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Protezione del clima e criptovalute. Promuovere tecnologie blockchain efficienti sul piano energetico

(21.3119)PostulatoLiquidato
Svizzera10 mar 2021
Interventi(3)
Ordinato per Data dell'intervento, Decrescente
3 Risultati
  • Votazione
    Intervento
    Svizzera
  • testo del discorso
    Albert Rösti(Unione democratica di centro)
    Svizzera

    Ich nehme dazu gerne im Namen des Bundesrates wie folgt Stellung: Der Energieverbrauch einer Blockchain-Lösung hängt vom Mechanismus ab, wie die digitalen Transaktionen validiert werden. Das wird auch Mining genannt. Je nach Validierungsmassnahmen ist das mehr oder weniger energieintensiv.

    Die internationale Tendenz geht durchaus in Richtung energieeffizienterer Lösungen - man sucht hier nach Methoden mit weniger Stromverbrauch. Das geschieht im Moment ohne spezielle Förderung. Die Treiber sind vor allem ökonomisch, weil energieintensiver ja auch kostenintensiver heisst. Es haben also alle ein Interesse daran, dass es am Ende weniger Strom braucht.

    In der Schweiz wird das energieintensive Mining von Bitcoin kaum durchgeführt; das ist, glaube ich, das wesentliche Element. Der Stromverbrauch für Information, Kommunikation und Unterhalt ist seit 2010 rückläufig. Der Energieverbrauch von Krypto ist ein internationales und kein Schweizer Thema.

    Der Bedarf an Rechenzentren ist in der Schweiz zunehmend - das ist richtig -, dies aber kaum aufgrund der Distributed-Ledger-Technology, zu denen auch Blockchain gehört. Der Bundesrat ist bemüht, mit Effizienzmassnahmen dem Anstieg des Verbrauchs bei Rechenzentren entgegenzuwirken, denn deren Effizienzpotenzial wird auf 46 Prozent - also sehr hoch - eingeschätzt. Ich glaube, gerade mit dem Mantelerlass haben wir jetzt auch ein Instrument, diesen [PAGE 518] Effizienzmarkt, geschaffen, das auch hier dazu beitragen könnte, die Effizienz zu steigern.

    Die Verwendung von Blockchain-Lösungen gewinnt derzeit auch in anderen Bereichen wie Industrie, Pharma oder Detailhandel an Bedeutung. Ihr Energieverbrauch ist in der Industrie aber eher vernachlässigbar, da energieeffiziente Lösungen verwendet werden.

    Das Postulat fordert die Erhebung des Energieverbrauchs von Distributed Ledger Technology. Eine solche Erhebung ist wegen des eben gerade Gesagten kaum umsetzbar. Aufgrund der vielfältigen Anwendungen müssten praktisch in allen Wirtschaftszweigen Daten erhoben werden. Zudem ist es zweifelhaft, dass eine solch komplexe Datenerhebung effektiv zu belastbaren Aussagen führen würde. Da der Energieverbrauch von Blockchains zudem kaum in der Schweiz, sondern vor allem im Ausland anfällt, erachten wir den Nutzen als untergeordnet.

    Aus diesen Gründen bittet Sie der Bundesrat, das Postulat abzulehnen.

  • testo del discorso
    Fabian Molina(Partito Socialista)
    Svizzera

    Auch wenn die Euphorie in Bezug auf Kryptowährungen in letzter Zeit wieder etwas nachgelassen hat, so ist doch der Einsatz von Kryptowährungen massiv gestiegen. Gemäss der Universität Cambridge verbraucht alleine die Kryptowährung Bitcoin pro Jahr 22 315 Terawattstunden Strom, was 0,54 Prozent des weltweiten Verbrauchs von elektrischer Energie darstellt. Die Tendenz ist steigend.

    Der ehemalige Finanzminister Ueli Maurer wollte unser Land zu einer Kryptonation machen, und dieses Parlament und die Kantone haben die Weichen entsprechend gestellt. Gleichzeitig schreibt der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu mehreren parlamentarischen Vorstössen, dass nach wie vor ungeklärt sei, wie denn die Klimawirkung dieser Technologie genau aussieht. Was wir sagen können: Der Stromverbrauch von Kryptowährungen ist erheblich, und es gibt auch Unterschiede zwischen den Technologien.

    Ich beantrage Ihnen deshalb mit dem vorliegenden Postulat, dass der Bundesrat beauftragt wird, den Energieverbrauch der Distributed-Ledger-Technologie und der dazugehörenden Blockchain-Technologie zu untersuchen und festzustellen, wie hoch der Energieverbrauch ist und wie dieser durch Massnahmen reduziert werden kann. Wenn wir die Frage der Verantwortung für die Klimakrise ernst nehmen wollen, wenn wir auch das Verursacherprinzip ernst nehmen wollen, dann müssen wir zumindest Klarheit darüber haben, wie es momentan in der Schweiz aussieht.

    Entsprechend bitte ich Sie, mein Postulat anzunehmen.

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0