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Machbarkeitsstudie Goumoën; Projektierungskredit

(2016.PRD.000132)Sachgeschäft
Municipio Bern (BE)21 set 2016
Interventi(22)
Ordinato per Data dell'intervento, Decrescente
22 Risultati
  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Die Abstimmungsbotschaft habt ihr einstimmig angenommen. Wir kommen jetzt nicht zu Traktandum 6, denn ihr habt den Ordnungsantrag angenommen, das heisst, wir behandeln jetzt die Traktanden 15 und 18.

  • Intervento
    Intervento
    Municipio

    2016.PRD.000132: Abstimmungsbotschaft

    Annahme
    Ja 61
    Nein 0
    Enthalten 0

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Ihr habt die Abstimmungsvorlage einstimmig angenommen. Dann stimmen wir noch ab über die Abstimmungsbotschaft.

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    Intervento
    Municipio

    2016.PRD.000132: Bereinigte Abstimmungsvorlage

    Annahme
    Ja 60
    Nein 0
    Enthalten 0

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Ihr habt den Antrag angenommen. Dann stimmen wir über die so bereinigte Abstimmungsvorlage ab.

  • Intervento
    Intervento
    Municipio

    2016.PRD.000132: Antrag 1

    Annahme
    Ja 56
    Nein 6
    Enthalten 0

  • Intervento
    Intervento
    Municipio

    1 PVS

    Es soll geprüft werden, ob und inwiefern gewisse Flächen von Anfang an als Atelierschulkonzept umgesetzt werden könnten und ob bereits jetzt auf gewisse Trennwände verzichtet werden könnte.

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Merci, Franziska. Dann kommen wir zu den Abstimmungen. Wir stimmen zuerst über den Antrag ab. Ihr findet ihn auf der Antragsliste auf Seite 4. Es ist der PVS-Antrag zum Stichwort Atelierschulkonzept.

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    Franziska Geiser(Grünes Bündnis)
    Franziska Teuscher, Direktorin BSSMunicipio

    Franziska Teuscher, Direktorin BSS: Ich gehe jetzt auf die Frage, wie stark man hätte verdichten können oder sollen, nicht ein. Alec hat es schon ein bisschen transparent gemacht. Im Gemeinderat waren die Meinungen dazu auch unterschiedlich. Ich freue mich, dass wir euch heute das Projekt vorlegen können, denn ich finde: Es ist tatsächlich ein sehr tolles Projekt, diese neue Volksschule im Weissenbühl, weil wir diese einfach in diesem Stadtteil auch nötig haben. Ihr wisst alle, dass wir auch beim Pestalozzi-Schulhaus schon eine neue Schule gebaut haben, auch eine wunderschöne Schule, aber dass das einfach noch nicht genügt.

    Ich finde, bei diesem Projekt ist es jetzt wirklich gelungen, das Miteinander von Schule und Quartier von Anfang an anzuschauen und von Anfang an das ganze Gebäude und die ganze Anlage auch miteinander zu planen. Und daher bin ich davon überzeugt, dass das Schulhaus auch ein Vorbild sein wird für weitere Schulhäuser, denn wir haben vorhin eben über Verdichten gesprochen. Ich finde auch, man muss mehrere Nutzungen im gleichen Gebäude, in gleichen Aussenräumen möglich machen, noch viel mehr als wir das bisher getan haben. Alec hat gesagt, ich könne noch sagen, was noch nicht gesagt wurde. Ich lege den Fokus als Bildungsdirektorin und grüne Politikerin auf ein paar Punkte. Ich finde es sehr schön, dass wir auch bei diesem Schulhaus eine Fotovoltaikanlage auf das Dach setzen können, und zwar unter Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Solarprojekts. Ich finde das sehr wichtig, denn Solaranlagen auf Dächer stellen, das wäre vielleicht das Einfachste. Aber es ist eben wichtig, dass Schülerinnen und Schüler selber erleben können, was Solarenergie kann und damit sie auch sehen, dass wir mit der Solarenergie einen guten Weg in eine zukunftsgerichtete Energiepolitik gehen, aber vor allem auch, damit sie entdecken, dass es ganz neue Berufe gibt. Im Solarbereich gibt es verschiedene, ganz neue Berufe. Und genau diese Jugendlichen bauen dann unsere Solaranlagen auf unseren Schulhäusern und entdecken dadurch auch zukunftsgerichtete Berufsfelder.

