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Alfred Bärtschi · UDC

de
Grand Conseil (BE)1 sept. 2025
Alfred Bärtschi, Lützelflüh (SVP), BaK-Sprecher, Fraktionssprecher. Ich muss gar nicht mehr so lange sprechen; Simon Buri und Karin Berger-Sturm haben schon einiges gesagt, auch über mein Projekt. Ich kann das ein bisschen abkürzen.

Das Siedlungsgebiet der Gemeinde Konolfingen ist – wir haben das vorhin auch von Simon Buri gehört – seit einem Hochwasser im Juli 1977 schon lange hoch gefährdet. Das richtete damals ziemlich viel Schaden an und nur mit viel Glück blieben grössere menschliche Schicksale aus.

Mit den zwei Projekten, die heute zur Abstimmung kommen, möchte man das ganze Gebiet beruhigen. Das Hauptproblem liegt in den ungenügenden Abflusskapazitäten; daher sind wasserbauliche Massnahmen nötig, um die Risiken auf ein tieferes Niveau reduzieren zu können.

Die Sohlen der Chise und des Gwärbkanals werden abgesenkt, die Chise entlang der Schlossmatt verbreitert und ökologisch aufgewertet. Bei der neuen Zufahrt zur Migros wird der ARA-Hauptkanal verlegt. Die BLS-Brücke wird unterfangen und der Fussgängersteg an der Thunstrasse wird ersetzt. Bei der Kern AG wird die Zufahrtsbrücke ersetzt und rechtsufrig werden die Ufermauern rückversetzt, damit man dort auch mehr Kapazität bekommt. Der bestehende Blocksatz wird erhöht. Bei der BLS-Brücke muss linksufrig die Ufermauer unterfangen und punktuell erhöht werden. Die Brücke beim Stationsweg und der Steg beim Bachweg werden ersetzt. Der Fussgängersteg beim Schloss Hünigen wird versetzt und die dazugehörenden Wege werden angepasst. Der Durchlass des Frimettigebachs wird ersetzt.

Das sind grosso modo die Massnahmen, die dort getroffen werden. Die Gesamtkosten sind mit 6,56 Mio. Franken veranschlagt. An die beitragsberechtigten Kosten von 6,004 Mio. Franken leistet der Kanton Bern einen Kantonsbeitrag Wasserbau von 4’442’960 Franken und einen Beitrag aus dem Renaturierungsfonds von 59’800 Franken. Der Bund beteiligt sich mit einem Beitrag an den Kanton aus der Programmvereinbarung «Gravitative Naturgefahren WBG» von 2,101 Mio. Franken.

Die Kosten von rund 60’000 Franken für die Unterfangung des Kantonsstrassendurchlasses Hünigenstrasse gehen zulasten des Kantons Bern und werden im Rahmen des baulichen Unterhalts der Kantonsstrassen finanziert.

Trägerin und Bauherrin, wir haben es vorhin gehört, ist der Wasserbauverband Chisebach. Als wir uns das vor Ort anschauten, habe ich schon ein bisschen geschmunzelt, weil ich nicht wusste – ich hatte keine Vorwarnung bekommen –, dass Simon Buri dort sitzt, aber es freute mich natürlich, dass man Leute kennt, wenn man sich so ein Projekt anschaut. Wir konnten uns dies anschauen und ich habe den Eindruck, dass es ein gutes Projekt ist.

Die BaK ist auch dieser Meinung; sie empfiehlt Ihnen dies einstimmig zur Annahme, und meine Fraktion selbstverständlich auch. Danke vielmals.

Transcription
tagblatt.gr.be.ch
Institution
Grand Conseil

Données: OpenParlData · CC BY 4.0