkräfte- und MINT-Strategie ist es von Interesse zu erfahren, welche konkreten Fortschritte inzwischen erzielt wurden und welche zusätzlichen Kennzahlen künftig verfügbar sein werden.

    1. Welche der in der Beantwortung vom 5. Dezember 2025 angekündigten Massnahmen zur Weiterentwicklung der Bildungsverlaufsdaten wurden bis heute vollständig umgesetzt und welche konkreten Ergebnisse liegen daraus vor?

    2. Über welche zusätzlichen Bildungs- und Bildungsverlaufskennzahlen verfügt die Regierung heute, die zum Zeitpunkt der damaligen Beantwortung noch nicht verfügbar waren?

    3. Kann die Regierung heute belastbare Aussagen zu Studienabbrüchen, Studienunterbrüchen, Studienwechseln oder Studienerfolgsquoten von Liechtensteiner Studierenden im In- und Ausland machen?

    4. Welche damals festgestellten wesentlichen Datenlücken bestehen weiterhin, aus welchen Gründen bestehen sie noch und bis wann sollen sie geschlossen werden?

    5. Bis zu welchem verbindlichen Zeitpunkt wird ein Bildungsmonitoring vorliegen, das eine kohortenbasierte Nachverfolgung von Bildungsverläufen und Bildungsabschlüssen ermöglicht?

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0