    Nachher finde ich es auch super, dass wir die Ganztagesschule dort einrichten können. Ich bin sicher, in 10 Jahren werden die Kritikerinnen und Kritiker unserer Politik heute sagen: Warum haben sie nicht viel mehr Ganztagesschulen vorgesehen? Ich bin davon überzeugt, dass Ganztagesschulen das Schulmodell der Zukunft sind. Wie gesagt, die Räume werden sehr vielfältig genutzt von der Schule, der Tagesbetreuung, aber eben auch vom Quartier. Denn wir wissen alle, dass eine Schule häufig leer steht, sei das am Abend, sei das am Wochenende, sei das in den Ferien. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Räume auch möglichst optimal nutzen können. Und natürlich – mir als Biologin ist der naturnahe Aussenraum sehr wichtig. Und auch dahingehend finde ich das Projekt sehr toll, denn es hat ermöglicht, dass wir eine grüne Oase erhalten können, dass die Goumoëns-Matte bleibt. Und ich finde es auch schön, dass die Wiese dem Quartier wirklich so am Herzen liegt, dass es sich auch dafür eingesetzt hat und dass es auch dafür gekämpft hat. Daher ist das Schulhausprojekt, dieser Aussenraum für mich ein Glücksfall. Wir haben, glaube ich, in der Stadt Bern noch nie eine Schulanlage gehabt, die 37% naturnahe Umgebung hatte. Viele von euch denken vielleicht, das sei zu viel. Nein, das ist eigentlich das, was die neuen Richtwerte verlangen. Wenn wir die Biodiversität in der Schweiz erhalten wollen, müssen wir in Zukunft überall 30% Biodiversitätsfläche machen und hier bei unserer Schule der Zukunft sind wir auf gutem Weg. Alec hat gesagt, wir investierten das Geld hier gut in die Kinder, aber wir investieren das Geld auch in die Naturerhaltung und in die Biodiversitätserhaltung. Merci vielmals.

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Merci, Alec. Dann kommt Franziska Teuscher.

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    Alexander Feuz(Unione democratica di centro)
    Alec von Graffenried, StadtpräsidentMunicipio

    Alec von Graffenried, Stadtpräsident: Ich werde nicht die ganze Redezeit beanspruchen. Franziska muss keine Angst haben. Ich werde sehr kurz reden.

    Danke, dass ihr diese Debatte überhaupt geführt habt, und danke, dass ihr uns damit die Chance gebt, dass wir auch noch etwas dazu sagen können. Ich möchte auch auf das zurückkommen, was Marcel Wüthrich erwähnt hat. Das Projekt hat ja eine längere Vorgeschichte. Und die war bei weitem nicht immer so wenig kontrovers wie jetzt.

