Evitare le situazioni di stallo fra le due Camere
(04.481)- Tipo
- Iniziativa parlamentare
- Stato
- Liquidato
- Parlamento
- Svizzera
- Numero
- 04.481
- Inizio
- 16 dic 2004
- Fonte ufficiale
- Profilo ufficiale
- ID esterno
- 20040481
- CHE11 mag 2006
- Reto WehrliPartito popolare democratico
- Ruth HumbelAlleanza del Centro
- Elvira BaderPartito popolare democratico
- Maurice ChevrierPartito popolare democratico
- Dominique de BumanPartito popolare democratico
- Non è dato seguitoConsiglio nazionale
- Liquidato
- Non ancora trattato dalla Camera
- Titolo dell'oggettoEvitare le situazioni di stallo fra le due Camere
- Testo depositato
Fondandomi sull'articolo 160 capoverso 1 della Costituzione federale e sull'articolo 107 della legge sul Parlamento, presento la seguente iniziativa parlamentare:
La legge sul Parlamento va modificata per permettere alla Camera prioritaria, che ha proceduto a una prima discussione su un oggetto, di avviare una seconda discussione di dettaglio dopo che la seconda Camera ha deciso di non entrare in materia sul medesimo oggetto (art. 89. cpv. 2).
- Begründung
Bei der Revision des Betäubungsmittelgesetzes hat der Ständerat Eintreten beschlossen und das Gesetz im Detail beraten, der Nationalrat hat hingegen Nichteintreten beschlossen. Im anschliessenden Differenzbereinigungsverfahren konnte der Erstrat nur bei seinem Eintretensentscheid bleiben oder ihn verwerfen, die von ihm beschlossene Vorlage aber nicht ändern. Im vorliegenden Fall blieb der Ständerat bei seinem Eintretensentscheid; dies mit der logischen Folge, dass der Zweitrat bei seinem Nichteintretensentscheid blieb. Die Vorlage wurde folglich unverändert verworfen. Es wird deshalb schwierig sein, die in gewissen Punkten doch so wichtige Revision von Neuem an die Hand zu nehmen.
Bei der Debatte über die Verteilung der überschüssigen Goldreserven der Nationalbank ist die Situation ähnlich, nur dass dieses Mal der Nationalrat als Erstrat darüber beraten und der Ständerat einen Nichteintretensentscheid gefällt hat. In diesem Fall kann der Nationalrat keine neuen Vorschläge diskutieren, auf die der Ständerat eintreten könnte. Die Debatte führt somit ins Nichts und verunmöglicht es, die besten für beide Räte akzeptierbaren Lösungen zu finden.
Heute bezwecken die Räte mit einem Nichteintretensentscheid nicht mehr dasselbe wie früher. Eigentlich sollte Nichteintreten bedeuten, dass in einem gewissen Bereich kein neues Gesetz notwendig ist. Nun muss aber festgestellt werden, dass aufgrund der Polarisierung heutzutage ein Nichteintretensentscheid gefällt wird, um ein starkes politisches Zeichen zu setzen und um zu signalisieren, dass der Zweitrat mit dem Erstrat nicht einverstanden ist, selbst wenn im betreffenden Bereich Gesetze erlassen werden sollten.
Damit unnötige Blockaden vermieden und alle Möglichkeiten zur Lösungsfindung ausgeschöpft werden können, drängt sich in diesem Punkt eine Änderung des Parlamentsgesetzes richtiggehend auf.
Dati: OpenParlData · CC BY 4.0