    In der Kommission haben wir eine sehr entspannte Debatte geführt. Es ist immerhin ein sehr grosses Projekt. Mit 78 Mio. Franken ist es doch auch ein ziemlich teures Projekt. Und ich glaube, es verdient schon, dass man ein bisschen darauf zurückschaut. Ich musste schmunzeln, als Nora sagte, man hätte doch vielleicht noch ein bisschen mehr verdichten sollen. Das Gefühl hatten wir am Anfang auch, und eben gesagt, Beachcenter und Schule könne man zusammenbringen. Ich darf euch vielleicht noch ein kleines Geheimnis verraten. Als ich mit dem Projekt zum ersten Mal in den Gemeinderat ging, hat der Gemeinderat noch gesagt: Könnte man es nicht noch ein bisschen dichter machen, könnte man nicht noch Wohnungen oben auf das Schulhaus bauen und auf das Beachcenter? Also, auch der Gemeinderat hat sich damals sehr stark in Richtung Verdichtung bewegt, aber es hat nachher Widerstand gegeben. Dieser ist aus dem Quartier gekommen, ist nachher auch in den Stadtrat hineingekommen, so dass wir eine neue Lösung suchen mussten. Und wir haben die Lösung gefunden, indem wir das Beachcenter herausgenommen haben. Für das Beachcenter hat sich eine sehr eine gute Lösung ergeben, indem es jetzt nach Ausserholligen kommt, zur Bahnstation, viel besser erschlossen, gerade neben dem Weyermannshaus. Also, das passt vielleicht auch etwas besser, denn dort können sie vielleicht ab und zu nicht nur Beachvolleyball spielen, sondern auch noch ein bisschen den Beach im "Weyerli" geniessen – also, eine gute Lösung für das Beachcenter und jetzt auch die wunderbare Schule. Einmal mehr ist es ein Schulhaus, wo, glaube ich, die Kinder sehr privilegiert sein werden, wenn sie dort in die Schule gehen können, mit dieser Umgebung, mit der Wiese, mit dem Wald nebendran. Ich glaube, viel besser können wir unser Geld nicht ausgeben, als Schulen zu bauen für die Kinder, und so wunderbare Schulen bauen wie eben dort auf der Goumoëns-Matte die Weissenbühl-Schule. Ich freue ich mich sehr. Danke für die gute Zustimmung. Und jetzt hast du noch genug Zeit, Franziska, um alles zu sagen, was noch nicht gesagt wurde.

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    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Danke, Marcel. Es hat der Gemeinderat das Wort. Vorgesehen sind Alec und Franziska. – Für den Gemeinderat, Alec von Graffenried.

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    Marcel Wüthrich(Grüne Freie Liste)
    Marcel Wüthrich (GFL) für dieMunicipio

    Marcel Wüthrich (GFL), Einzelvotum: Ich erinnere mich noch gut an die Stadtratssitzung vom 29. August 2019, als wir hier den Projektierungskredit behandelten. Hier ging es um eine erste Projektidee, die der Stadtbaumeister als sogenannten Tanker bezeichnet hat. Es wäre ein 100 Meter langes Gebäude gewesen, 5-stöckig und – ja, Nora – es gibt vielleicht auch Grenzen der Verdichtung, denn ich habe mich gegen das überladene Projekt zünftig gewehrt. Ich hatte unter anderem auch das STEK (Stadtentwicklungskonzept) in den Händen. Aber unterdessen muss ich sagen, die Beachvolleyball-Halle konnte man verlegen. Und ich darf wirklich feststellen: Seither hat das Projekt wirklich eine Metamorphose durchlebt: Und ich will wirklich auch einmal die Stadtverwaltung ausdrücklich loben. Das ist ein sehr gefälliges Projekt geworden. Die Goumoëns-Matte bleibt unangetastet. Der Bauverkehr läuft via BLS-Seite und nicht durch das Quartier. Vor allem hat offensichtlich auch die Partizipation mit dem Quartier sehr gut geklappt. Dafür möchte ich danken. Merci.

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Danke, Alex. Dann kommen wir zu den Einzelvoten. Marcel Wüthrich.

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    Alexander Feuz(Unione democratica di centro)
    Alexander Feuz (SVP) für dieMunicipio

    Alexander Feuz (SVP) für die Fraktion: Nur ganz kurz, ich war ursprünglich einmal Referent. Und ich möchte den Leuten danken, die mit mir in der Kommission waren. Das erste Projekt wäre nämlich viel zu gross, überdimensioniert gewesen. Insbesondere die heutige Gemeinderätin Marieke Kruit und auch Patrik Wyss von der GFL haben sich dafür eingesetzt, dass es eben angepasst wird und so eine gewisse Quartierverträglichkeit ergibt. Deshalb stimme ich dem Projekt zu. Aber ihr seht: So muss man Schulhäuser bauen. Man muss nicht immer die Maximalvariante wählen wie im Kirchenfeld, wo es nachher jahrelang durch Einsprachen verzögert wird. Darum sage ich, man müsse die Leute einbinden.

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    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Merci, Tanja. Gibt es weitere Voten? – Alex Feuz für die SVP-Fraktion.

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    Tanja Miljanović(Grüne Freie Liste)
    Tanja Miljanovic (GFL) für dieMunicipio

    Tanja Miljanovic (GFL) für die Fraktion: Vor lauter sprechen, habe ich vergessen noch 2 Sätze zu unserer Fraktion. Die Fraktion begrüsst das Geschäft sehr. Wir finden es auch wirklich super, stellen auch keine Anträge. Ich habe das wirklich ganz genau angeschaut, aber es ist tatsächlich vorbildlich in allen 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit. Und das entspricht natürlich ganz der Vision der GFL – grün, sozial und liberal. Wunderbar.

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Merci, Nora. – Für die GFL, Tanja Milanovic.

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    Nora Joos(Junge Alternative)
    Nora Joos (JA!) für dieMunicipio

    Nora Joos (JA!) für die Fraktion: Die GB/JA!-Fraktion begrüsst, dass der dringend notwendige neue Schulraum im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl geschaffen werden kann. Positiv finden wir unter anderem die folgenden 4 Aspekte. Erstens: Die Lage am Waldrand und neben der grünen Matte ist für die Schüler*innen optimal. Und es ist positiv, kann der bestehende Freiraum für das Quartier erhalten werden. Zweitens: Neben 24 Klassenzimmern entstehen auch eine wichtige Ganztages- und Tagesschule, eine Doppelturnhalle und Fachzimmer. Drittens wird der Aussenraum mit einem Nass-Biotop aufgewertet. Fast 40% der Fläche bleiben naturnah und rund 50 neue Bäume werden anstelle der 24 gefällten gepflanzt. Und der 4. positive Aspekt: Die Rollsportanlage wird wieder installiert und es entstehen 2 Jugendräume sowie eine weitere öffentliche Toilette.

    Bezüglich der Rollsportanlage fordert die GB/JA!-Fraktion die Verwaltung an dieser Stelle auf, während der Bauphase einen Zwischenstandort im Quartier zu suchen und umzusetzen. Danke. Trotz diesen 4 und noch weiteren nicht erwähnten Vorteilen des Geschäfts ist der GB(JA!-Fraktion an der jetzigen Vorlage aber etwas ein kleiner Dorn im Auge, und zwar das Nutzungsmass. Die GB/JA!-Fraktion sieht in der jetzigen Vorlage eine verpasste Chance für eine wirkliche Verdichtung nach innen und hätte sich ein Gebäude mit mehr als 3 Geschossen gewünscht, so dass man weiteren notwendigen Schulraum im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl dort hätte unterbringen können. Deshalb ist die jetzige Möglichkeit einer Geschossaufstockung auf 2 der 3 Bauträger nur ein kleiner Trost. Ein grösseres, respektive höheres Schulhaus hätte GB/JA! sich gewünscht, damit mehr Klassen Platz haben, aber auch, damit eine Quartierküche hätte gebaut werden können. GB/JA! ist der Meinung, dass aufgrund des grossen Zuwachses bei der Tagesbetreuung bei jedem Neu- oder Umbau von Schulhäusern Quartierküchen mitgedacht werden müssen. Das Kochen vor Ort gehört zu einer Schule der Zukunft. Es darf nicht der Standard sein, dass die Mahlzeiten angeliefert werden. Für die Volksschule Weissenbühl ist zumindest positiv, dass die Ziegler-Küche nah ist und keine langen Transportwege entstehen. Die GB/JA!-Fraktion fordert, dass bei zukünftigen Schulhausvorlagen das Kochen vor Ort Standard ist, und bittet den Gemeinderat deshalb, Quartierküchen bei allen kommenden Schurraumprojekten konsequent einzuplanen. Trotz der verpassten Chance für eine Quartierküche bei der Volksschule Weissenbühl und einer mutigen Verdichtung nach innen oder eben in die Höhe, stimmt die GB/JA!-Fraktion dem Baukredit zu, und den PVS-Antrag, den Tanja vorhin vorgestellt hat, nehmen wir an.

  • Intervento
    Intervento
    PräsidentinMunicipio

    Präsidentin: Merci, Tanja. Gibt es Diskussionsbedarf? – Nein, dann kommen wir direkt zu – Doch, Nora Joos für die GB/JA!-Fraktion.

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0